Kölsche Ziege https://koelsche-ziege.de Eine weitere WordPress-Seite Thu, 20 Sep 2018 07:54:09 +0000 de-DE hourly 1 Systemfehler oder nur ANFANGsschwierigkeiten? https://koelsche-ziege.de/systemfehler-oder-nur-anfangsschwierigkeiten/ https://koelsche-ziege.de/systemfehler-oder-nur-anfangsschwierigkeiten/#comments Wed, 19 Sep 2018 16:38:36 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=4018

Was ich bei Peter Stöger gegen Ende am meisten vermisst habe war ein zu erkennendes Konzept auf dem Platz. Ein Spielsystem mit der man zumindest gegen schwächere Gegner auch mal das Spiel dominieren und kontrollieren kann. Jetzt haben wir Markus Anfang und ein System. Dominanz, Ballbesitz und attraktiven Fußball soll es uns bringen. Also alles [...]

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Was ich bei Peter Stöger gegen Ende am meisten vermisst habe war ein zu erkennendes Konzept auf dem Platz. Ein Spielsystem mit der man zumindest gegen schwächere Gegner auch mal das Spiel dominieren und kontrollieren kann. Jetzt haben wir Markus Anfang und ein System. Dominanz, Ballbesitz und attraktiven Fußball soll es uns bringen. Also alles das, was uns in der letzten Saison fehlte. Das hört sich erst einmal gut an.

Andererseits habe ich zum Thema Spielsystem und Konzepttrainer eigentlich nur zwei Worte zu sagen.

Stale Solbakken

Klar ist es gut alles auf ein Konzept zu setzen, wenn das Konzept aufgeht. Genauso wie es richtig ist, als auf rot zu setzen, wenn dann tatsächlich rot kommt.

Was mich an Solbakken an meisten gestört hat, war gar nicht sein Konzept. Das hörte sich wie bei Markus Anfang in der Theorie sogar ziemlich gut an und er hatte es ja auch bei einem kleineren Verein in einer kleineren Liga bereits erfolgreich umgesetzt. Was mich gestört hat war das absolute Fehlen eines Plan B. Ehrlich gesagt habe ich nie verstanden, ob es diesen aus Arroganz oder mangelnder Kompetenz nicht gegeben hat.

Aber ich weiß noch, wie der FC seine Gegner immer und immer wieder völlig frei flanken ließ. Immer und immer wieder.

Es ist ja nicht so, dass ich Markus Anfang und seinem System keinen Erfolg gönne. Ich fände es sogar fantastisch, wenn es klappen würde. Allerdings gibt mir der Saisonbeginn nicht allzu viel Hoffnung. Von dem groß angekündigten System habe ich nämlich noch nicht viel erkennen können. Was ich aber gesehen habe, waren viele Gegner, die viel zu frei flanken konnten. Und gegnerische Stürmer, die sich in unserem Strafraum viel zu frei bewegen konnten.

Vor allem die Verbindung zwischen Abwehr und dem Rest der Mannschaft scheint überhaupt nicht zu funktionieren. Zehn Gegentore nach fünf Spielen sprechen da eine deutliche Sprache. Sogar der MSV Duisburg auf dem letzten Platz hat weniger Tore kassiert. Klar haben wir auch die meisten Tore geschossen. Aber hier gilt wie auf dem Platz. Das Gesamtbild passt (noch?) nicht. Das sollte sich schleunigst ändern. Doch wie gesagt. Ich habe da meine Zweifel.

Hoffentlich irre ich mich und Markus Anfang belehrt mich eines Besseren. Falls nicht hat er hoffentlich einen vernünftigen Plan B und ist auch bereit, notfalls darauf umzuschwenken. Wobei. Wenn ich noch einmal darüber nachdenke, dann hoffe ich sogar ein bisschen mehr auf Plan B. Denn selbst wenn der Plan funktioniert, die Mannschaft das System verinnerlicht und die zweite Liga dominiert, bleibt es eben die zweite Liga. In welcher Köln ohne jeden Zweifel eine der Topmannschaften ist. Und für Topmannschaften scheint mir dieses System durchaus geeignet. Diese zweite Liga würden und wollen wir dann aber verlassen.

Wir würden uns also in der Bundesliga wiederfinden. Mit einer Mannschaft, die ein System verinnerlicht hat, um schwächere Gegner zu dominieren. Wer soll das in der ersten Liga sein? Und ich mag mir auch gar nicht vorstellen, wie es ausgehen würde, wenn wir es mit diesem System und unserem Kader gegen die Bayern probieren.

Deswegen bin ich gegen ein striktes System und für mehr Flexibilität.

Foto: Eduard Bopp / fotobopp.de

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In Kölle we call it a Neuanfang https://koelsche-ziege.de/in-koelle-we-call-it-a-neuanfang/ https://koelsche-ziege.de/in-koelle-we-call-it-a-neuanfang/#comments Fri, 06 Jul 2018 16:16:31 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=3997

Die kölsche Ziege war eine Weile offline. Das lag zum Teil an den neuen Datenschutzbestimmungen. Zu einem nicht unerheblichen Teil aber auch an mangelnder Motivation. Ihr versteht sicher, warum. Vor vielen Jahren schrieb ich mal einen Beitrag mit dem Titel. Warum der Kölner keine Domina braucht. Damals hatten wir uns fast schon gewöhnt an das [...]

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Die kölsche Ziege war eine Weile offline. Das lag zum Teil an den neuen Datenschutzbestimmungen. Zu einem nicht unerheblichen Teil aber auch an mangelnder Motivation. Ihr versteht sicher, warum.

Vor vielen Jahren schrieb ich mal einen Beitrag mit dem Titel.

Warum der Kölner keine Domina braucht.

Damals hatten wir uns fast schon gewöhnt an das permanente Leiden. Abstieg, Aufstieg und dann das Ganze wieder von vorn. Wir litten, aber wir wussten, worauf wir uns einließen. Eben wie bei einer Domina. Doch dann wurde die Domina #effzeh lieb und schlug uns nicht mehr. Stattdessen gab sie uns Liebe. Nicht nur für ein Jahr wie in der schlechten alten Zeit. Stattdessen schien der 1. FC Köln endlich wieder eine längerfristige Beziehung mit der ersten Bundesliga einzugehen. Eben wie in der guten alten Zeit.

