2003 erreichte der EFFZEH zwar das Viertelfinale wurde aber dann aber von Bayern München mit 0:8 dermaßen verprügelt, wie sonst nur Axel Schulz bei seinem traurig, peinlichen Comebackversuch. Alleine Giovanne Elber, der sich damals übrigens gerade in einer tiefen Torkrise befand traf dreimal. Niemals zuvor und glücklicherweise auch niemals danach habe ich zuschauen müssen, wie mein Verein derart auseinandergenommen wurde. Das ist umso trauriger und beeindruckender, wenn man bedenkt, welche unzähligen Dramen und Tragödien ich im Rheinenergiestadion oder vor dem Fernseher erleben musste.

Seitdem war es abgesehen von den legendären Erstrundenniederlagen 2005/06 gegen Kickers Offenbach und unerreicht 2007/08 dem Aus gegen Werder Bremen relativ langweilig. Wohlgemerkt gegen die zweite Mannschaft. Nicht einmal Messias Christoph Daum konnte das verhindern. Danach ist mir von den meist kurzen Ausflügen unseres Vereins in die unbekannten Gefilde des DFB-Pokals eigentlich nur noch die Viertelfinalniederlage gegen Augsburg in der Saison 2009/10 wirklich in Erinnerung geblieben. Nicht, weil es ein so tolles Spiel war. Nicht einmal, weil sowohl Chihi, als auch Poldi und Petit vom Platz flogen.
Wirklich in Erinnerung ist mir geblieben, dass ich zum letzten Mal ernsthafte Hoffnungen hatte, mein FC könnte tatsächlich international spielen. Denn Augsburg war durchaus schlagbar. Und dann hätte ein einziger weiterer Sieg schon gereicht, da das Finale wie erwartet von Bayern München gewonnen wurde. Womit wir wieder bei der anfangs erwähnten und allgemein bekannten Rechnung wären. Sechs, manchmal nur fünf Siege, mehr braucht es nicht. Aber eben auch nicht weniger und das ist das größte Problem des 1.FC Köln.
Doch ich wäre kein Kölner, wenn ich deswegen die Hoffnung aufgeben würde.  Et hätt zwar schon lang nit mieh jot jejange, aber irgendwann muss dieses ominöse „immer“ doch endlich mal kommen. Und warum sollte das nicht in diesem Jahr der Fall sein. Schließlich sind die ersten beiden Siege schon geschafft. Wie viele noch fehlen solltet Ihr Euch mittlerweile selber ausrechnen können.

Gegen Hamburg wird es zwar schwierig, aber nicht unmöglich. Schließlich haben wir mit Mainz schon einen Bundesligisten aus dem Pokal gekegelt. Und für fünf Mark ins Phrasenschwein darf ein Satz in diesem Beitrag natürlich nicht fehlen.
Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.
Warum sollten diese Gesetze nach 30 Jahren nicht mal wieder zugunsten des 1.FC Köln ausgelegt werden.

Und wir Kölner wissen: Et kütt wie et kütt. Und vielleicht kütt dieses Jahr ja endlich mal wieder eine Fahrt nach Berlin.

Foto: © Eduard Bopp / upgradecologne.de

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Ein Kommentar

  1. Alex

    Wer Mainz schlägt, kann auch den HSV schlagen. Nur brauchen wir dann 90min von denen, die der FC gestern in den letzten 20min gezeigt hat.
    Und es wäre doch mal schön, wenn mal jemand wieder einen Elfmeter versenken würde! 😉
    Wie auch immer, der FC grüßt von oben und so solls auch bleiben. Und da der schnellste Weg ins internationale Geschäft über den Pokal führt, hoffen wir mal, dass wir uns da noch ein paar Runden durch tingeln! 😀 Come on EFFZEH!

    Antworten

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Über den Autor

Philipp Tekampe (philtek): Elf Tage älter als Ronaldo (der echte, nicht Cristiano) und sogar 15 Tage älter als Michael Ballack aber dafür auf den Tag genau 31 Jahre jünger als der Kaiser Franz Beckenbauer. Damit im perfekten Alter, um das Geschehen nicht mehr aktiv zu bestreiten, sondern vom Seitenrand zu kommentieren. Als Blogger, Schriftsteller und PR-Texter gibt er seinen Senf auch zu anderen Themen ab.

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