Kölsche Ziege https://koelsche-ziege.de Eine weitere WordPress-Seite Thu, 07 Mar 2019 09:42:34 +0000 de-DE hourly 1 Foto des Monats https://koelsche-ziege.de/foto-des-monats/ https://koelsche-ziege.de/foto-des-monats/#comments Mon, 04 Mar 2019 09:37:36 +0000 http://beta.koelsche-ziege.de/?p=3522

Zwölf Monate, zwölf Fotos. Die Entwicklung des 1. FC Köln in Bildern und ohne Worte

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Zwölf Monate, zwölf Fotos. Die Entwicklung des 1. FC Köln in Bildern und ohne Worte

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Ein Plädoyer für die gute Veh https://koelsche-ziege.de/ein-plaedoyer-fuer-die-gute-veh/ https://koelsche-ziege.de/ein-plaedoyer-fuer-die-gute-veh/#comments Thu, 21 Feb 2019 14:46:30 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=4053

Als mein Sohn nach Ritters Sonntagsschuss in der Nachspielzeit wutentbrannt und wüst auf die Kicker seines Clubs schimpfend das Wohnzimmer verließ, in dem wir recht zufrieden und emotional gerührt zuvor fast 80 Minuten des FC-Spiels in Paderborn gesehen hatten, da wusste ich: Es wird ernst! Nicht nur, was den Aufstieg meines Clubs zurück in Liga [...]

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Als mein Sohn nach Ritters Sonntagsschuss in der Nachspielzeit wutentbrannt und wüst auf die Kicker seines Clubs schimpfend das Wohnzimmer verließ, in dem wir recht zufrieden und emotional gerührt zuvor fast 80 Minuten des FC-Spiels in Paderborn gesehen hatten, da wusste ich: Es wird ernst!

Nicht nur, was den Aufstieg meines Clubs zurück in Liga eins angeht, nein, auch was die Geduld meines Sohnes angeht. Seit mittlerweile ziemlich genau 8 Jahre versuche ich das, was mich mit diesem Verein verbindet an meinen Sohn weiterzugeben. Viel zu oft erzählen mir befreundete Väter, dass ihre Kinder dem offensiven Werben vermeintlich erfolgreicherer Vereine des Kölner Umlandes erlegen sind – allein diese Vorstellung raubt mir den Schlaf und genau aus diesem Grund macht mich das Spiel gegen Paderborn so wahnsinnig.

Alles im Griff gehabt, bis zur 80. Minuten war alles gut. Und dann dieser unerklärliche Einbruch, der ja nicht zum ersten Mal in dieser Saison zu beobachten war. Wie konnte es zu dieser Niederlage kommen und was muss passieren, damit das Saisonziel Aufstieg nicht noch in Gefahr gerät?

Die Gründe für diese (und auch andere) Niederlage(n):

1. Einfach aufgehört, Fußball zu spielen

Die Mannschaft hört im Gefühl des sicheren Sieges auf, Fußball zu spielen. Keine Zweikämpfe werden mehr angenommen, völlig unerklärliche Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, ohne dem verlorenen Ball nachzugehen. Hohe Bälle, anstatt -bei einer Führung mit zwei Toren logisch – auf Ballbesetz zu setzen und Ruhe ins Spiel zu bringen.

‚ 2. Standardschwäche

Nach wie vor gab es unerklärliche Schwächen bei Standards. Das Tor zum 1-2 Anschlusstreffer fällt in 99 von 100 Bezirksligaspielen nicht, weil man gegnerische Spieler am Fünfmeterraum deckt oder zumindest versucht, am Torschuss zu hindern. Normalerweise ist der FC in der Luft bei Freistößen und Ecken anfällig, jetzt also auch noch am Boden! Schlimm und bedenklich zugleich.

ƒ 3. Systemfehler

Ich komme nicht drum herum, noch einmal über das vermeintliche Spielsystem des Systemtrainers Markus Anfang zu schreiben. Ich erkenne nach wie vor kein System. In Paderborn hat der FC zwar seit langer Zeit einmal wieder ein Systemmerkmal versucht umzusetzen, aber das hohe konsequente Pressing führte auch oft zu unfassbaren Lücken im Mittelfeld, die Paderborn schon in der ersten Hälfte effektiver hätte nutzen können.