Die Qualifikation für Europa setzte dem Ganzen dann die Krone auf und versetzte uns auf Wolke sieben. Es war Liebe, es war Glückseligkeit, es war einfach nur schön. All das wurde dann mit einem brutalen und kompromisslosen Tritt in die Eier beendet. Und nachdem ich mich schon so an Kuscheln statt Sado-Maso gewöhnt hatte, musste ich damit erst einmal klarkommen.

Weh tut es immer noch und ich bin auch sicher noch nicht darüber hinweg. Aber ich habe es akzeptiert. Und ich weiß, dass solche Höhen und Tiefen zum 1. FC Köln dazugehören. Denn Durchschnitt zu sein liegt dem Kölner und insbesondere dem FC überhaupt nicht. Das ist mit ein wenig Abstand betrachtet zwar immer noch schmerzhaft aber immer noch besser als ein langweiliger 08/15 Club zu sein.

Deswegen geht die Ziege jetzt auch wieder online und der FC macht einen Neustart in der zweiten Liga. Eines macht mir dabei Hoffnung.

Als wir mit der Kölschen Ziege im Jahr 2012 zum ersten Mal online gingen, war der #effzeh auch gerade in die zweite Bundesliga abgestiegen. Sechs Jahre später spielten wir in London.

Freuen wir uns also auf das Jahr 2024.
Dann sehen wir uns in Mailand.  

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Wer? Wie? Was? Wieso? Weshalb? Warum? Egal, 2018 ist ein neues Jahr! https://koelsche-ziege.de/wer-wie-was-wieso-weshalb-warum-egal-2018-ist-ein-neues-jahr/ https://koelsche-ziege.de/wer-wie-was-wieso-weshalb-warum-egal-2018-ist-ein-neues-jahr/#comments Mon, 08 Jan 2018 14:39:16 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3985

Schon lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Das liegt neben meiner Faulheit vor allem am 1. FC Köln. Meinem Verein, dem besten Verein der Welt. Einem Verein, dem ich jetzt seit mehr als 30 Jahren als Fan die Treue halte. Ich erinnere mich an Spieler wie Ilgner, Litti und Icke genauso wie an Donkov, [...]

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Schon lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Das liegt neben meiner Faulheit vor allem am 1. FC Köln.

Meinem Verein, dem besten Verein der Welt.

Einem Verein, dem ich jetzt seit mehr als 30 Jahren als Fan die Treue halte. Ich erinnere mich an Spieler wie Ilgner, Litti und Icke genauso wie an Donkov, Voigt und Cichon.

In den letzten 30 Jahren hat der 1. FC Köln wenige Höhen und viele Tiefen durchschritten.

Es gab Vizemeisterschaften, DFB-Pokalfinale, Halbfinale im Uefa-Cup, Abstiege, Aufstiege, Sandhausen und Meppen, München und Turin. In 30 Jahren passiert halt eine ganze Menge und bei einem Verein wie dem 1. FC Köln eben noch viel mehr.

Gefühlt war das Jahr 2017 ungefähr wie 30 Jahre FC-Fan sein.

Da war ja alles drin. Wir starten als solider, seriöser Verein, der sich ein ganz kleines bisschen Hoffnung machte, vielleicht bald wieder international zu spielen. Verdient hätten wir es nach der Rückrunde nicht, aber sonst wollte ja keiner.

Bähm! Platz fünf! Europa! Euphorie! Eskalation! Womit? Mit Recht!

Natürlich bin ich auch eskaliert. Aber kaum dass ich ein paar Tage später wieder nüchtern war, wurde mir etwas klar.
Europa war nur eine Momentaufnahme. Viel wichtiger war, dass der 1.FC Köln wieder ein feiner Club geworden war, wie der Tünn immer so schön sagt. Alles schien zu passen. Sportlicher Erfolg, dazu fantastische Stimmung. Ob bei den Fans, innerhalb der Mannschaft, zwischen Team und Trainer, zwischen Trainer und Manager…

Man kam sich schon fast vor wie im Li-La-Laune-Land. Mir war schon klar, dass dies nicht ewig so weitergehen würde.

Aber ich war mir zwei Dinge sicher.
Erstens: Der FC steigt nicht ab
Zweitens: Dieser Verein fällt so schnell nicht auseinander!

Ich befürchte, ich habe mich in beiden Punkten getäuscht. Und noch etwas ist mir klar geworden. Der zeigte Punkt trifft mich härter. Schmadtkes Abgang war schon hart, hatte aber wohl seine Gründe. Aber die Entlassung von Peter Stöger hat in mir und dem Verein etwas kaputt gemacht. Die Art, der Zeitpunkt. Da stimmte nix. Momentan ist der 1.FC Köln jedenfalls kein feiner Club mehr und das stimmt mich noch trauriger als der sportliche Misserfolg.

Lange habe ich überlegt und stehe dazu:
Ich wäre lieber mit Peter Stöger als feiner Club in die zweite Liga gegangen als das.

Aber ich darf weder entscheiden, was beim FC geschieht, noch ob der FC mein Verein bleibt. Beides sind Fakten mit denen ich leben muss. Auch 2018. Mit neuem Trainer und neuem Manager. Die hoffentlich mehr Glück haben, als ihre Vorgänger im letzten halben Jahr.

Möge der FC wieder ein feiner Club werden und vielleicht sogar das Wunder schaffen.

Foto: Herbert Bucco / upgradecologne.de

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Von der Scheiße am Fuß https://koelsche-ziege.de/von-der-scheisse-am-fuss/ https://koelsche-ziege.de/von-der-scheisse-am-fuss/#comments Mon, 16 Oct 2017 14:03:17 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3973

Es war der grosse Denker und Philosoph Andreas Brehme, der einst die weisen Worte sagte. Hast du Scheiße am Fuß, hast du Scheiße am Fuß. Ich dachte ja eigentlich das Zitat handele von Scheiße am Schuh und nicht am Fuß. Doch der große Philosoph sagte Fuß und das trifft es auch besser. Denn einen Schuh [...]

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Es war der grosse Denker und Philosoph Andreas Brehme, der einst die weisen Worte sagte.

Hast du Scheiße am Fuß, hast du Scheiße am Fuß.

Ich dachte ja eigentlich das Zitat handele von Scheiße am Schuh und nicht am Fuß. Doch der große Philosoph sagte Fuß und das trifft es auch besser. Denn einen Schuh kann man ausziehen und wechseln. Mir dem Fuss muss man leben. Und aktuell auch mit der Scheiße daran. Besser als mit diesen Zitat kann man das Spiel in Stuttgart und die aktuelle Situation des FC leider nicht beschreiben.