„ 4.Torwart

Sicherlich sind die beiden Tore, die danach noch fielen, auch ein wenig glücklich gewesen, aber ein Timo Horn in Normalform hält zumindest den Treffer zum 3-2 ganz entspannt. Warum er bei diesem Angriff nicht im Fünfmeterraum, sondern am Elfmeterpunkt auf die Flanke lauert, wo er doch sonst bei jeder Hereingabe auf der Linie klebt, verstehe ich nicht! Timo Horn hat sich im letzten Jahr nicht weiterentwickelt. Er ist nach wie vor ein guter Torwart, aber an seinen Schwächen (Herauslaufen, Abfangen hoher Bälle) scheint niemand mit ihm gearbeitet zu haben. Das ist unverständlich.

Was ist zu tun?

Wenn man sich die Gründe der Pleite von Paderborn einmal genauer anschaut, dann wird sehr schnell klar, wie der FC nun handeln muss und wer die Hauptverantwortung trägt:

Warum hört die Mannschaft auf Fußball zu spielen? Das scheint eine Einstellungssache zu sein, vielleicht auch Überheblichkeit oder auch taktisches Unvermögen. Wer ist dafür verantwortlich? Ja, auch die Spieler selbst, aber es gibt jemanden, der dafür bezahlt wird, dass die Spieler funktionieren und genau diese Verhaltensweisen nicht zeigen!

Warum gibt es immer wieder diese unerklärlichen Fehler bei den Standards? Markus Anfang sagt, man kann Standards nicht trainieren, weil sie in Wettkampfsituationen anders bewertet werden müssen, als im Training. Da ist etwas dran, aber es gibt auch so etwas wie Automatismen, die sich dann einstellen, wenn man etwas regelmäßig übt. Wir haben große, kopfballstarke Spieler im Team, die zumindest hohe Standards besser verteidigen könnten, als dies in den letzten Spielen der Fall war. 16 Gegentore nach Standards sprechen eine eindeutige Sprache.

Über das Spielsystem wurde viel geschrieben und auch ich hatte gehofft, dass Markus Anfang darüber nachgedacht hat, sein System anzupassen. Der Trainer selbst sagt, dass „unser System vielleicht von den Gegnern entschlüsselt“ worden ist. Wenn dem so ist wäre es doch gut, aus einem bestimmten Repertoire an Spielideen schöpfen zu können und den Gegner mit einem System zu überraschen, welches noch nicht entschlüsselt ist. Anfang ist hier zu unflexibel und die Mannschaft kann auf Spielstände oder Ausfälle nicht situativ reagieren. Sie verfällt dann in eine Art Schockstarre und muss solche 10 Minuten wie in Paderborn mehr oder weniger hilflos über sich ergehen lassen.

Timo Horn ist Teil der Mannschaft und hat dem FC schon so manchen Punkt beschert bzw. gesichert, ist momentan aber ebenso nicht von der Kritik auszunehmen, wie alle anderen FC-Spieler auch. Dem Trainerteam sollte nicht entgangen sein, dass auch ein sehr guter und mittlerweile erfahrener Torwart wie Timo Horn verunsichert scheint und offensichtliche Schwächen durch gezieltes Training in den Griff bekommen.

Die Ausreden nach dem Abpfiff wie „unglücklich verlorenes Spiel“ und „2 Sonntagsschüsse“ sind zwar unmittelbar nach einem solch dramatischen Spiel verständlich, werden aber auch nach einer gezielten Analyse nicht relativiert. Auch das Gerede von einer starken zweiten Liga, in der jeder jeden schlagen kann geht mir auf den Keks. Armin Veh selbst bezeichnet den FC als das stärkste Team der Liga und es entspricht nicht den Ansprüchen und schon gar nicht den Saisonzielen, wenn man nach etwas mehr als der Hälfte der Saison 6 Niederlagen vorzuweisen hat und davon 2 gegen einen Aufsteiger und eine weitere zu Hause gegen den damaligen Tabellenletzten aus Duisburg.

Es ist Zeit zu handeln, denn die Mannschaft ist dabei, den Aufstieg zu verspielen. Was das bedeuten würde, sollte jedem klar sein. Ein weiteres Jahr in Liga zwei würden sich wohl die wenigsten der im letzten Jahr noch so treuen Spieler antun. Die Mannschaft würde auseinanderbrechen, ein Verbleib in Liga zwei für weitere Jahre wäre wahrscheinlich.

Daher: Ein Plädoyer für die gute Veh!

Er muss Trainer Anfang freistellen und selbst bis zum Saisonende auf die Trainerbank. Nicht, weil er mein Wunschtrainer ist und die ideale Besetzung des Postens auf Dauer wäre. Aber er ist die ideale Besetzung für den Moment, weil er die Mannschaft sehr gut kennt und aus Mangel an Alternativen der einzige Trainer ist, der für den Job in Frage kommt. Man gucke sich nur an, wie die Neururers, Matthäusse, Effenbergs und Gisdols förmlich darauf lauern, den Posten bei einem Verein wie dem FC zu besetzen. Und dann Gnade uns der Fußballgott!