Die Mannschaft begann gut gegen die Schwaben. In Anbetracht von Tabellenplatz und Stimmungslage sogar sehr gut. Sie zeigten, dass sie wollten und noch wichtiger. Es auch können. Zumindest bis es darum geht, ein Tor zu machen. Und genau da sind wir wieder bei der Scheiße am Fuß. Natürlich fehlt uns Modeste. Ohne jeden Zweifel. Aber in der letzten Saison, also ohne Scheiße am Fuß, hätten wir in der ersten halben Stunde in Stuttgart auch ohne Modeste ein Tor geschossen. Dann wäre Osakos Ding drin gewesen. Oder Lehmanns Fernschuss. Oder irgendwem wäre ein Abpraller zum Abstauben vor die Füsse gefallen. Einfach aus Gründen der Wahrscheinlichkeit.

Doch nicht mit Scheiße am Fuß. Mit Scheiße am Fuß landet dann Özcans Fehlpass dann auch direkt beim Gegner und mit Scheiße am Fuß nutzt der das auch direkt eiskalt aus. Mit Scheiße am Fuß wird dank noch dazu falscher Entscheidung des Videoschiedsrichters (schon bei dem Wort kriege ich mittlerweile die Krise) aus einem Elfer und einem vermeintlichen Sieg innerhalb weniger Minuten eine ganz bittere Niederlage. Doch

Wäre, wäre, Fahrradkette

Wie ein anderer großer Philosoph des Fußballs neulich erklärte.
Machen wir und nichts vor. Dass unser FC so bitter dasteht hat nicht nur mit Pech und Fehlentscheidungen zu tun. Aber auch. Und es würde für den Anfang schon einmal helfen, diese Scheiße vom Fuß loszuwerden.

Denn sonst singen wir bald.

Eines Tages, eines Tages, wird’s geschehen. Dann dann fahren wir nach Sandhausen um…

Noch ist es nicht soweit. Und es soll bitte auch nie wieder soweit kommen. (außer Sandhausen steigt auf)

Darum bitte ich Dich lieber Fußballgott. Nimm die Scheiße von unserem Fuß und gib sie an jemand anders weiter. (es gibt da z.B. so einen Ponyhof)
Den Rest machen dann Stöger und seine Jungs.
Glaube ich, hoffe ich…

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Foto des Monats https://koelsche-ziege.de/foto-des-monats/ https://koelsche-ziege.de/foto-des-monats/#comments Wed, 04 Oct 2017 08:00:36 +0000 http://beta.koelsche-ziege.de/?p=3522

Zwölf Monate, zwölf Fotos. Die Entwicklung des 1. FC Köln in Bildern und ohne Worte

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Zwölf Monate, zwölf Fotos. Die Entwicklung des 1. FC Köln in Bildern und ohne Worte

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Stöger raus? Nazipisserschande? Beste Stimmung ever? Spielwiederholung? https://koelsche-ziege.de/stoeger-raus-nazipisserschande-beste-stimmung-ever-spielwiederholung/ https://koelsche-ziege.de/stoeger-raus-nazipisserschande-beste-stimmung-ever-spielwiederholung/#comments Tue, 19 Sep 2017 08:47:36 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3958

Oder: Wenn ich Euch mal eine Woche allein lasse. Ja ich gebe zu, meine Urlaubsplanung war wieder einmal etwas ungeschickt. Andererseits konnten wir bei der Buchung ja nicht ahnen, dass der FC wieder im Europapokal spielen würde. Unser Timing war jedenfalls überragend schlecht Während des Hinflugs verlor der 1. FC Köln in Augsburg, was mir [...]

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Oder: Wenn ich Euch mal eine Woche allein lasse.

Ja ich gebe zu, meine Urlaubsplanung war wieder einmal etwas ungeschickt. Andererseits konnten wir bei der Buchung ja nicht ahnen, dass der FC wieder im Europapokal spielen würde. Unser Timing war jedenfalls überragend schlecht

Während des Hinflugs verlor der 1. FC Köln in Augsburg, was mir dann den Start in den Urlaub etwas vermieste.

Doch das war auf Teneriffa schnell vergessen. Auch weil der FC in London endlich ebenfalls wieder international unterwegs war.

Nun ist man in heutigen Zeiten dank moderner Technik nicht mehr komplett fernab jeglicher Informationen. Aber eben auch nicht mitten drin. Die Kneipe in der ich gucken wollte hatte nur Sky und kein Sport1, weswegen es keinerlei Vorberichte zu sehen gab. Das versuchte ich über Twitter etc. nachzuholen.

Meine Informationskette und die daraus resultierenden Emotionen verliefen wie folgt.

20.000 Kölner in London. Geil!

Video vom Fanmarsch gesehen. Gänsehaut pur. Stolz! Zum ersten Mal in meinem Leben wäre ich lieber in London als auf Teneriffa. DU BIST MEIN VEREIN, ICH LIEBE DICH!

Versuchter Blocksturm, je nach Quelle bis zu tausende randalierende Kölner. Angeblich wird der Nazigruß gezeigt und überall ins Stadion gepinkelt. Die Schande von London eben. Und schon ist das tolle Gefühl vorbei. Scham, Wut.

Verschiebung um eine Stunde. Angeblich steht das Spiel kurz vor der Absage. Warum machen diese Idioten alles kaputt?

Das Spiel beginnt dann doch. Man hört nur Kölner. Aus gefühlt allen Blöcken, Kurven, Ecken und Kanten des Stadions. Das tolle Gefühl ist wieder da. Gänsehaut und Pipi in den Augen!

Jhon Cordoba, ja genau der, schießt den FC in Führung. Und wie! Totale Eskalation. Ok, wir sind nur drei Kölner in der Kneipe aber der Laden bebt.

Gegentore und der Rest des Spiels. Selten war mir ein Ergebnis so egal wie dieses. Ich genieße wie die Fans den Europapokal und sich selbst feiern und tue das Gleiche.

Am nächsten Tag relativiert sich dann die Schande von London Schritt für Schritt. Am Ende sagten sogar die Engländer, dass es noch nie eine so fantastische Stimmung im Emirates Stadium gegeben hat. Punkte haben wir zwar nicht geholt. Aber was bleibt, sind die Emotionen und das Wissen. Europa – Wir sind wieder da!
Fußballerisch wie erwartet unterlegen, fantechnisch bis auf ein paar Ausnahmen auf Champions League Niveau. Also eigentlich auch wie erwartet.

So konnte ich mich entspannt und zufrieden zurücklehnen und weiter meinen Urlaub genießen. Jetzt musste der 1. FC Köln nur noch in der Liga wieder in die Spur kommen.
Wo sollte das besser klappen als bei einem unserer Lieblingsgegner der letzten Jahre. Die Dortmunder liegen uns einfach.

Ich sitze mit dem Smartphone im Flieger. Da dieser etwas Verspätung hat, bekomme ich noch die ersten paar Minuten über den Ticker mit. Nach dem schnellen Gegentor dachte ich noch:

Jetzt kann es eigentlich nur noch besser werden.

Dann schaltete ich in den Flugmodus. Und den hätte ich besser nicht mehr verlassen. Denn zurück in Deutschland und in der Realität teilt mir Twitter als erstes mit, dass wir in Dortmund nicht nur verloren, sondern eine bittere Packung bekommen haben. Soviel zum Thema Lieblingsgegner.

Zweifacher Videobeweis und eventuellem offiziellen Protest um eine Spielwiederholung zu erzwingen inklusive. Damit (ich gehe davon aus, dass der Protest falls er kommt scheitert) ist der schlechteste Saisonstart aller Zeiten perfekt oder eben gerade nicht. Bei Facebook und in diversen Foren las ich sogar schon Sätze wie Stöger raus oder Schmadtke macht den Verein kaputt. Ernsthaft?

Das ist mir alles ein bisschen viel Drama und Probleme. Ich war doch nur acht Tage weg. Könnte ich bitte den 1. FC Köln wiederhaben, der mir in den letzten Jahren so viel Freude bereitet hat.

Auch wenn es dann langweiliger wäre.

Foto: Eduard Bopp / upgradecologne.de

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100% FC – Dein Verein sollte auch deiner bleiben! https://koelsche-ziege.de/100-fc-dein-verein-sollte-auch-deiner-bleiben/ https://koelsche-ziege.de/100-fc-dein-verein-sollte-auch-deiner-bleiben/#comments Thu, 31 Aug 2017 07:22:21 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3947

Lange ist es ruhig geblieben beim 1. Fußballclub Köln! Und wenn es nach dem Wllen fast aller Fans, vor allem aber nach dem der Vereinsführung geht, dann hat das auch gefälligst so zu bleiben. Aber da hat sich doch tatsächlich ein kleines Häufchen von Revoluzzern aufgemacht, um diese Ruhe zu stören. Nicht genug damit, es [...]

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Lange ist es ruhig geblieben beim 1. Fußballclub Köln! Und wenn es nach dem Wllen fast aller Fans, vor allem aber nach dem der Vereinsführung geht, dann hat das auch gefälligst so zu bleiben. Aber da hat sich doch tatsächlich ein kleines Häufchen von Revoluzzern aufgemacht, um diese Ruhe zu stören. Nicht genug damit, es wird sich sogar gewagt, Misstrauen auszusprechen und öffentlich darüber nachzudenken, was mit dem Verein 1.FC Köln passieren könnte, wenn satzungsgetreu Dinge entschieden werden und ob dies zum Wohle des Vereins geschehen würde.

Skandal! Da kann man als Präsidium schon mal bockig werden! Zurecht?

Was möchte die Faninitiative „100% FC – Dein Verein“ eigentlich?

In zahlreichen Interviews erklärt Philipp Herpel, einer der Initiatoren, dass es die aktuell gültige Satzung dem Präsidium des Vereins erlaubt, ohne Zustimmung der Mitglieder 24,9%, also gut ein Viertel der Anteile an einen Investor zu verkaufen, ohne hierzu die Mitglieder zu befragen, geschweige denn abstimmen zu lassen. Ich wusste das nicht und ich bin mir sicher, dass dies einem Großteil der Fans und Mitglieder ebenfalls nicht bewust war.

Man könnte sagen: Ein Viertel, dann bleiben ja immer noch gut 75% der Anteile beim Verein! Ich sage: Währet den Anfängen, denn schon jetzt werden viele Vereine im deutschen Fußball die Geister, die sie einst riefen, nicht mehr los.

So zum Beispiel 1860 München: Ein Investor kostetete den Verein nach der Niederlage in der Relegation sogar den Verbleib im Profifußball, denn dieser, der einst eine neue Ära in München einleiten wollte und Bayern München den Kampf ansagte, verweigerte die Zahlung einer „Startgebühr“ für die dritte Liga! Was folgte, war der Absturz in die Regionalliga, wo 1860 jetzt den Neuanfang starten muss – übrigens immer noch mit dem ungeliebten Investor als Klotz am Bein.

Selbst die großen Bayern haben Anteile verkauft – insgesamt genau die knapp 25% die auch beim FC aktuell noch verkauft werden könnten. Ein Drittel davon, also etwas mehr als 8% sollen es sein – haben die Bayern an ihren Ausrüster Addidas verkauft. 75 Millionen Euro soll dies einst in die Kasse der Bayern gespült haben. Schnelles Geld für kurzfristige Investionen! Es führte aber auch dazu, dass der Ausrüster nun miteintscheidet, wie viel dieser Ausrüstervertrag nun pro Saison wert ist. Bis ins Jahr 2030 haben sich die Bayern an Adidas gebunden. Es ist von 60 Millionen Euro pro Saison die Rede, was sich zunächst einmal nach einer Menge Geld anhört und viele andere Vereine wären froh, wenn sie diese Summen einstreichen könnten. Wäre der Ausrüstervertrag jedoch frei verhandelbar, könnten die Bayern weit mehr als diese Summen kassieren – Barcelona rückt auch hier wieder ein Stückchen weiter weg, da sie pro Saison rund 100 Millionen von ihrem Ausrüster kassieren.

Nun soll es aber nicht um andere Vereine gehen, sondern um unseren, meinen Club, den 1.FC Köln, der wie Phönix aus der Asche mit wenigen Mitteln, cleverem Management und klugen präsidialen Entscheidungen nach 25 Jahren wieder europäisch spielt und finanziell besser denn je dasteht. Und dennoch zeigen die oben angeführten Beispiele, wie schnell selbst der Verkauf geringer Anteile langfristig Nachteile mit sich bringt, die vielleicht beim Entschluss, diese zu verkaufen, noch gar nicht absehbar sind.

Sollte der 1. FC Köln nicht stolz darauf sein, das Erreichte ohne finanzielle Unterstützung von Investoren hinbekommen zu haben und auch zukünftig alle Entscheidungen selbt in der Hand zu haben? In diesen Zeiten unvostellbar hoher Ablösesummen und Rekord-TV-Geldern ist es ja schon fast ein Alleinstellungsmarkmal, 100% der Anteile in den eigenen Reihen zu halten. Der FC ist eben „Spürbar anders!“.

Im Übrigen betonen Herpel und seine Mitstreiter immer wieder, dass ihr Vorstoß kein Angriff auf Vorstand und Management ist und die Arbeit der Clubführung wird in den höchsten Tönen gelobt und wergetschätzt. Auch der Zeitpunkt der Einbringung nach Abschluss der Saison zeigt, mit wie viel Weitsicht und Wohlwollen die Initiative vorgeht! Handelt so jemand, der dem Verein schaden will oder Misstrauen gegenüber der Vereinsführung zum Ausdruck bringen will?

Ich denke nein!

Präsident Spinner und der Rest des Präsidiums und das Management des FC sehen dies aber anders.

„Wir betrachten den Antrag als Misstrauen!“ wird der Präsident zitiert und während der Saisoneröffnung des Clubs vor ein paar Wochen bekräftigt er diese Einschätzung noch einmal auf der Bühne vor über 50.000 Menschen. Wahrscheinlich war dies die Reaktion auf das nicht angemeldete Verteilen von Flyern, die für die Ideen der Initiative 100% FC – Dein Verein Werbung machen sollten. Aber selbst auf diesen Flyern wird ausdrücklich auf die gute Arbeit von Vorstand, Präsidium und Management hingewiesen und betont, dass es sich um einen konstruktiven Vorschlag zum Wohle des Clubs handelt.

Warum reagiert das Präsidium also so dünnheutig? Ärgert sich hier jemand, dass dieser bislang eher unbekannte Passus der Satzung öffentlicher gemacht werden soll? Hat man vielleicht sogar vor, in absehbarer Zeit zumindest einen satzungskonformen Teil der Anteile zu veräußern und der Vorstoß kommt deshalb zu einem ungünstigen Zeitpunkt?

Herpel unterstellt dies nicht, möchte aber seinen Verein auch gegenüber anderen Präsidien schützen, die vielleicht in ein paar Jahren nicht mit so viel Wohlwollen und Weitsicht das Wohl des Vereins im Blick haben.

Misstrauen kommt bei mir einzig und alleine dadurch auf, dass dieses legitime und basisdemokratische Vorgehen eines Antrags auf Satzungsänderung von Seiten der Vereinsführung als Misstrauen gewertet wird. In Zeiten, in denen überall unpolitisches Verhalten und undemokratische Strukturen angeprangert werden könnte der Präsident ein klares Signal setzen und feststellen:

„Der Verein 1.FC Köln mit seinen bald 100.000 Mitgliedern ist stolz darauf, dass sich diese Mitglieder Gedanken über das Wohl, die Zukunft und die möglichen Auswirkungen präsidialer Entscheidungen machen und Anträge zu Satzungsänderungen einbringen, auch wenn diese nicht der Meinung des Präsidiums entsprechen. Wenn wir aber gezielt große Werbekampagnen starten, um noch mehr Mitglieder für den FC zu begeistern, dann müssen wir den Mitgliedern auch das Recht einräumen, die Satzung zu hinterfragen und Änderungswünsche einzubringen, ohne dies zu werten, denn das ist das Grundprinzip eines demokratisch geführten Vereins. Daher begrüßen wir den Anrag und stellen ihn auf der kommenden Mitgliederversammlung zur Abstimmung!“

Immerhin wurde der Antrag zugelassen, aber ein fader Beigeschmack bleibt und die „Unruhe“ wurde nicht durch die Initiative, sondern durch den Umgang mit dieser in den Verein hineingetragen.

Ich kann dieses flammende Plädoyer für die Kampagne übrigens guten Gewissens halten, da ich kein Mitglied bin und von daher über jedlichen Verdacht erhaben bin. Ich überlege jedoch ernsthaft, Mitglied zu werden, um den Antrag der Inititive auf der kommenden Jahreshauptverhandlung aktiv untertützen zu können.

Vielleicht steckt am Ende gar eine neue Werbecampagne zur Gewinnung neuer Mitglieder hinter der offenen Kritik am Vorgehen von 100&% FC – Dein Verein?

Wohl eher nicht, aber bei mir hat sie funktioniert!

In diesem Sinne: Come on FC! Auf eine erfolgreiche Zukunft mit der großartigen Vereinsführung und bald über 100.000 kritischen Mitgliedern.

 

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Genial-riskant oder riskant-fahrlässig? https://koelsche-ziege.de/genial-riskant-oder-riskant-fahrlaessig/ https://koelsche-ziege.de/genial-riskant-oder-riskant-fahrlaessig/#comments Sat, 26 Aug 2017 18:39:09 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3942

Die neue Saison beginnt für unseren FC spannend und emotional wie die letzte Saison endete. Emotional begann die Saison mit dem Auswärtsspiel (und m. E. richtungsweisendem Spiel) beim ewigen Rivalen Borussia Mönchengladbach und ein „oh nein“ konnte ich mir nicht nur beim Ergebnis von 0:1 verkneifen, sondern auch beim Auslosungsergebnis für die 2. Runde im [...]

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Die neue Saison beginnt für unseren FC spannend und emotional wie die letzte Saison endete.
Emotional begann die Saison mit dem Auswärtsspiel (und m. E. richtungsweisendem Spiel) beim ewigen Rivalen Borussia Mönchengladbach und ein „oh nein“ konnte ich mir nicht nur beim Ergebnis von 0:1 verkneifen, sondern auch beim Auslosungsergebnis für die 2. Runde im DFB-Pokal. Ein Auswärtsspiel bei der Hertha? Es hätte besser laufen können, danke an dieser Stelle an Carolin Kebekus.

Inwiefern ist das Spiel in Mönchengladbach nun richtungsweisend gewesen?

In meiner Abschlussanalyse zur letzten Saison schrieb ich unter anderem: „Wenn die kommende Spielzeit nicht in Ernüchterung übergehen soll, dann sollte dringend an der Passgenauigkeit und dem eigenen Spielaufbau gearbeitet werden.“ Und weiter: „Zudem sollte im Hinblick auf die kommende Dreifachbelastung der Kader qualitativ erweitert werden.“ Der Abgang von Modeste war hierbei bereits mit einkalkuliert worden.

Die Antwort des FC auf die gezeigten Schwächen der Vorsaison sowie auf die kommende Dreifachbelastung waren auf dem Transfermarkt: Tim Handwerker (Jahrgang 1998), Jorge Meré (1997), João Queirós (1998), Nikolas Nartey (2000), Jhon Córdoba (1993) und Jannes Horn (1997). Ein gefühlter Neuzugang dagegen ist nach seinem verletzungsbedingten Ausfall Sehrou Guirassy (1996).

Um es vorneweg zu nehmen: Die Neuzugänge sind spannend, aber helfen diese auch sofort weiter?

Mit Ausnahme von Córdoba für Modeste ist der erste Anzug praktisch gleichgeblieben. Die Neuverpflichtungen sind primär eine Investition für die Zukunft. Bis auf Córdoba verfügt keiner der genannten Spieler über ausreichend Erfahrung im Profibereich, um sofort weiterhelfen zu können. In ihren vorherigen Vereinen haben sie eine altersgerechte Rolle eingenommen. Sie waren schlichtweg Perspektivspieler, die langsam herangeführt werden mussten. Talentiert sind diese Spieler zweifelsohne, aber keiner war schon so weit, gleich eine tragende Rolle in ihren jeweiligen Vereinen einzunehmen. Folglich wäre es falsch allzu viel von ihnen für die soeben begonnene Saison zu erwarten. Ich hoffe, dass jeder einzelne dieser Spieler sofort einen Schritt nach vorne macht und unserem FC schon in dieser Saison weiterhelfen wird, aber dies von ihnen gleich zu erwarten wäre jedoch falsch. Wenn man diese Spieler holt, dann muss man ihnen grundsätzlich die Zeit geben und in kauf nehmen, dass sie möglicherweise noch nicht sofort weiterhelfen werden.

Und da wären wir auch schon bei der Krux in dieser Saison.

Überraschen uns die Youngster nicht auf Anhieb positiv ergeben sich zunächst nachfolgende Fragestellungen:

Kann Córdoba Modeste und dessen Effizienz kompensieren?
und
Konnten oder können die Schwächen aus der letzten Saison abgelegt werden?

Zur ersten Frage: Nein. Positiv ist, dass Córdoba ein robuster und auch zweikampfstarker Spieler ist, bei dem die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist. Negativ ist dagegen seine fehlende Ruhe vor dem Tor. Er mag nicht die Effizienz eines Modestes haben, aber er könnte bessere Ergebnisse erzielen, wenn er lernt die nötige Ruhe vor dem Tor zu bewahren. Sei es, dass er dadurch den besser postierten Nebenmann nicht aus dem Blick verliert, sei es, dass er zu einem besseren Abschluss kommt. Die Effizienz Modestes wird unserem FC fehlen. Córdoba ist jedenfalls noch nicht so weit.

Kommen wir somit zur zweiten Frage: Auch hier ist mein Urteil negativ. Sowohl den Testspielen als auch den ersten zwei Pflichtspielen nach zu urteilen gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Probleme im Spielaufbau behoben worden sind oder behoben werden können; weder personell noch spielerisch. Der FC hat niemanden im Kader, der diese Probleme im Mittelfeld lösen könnte. Noch ist das Transferfenster ein paar Tage lang geöffnet, so dass die Hoffnung bleibt, dass auf den letzten Drücker noch jemand für den Spielaufbau geholt wird, aber im Moment sind wir hier m. E. nicht gut aufgestellt. Nach den ersten Eindrücken zu Saisonbeginn frage ich mich zudem, ob Matthias Lehmann bald zum Problem werden könnte. Ich hoffe, dass er zurzeit einfach nur noch nicht seine Form gefunden hat und sich die ersten Eindrücke daher schnell auflösen werden, aber wenn nicht und er in dieser Saison (vielleicht altersbedingt?) an seine Grenzen stoßen sollte, dann wird sich zwangsläufig ein weiteres Problem auf der 6er-Position auftun.

Die daraus folgende Fragestellung ist dann, inwieweit eine geringere Effizienz in dem Ausspielen und in der Verwertung von Chancen sowie eine Fortsetzung der Probleme aus der Vorsaison in Sachen Passgenauigkeit und Spielaufbau das Spiel unseres FC beeinflussen.

Geht die Effizienz vorne verloren und bleibt der Spielaufbau langsam und unpräzise, dann wird die Saison ganz unabhängig von der Dreifachbelastung sehr stark von der defensiven Stabilität abhängig sein. Auf Dauer wird die „Null“ jedoch nicht stehen und zu hoffen, dass da vorne mal der eine oder andere Ball schon reingehen wird, ist zu wenig. Sollte sich meine Befürchtung um Lehmann und die 6er-Position zudem bewahrheiten, dann wird sehr viel defensive Stabilität verloren gehen, Jonas Hector wird die daraus resultierenden Lücken nicht alleine stopfen können. Und geht die defensive Stabilität erstmal verloren, dann wird der FC hierdurch leichter und stärker unter Druck gesetzt werden, der Gegner wird zu mehr Torchancen kommen, der FC wird häufig tiefer stehen als beabsichtigt und die eigenen Wege zum gegnerischen Tor werden länger. Zudem besteht die Gefahr, dass die Mannschaftsteile auseinandergerissen werden und die Balance verloren geht. Eigene Torchancen sind dann noch schwieriger zu erspielen und fehlt es dann an der Effizienz in der Verwertung dieser Chancen, werden die Schwächen nicht aufgefangen werden können, wie dies in der letzten Saison immer mal wieder der Fall war.

Fazit: Unserem FC steht ein Übergangsjahr bevor, von dem viel Zukunft auf dem Spiel steht. Der FC sollte stark genug sein, um nicht in akute Abstiegsgefahr zu geraten, aber mehr als Platz 10-12 und ca. 40 Punkte wird es nicht werden. Geht die Rechnung des FC auf und die Perspektivspieler entwickeln sich weiter, dann wird der FC schon zur übernächsten Saison sowohl finanziell als auch sportlich die Früchte hieraus tragen. Dann wäre die Transferpolitik dieses Sommers zwar riskant, aber genial. Geht die Rechnung jedoch nicht auf und diese Spieler bleiben hinter den Erwartungen, dann besteht allerdings die Gefahr, dass zur übernächsten Saison für die sportliche Weiterentwicklung wieder andere Spieler benötigt werden, die dann schwerer zu finanzieren sein werden, wenn die eigenen Perspektivspieler ihre Marktwerte nicht bedeutend haben steigern können, woraus bedeutende Transfererlöse generiert werden könnten. Und ohne Perspektive auf die sportliche Weiterentwicklung droht der Abgang von weiteren Leistungsträgern. In diesem Falle wäre die diesjährige Transferpolitik riskant und fahrlässig, da resultierend aus dem 5. Platz und Modestes Verkauf höhere finanzielle Mittel aus TV und Transfererlösen zur Verfügung standen, um neben den Perspektivspieler noch ein- bis zwei erfahrenere Spieler zu holen, die die Probleme im Mittelfeld hätten beheben können. Im Ansatz steht also ein schwieriges Jahr vor unserem FC. Wir sollten die Erwartungen daher zurückschrauben und die kommende Saison als Übergangsjahr begreifen, in welchem die Weiterentwicklung der Spieler im Vordergrund stehen sollte. Der Tabellenplatz – solange wir nicht gegen den Abstieg spielen – sollte dabei zweitrangig sein. Genießen wir also die Europa League als Ablenkung vom Alltag und lasst uns hoffen, dass die diesjährige Transferpolitik sich am Ende als genial erweist…

In diesem Sinne, come on FC!

Foto: Herbert Bucco / upgradecologne.de

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Milivoje Novakovič im Kölsche Ziege Interview https://koelsche-ziege.de/milivoje-novakovic-im-koelsche-ziege-interview/ https://koelsche-ziege.de/milivoje-novakovic-im-koelsche-ziege-interview/#comments Wed, 19 Jul 2017 13:28:29 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3937

Im Rahmen der Veranstaltung Loss mer schwade hatten wir gemeinsam mit anderen Journalisten die Möglichkeit, uns kurz mit Ex-FC Torjäger Milivoje Novakovič zu unterhalten. Das möchten wir Euch natürlich nicht vorenthalten. Hallo Nova. Schön, Dich mal wieder in Köln zu sehen. Ich freue mich auch. Köln ist ja sowas wie meine zweite Heimat. Ich habe [...]

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Im Rahmen der Veranstaltung Loss mer schwade hatten wir gemeinsam mit anderen Journalisten die Möglichkeit, uns kurz mit Ex-FC Torjäger Milivoje Novakovič zu unterhalten. Das möchten wir Euch natürlich nicht vorenthalten.

Hallo Nova. Schön, Dich mal wieder in Köln zu sehen.

Ich freue mich auch. Köln ist ja sowas wie meine zweite Heimat. Ich habe hier die fünf schönsten Jahre meiner Karriere verbracht. Trotzdem war ich jetzt vier Jahre nicht mehr hier. Aber ich habe immer verfolgt, was beim 1. FC Köln geschieht.

Wie siehst Du die aktuelle Entwicklung des 1. FC Köln

Soweit ich das mitbekomme ist es viel ruhiger und professioneller geworden. In der Mannschaft gibt es weniger große Namen aber dafür mehr Teamgeist. Die Mannschaft hält zusammen. Und wenn jeder für jeden kämpft kann man über das Kollektiv viel erreichen

Seit Deiner Zeit hat sich beim FC seitdem einiges getan. Du hast Deine Tore für den FC ja in einer schwierigen Zeit geschossen. Hättest Du lieber beim aktuellen FC gespielt?

Vielleicht wäre es dann etwas einfacher für mich gewesen. Aber ich hatte auch so eine tolle Zeit in Köln. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich meine Karriere in Köln beendet. Leider gab es dann ein unschönes Ende.

Du hast ja hier viel erlebt und geleistet. 176 Spiele 81 Tore. Ich erinnere mich insbesondere an Deinen 3:2-Siegtreffer gegen Bayern München. Was ist Deine schönste Erinnerung an Köln?

Das ist schwer zu sagen. Ich habe natürlich viele Tore in Köln geschossen und viele schöne Momente gehabt. Aber es gab auch schwierige Zeiten. Gerade am Anfang, als ich öfter auf der Bank oder der Tribüne saß. Da musste ich mich erst einmal an die Bundesliga gewöhnen. Deswegen war mein schönster Moment wahrscheinlich mein erstes Tor für den FC. Gegen Schalke, noch in der zweiten Liga. Aber auch der Hattrick gegen Hamburg, der Doppelpack gegen Leverkusen oder das Siegtor gegen Gladbach waren besondere Momente.

Wirst Du jetzt, wo Du in Köln bist mal beim Geißbockheim vorbeischauen.

Ja, aber nur privat (lacht)

Für Dich ging es von Köln es nach Japan. Genau wie für Poldi jetzt. Welchen Tipp kannst Du dem Neujapaner Poldi geben?

Tipps eigentlich nicht. Aber ich glaube, Poldi wird es dort gefallen. Japan ist ein tolles und wunderschönes Land. Ähnlich gut organisiert wie Deutschland mit hoher Lebensqualität. Meine Frau hat sich dort so wohl gefühlt, dass sie gar nicht mehr wegwollte.

Zum Schluss hast Du dann aber doch in Maribor in Deiner Heimat Slowenien gespielt. Da bist Du dann auch noch zum ersten Mal Meister geworden. Bist Du zufrieden mit dem Abschluss Deiner Karriere.

Absolut. Das macht meine Karriere rund. Ich habe in dieser Hinsicht unglaubliches Glück gehabt. Da passte alles perfekt.

Im Länderspiel zwischen Slowenien und Malta hast Du dann in Deinem letzten Spiel auch noch ein Tor geschossen. Wie hast Du Dich danach gefühlt?

Das war natürlich Gänsehaut pur. Ich habe auch immer noch nicht ganz realisiert, dass ich jetzt nicht mehr spielen werde.

Deine aktive Karriere ist nun vorbei. Was wirst Du in Zukunft machen?

Das weiß ich noch nicht genau. Erstmal bin ich jetzt im Urlaub. Ich möchte auf jeden Fall im Fußball bleiben. Vielleicht werde ich Spielerberater. Ich könnte mir aber auch vorstellen, eine Aufgabe im slowenischen Verband zu übernehmen. Da müsste sich einiges verändern und ich wäre bereit zu helfen.

Dein letzter Verein Maribor hat große Chancen in der Europaleague zu spielen. Was wenn sie gegen den FC spielen?

(lacht) Dann spiele ich doch wieder

Foto: © Lukas Wentz

 

 

 

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Kein Poldi https://koelsche-ziege.de/kein-poldi/ https://koelsche-ziege.de/kein-poldi/#comments Wed, 12 Jul 2017 18:13:51 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3929

Wenn ich von meinem Kumpel ReKo per WhatsApp folgende Nachricht bekomme „Darf ich bitte einen Beitrag über Modeste auf Deinem Blog schreiben? Ich explodiere.“ Dann kommt sowas dabei rum. Danke dafür und Euch viel Spaß beim Lesen. Er hätte der Held von Köln werden können, ein neuer Thomas Häßler, der Pierre Littbarski der 00er-Jahre, der [...]

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Wenn ich von meinem Kumpel ReKo per WhatsApp folgende Nachricht bekomme

„Darf ich bitte einen Beitrag über Modeste auf Deinem Blog schreiben? Ich explodiere.“

Dann kommt sowas dabei rum. Danke dafür und Euch viel Spaß beim Lesen.

Er hätte der Held von Köln werden können, ein neuer Thomas Häßler, der Pierre Littbarski der 00er-Jahre, der rechtmäßige Nachfolger von Toni Polster. Platz fünf, der direkte Einzug in die Euro-League – das verdankt der 1. FC Köln vor allem den 25 Toren von Anthony Modeste. Niemand hätte es wohl für möglich gehalten, dass der von Hoffenheim geholte Stürmer in seiner zweiten Saison derart einschlagen würde. Ein Wahnsinn.

Seit Lukas Podolski gab es keinen Spieler mehr, der derart gelobt, geliebt, vergöttert wurde. Doch Tony war kein Poldi und wird es nie werden. Ihm fehlt es an Authentizität,  Glaubwürdigkeit, Demut und vor allem Dankbarkeit.

Ja, es gehört zum modernen Fußball dazu, dass Spieler bei einem besseren Angebot den Verein wechseln. Es ist auch normal, dass sie sich bis zum Schluss nicht über ihre wahren Absichten äußern. Ein normaler Arbeitnehmer würde seinen Kollegen ja auch nicht erzählen, dass er sich gerade in einem anderen Unternehmen bewirbt. Von daher hätten wohl nur verbitterte Fußballromantiker Modeste einen Wechsel nicht verziehen. Der Großteil der Geißbock-Anhänger war weder verwundert, noch verärgert darüber, dass nach der Saison schnell ein Wechsel ins ferne China wahrscheinlich wurde. Zu hoch war die im Raum stehende Ablöse, als dass der Verein sie hätte ausschlagen können.

Zu hoch war das Jahresgehalt für Modeste, als dass er es ablehnen würde.
Zu hoch war die Achtung vor seiner Leistung, als dass die Fans ihm den Geldsegen missgönnt hätten.

Doch leider unternahm der liebe Tony alles, um sich nicht unsterblich, sondern unausstehlich zu machen. Bereits im Juni 2016, als Modeste seine Ausstiegsklausel ziehen wollte, zeigte sich, dass dieser Spieler noch Schwierigkeiten machen würde. Es kam lediglich nicht zum Wechsel, da die damals noch unberucksackten Mendy-Brüder zu spät dran waren. Nach wochenlangem Hickhack schaffte es Jörg Schmadtke schließlich Modeste die Ausstiegsklausel abzukaufen – sein Gehalt stieg auf 2,5 Millionen Euro. Und wie kommentierte er das?

Ich wollte nie weg. Das war nur Politik. Ich bin Spieler, ich mache was ich will.Anthony Modeste

Zugegeben, sehr ehrlich. Aber eben auch sehr respektlos gegenüber Verein, Mitspielern und Fans. Im Winter flatterte eine 50-Millionen-Euro-Offerte ins Geißbockheim. Modeste kokettierte mit einem Wechsel. Ein Bekenntnis zum FC, eine wirkliche Klarstellung? Fehlanzeige. Sein wahres Gesicht zeigte sich langsam.

Doch Tony wurde von den Fans am letzten Spieltag im wahrsten Sinne des Wortes auf Händen getragen. Er heulte, war voller Euphorie und behauptet immer wieder

Ich will bleiben.Anthony Modeste

Wäre es sein Wille gewesen, hätte es die Gespräche mit dem chinesischen Verein nicht gegeben. Modeste hatte zudem Zeitpunkt einen Vertrag für drei weitere Jahre beim FC. Niemand hätte ihn davon abhalten können, zu bleiben, wenn er es wirklich gewollt hätte. Stattdessen wurden Verhandlungen geführt – mit seinem Wissen und Einverständnis. Doch der Deal platzte, er scheiterte wohl an den Zahlungsmodalitäten. Und anstatt jetzt einfach die Klappe zu halten, sich reumütig zu geben und zu trainieren, gibt er der BILD ein Interview und sagt, er habe nie weggewollt und der FC habe die Verhandlungen quasi ohne sein Wissen im Alleingang geführt. Angeblich habe er mit den Bossen sogar über sein Karriereende beim FC reden wollen. Klar.

Beim Trainingsauftakt wurde er trotz dieses Verbalangriffs von hunderten Fans gefeiert, genoss das Bad in der Menge, als ob er damit Schmadtke und Co. sagen wollte: „Seht her, die Fans lieben mich. Ihr seid auf mich angewiesen.“ Und um noch einen draufzulegen, klagte er wenige Tage später, nachdem die Verhandlungen mit Tianjian wiederaufgenommen wurden, gegen seinen „geliebten“ FC. Der Showdown vor Gericht blieb den Angestellten und Fans glücklicherweise erspart, der FC kassiert dicke Kohle, die er gut gebrauchen kann.

Ungeachtet seiner Äußerungen, liebten und lieben ihn die Fans. Auf Mallorca war der Modeste-Song von Icke Hüftgold der Hit des Sommers. Zugegeben, das Lied ist ein echter Ohrwurm. Doch zu einem Evergreen fehlen ihm leider Tiefgang und Charakter. Die letzten Strophen lauten daher:

„Wer manchen Hals anschwellen lässt? Anthony Modeste“
„Sympathisch wie ein Wespennest? Anthony Modeste“
„Jetzt endlich den FC verlässt! Anthony Modeste“

Foto: Herbert Bucco / upgradecologne.de

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