Nein, Armin Veh, bitte übernehmen, parallel einen neuen Trainer suchen und den nach dem Aufstieg präsentieren. Come on FC – noch ist es nicht zu spät!

 

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Sorry Jhon! Lo siento! https://koelsche-ziege.de/sorry-jhon-lo-siento/ https://koelsche-ziege.de/sorry-jhon-lo-siento/#comments Sat, 09 Feb 2019 11:58:24 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=4048

Ich habe es ja immer gesagt. Würde ich gerne sagen können. Stimmt aber nicht. Ich habe Jhon Córdoba nicht so schlecht gemacht wie manch anderer. Aber das der Kerl in der Lage sein würde, so eine Saison zu spielen hätte ich nicht gedacht. Und noch weniger so ein Spiel wie gegen Pauli. Da stimme wirklich [...]

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Ich habe es ja immer gesagt.

Würde ich gerne sagen können. Stimmt aber nicht. Ich habe Jhon Córdoba nicht so schlecht gemacht wie manch anderer. Aber das der Kerl in der Lage sein würde, so eine Saison zu spielen hätte ich nicht gedacht. Und noch weniger so ein Spiel wie gegen Pauli.

Da stimme wirklich alles. Laufbereitschaft, Laufwege, Kampfgeist, Körpersprache, Übersicht…

Ach ja. Drei Tore hat er auch noch gemacht.

Cococordoba……..!

Was natürlich die Kirschen auf der Torte sind. Aber diese Torte wäre auch ohne Kirschen schon fantastisch gewesen.

Ich gönne es ihm von Herzen. Denn bei alter Kritik, die ich an ihm übte. Seine Einstellung schien mir nie das Problem. Er beschwerte sich nie, stecke die Demütigungen ein und machte weiter wie ein Profi. Bis der Knoten endlich platzte.

Dieser Knoten platzte endgültig gestern beim zweiten Tor gegen den Stadtteilclub aus Hamburg. Und wenn sich jetzt noch einer wegen der gelben Karte nach dem Torjubel beschwert, gibt es auf die Mütze. Nach der Vorgeschichte ist es bewundernswert, dass er die Hose anbehalten hat.

Fantastisch. Mir bleibt nur noch zu sagen.

Sorry Jhon. Ich habe dich unterschätzt. Du hast mich eines besseren belehrt. Und das freut mich sehr.

Lo siento Jhon. Te subestime. Pero tu me probaste lo contrario. Eso me alegra mucho.

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2019: Neues Jahr, endlich wieder neues Glück? https://koelsche-ziege.de/2019-neues-jahr-endlich-wieder-neues-glueck/ https://koelsche-ziege.de/2019-neues-jahr-endlich-wieder-neues-glueck/#comments Thu, 03 Jan 2019 14:41:29 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=4042

2018 war für FC-Fans ein Jahr zum… Zum was? Gute Frage. Das Jahr ist vorbei und ich kann es immer noch nicht genau sagen. 2018 war ein seltsames Jahr. Die Europapokalhymne noch im Ohr starteten wir als quasi feststehender Absteiger. Nach anfänglich kurz (wirklich sehr kurz) wieder aufkeimender Hoffnung blieb dann genug Zeit, um sich [...]

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2018 war für FC-Fans ein Jahr zum…

Zum was? Gute Frage. Das Jahr ist vorbei und ich kann es immer noch nicht genau sagen. 2018 war ein seltsames Jahr. Die Europapokalhymne noch im Ohr starteten wir als quasi feststehender Absteiger. Nach anfänglich kurz (wirklich sehr kurz) wieder aufkeimender Hoffnung blieb dann genug Zeit, um sich auf die zweite Liga vorzubereiten.

Schöner wurde es dadurch nicht. Man konnte den Aufschlag zwar absehen, aber er wurde dadurch kein bisschen angenehmer. Von London nach Sandhausen in weniger als einem Jahr. Da musste selbst die leidgeplagte FC-Fanseele mehr als einmal kräftig schlucken. Eine Wahl hatten wir natürlich nicht, also hieß es

#durchetfuer

Wir hakten den Abstieg also als eine Art Betriebsunfall ab. Umso mehr als Spieler wie Hector, Horn, Risse & Co beschlossen, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen in den sie ihn versenkt hatten. Das war Balsam für die kölsche Seele in einem wichtigen Moment.

Zweite Liga bleibt allerdings zweite Liga. Ehrlich gesagt müsste ich mich schon anstrengen, spontan aus dem Kopf sämtliche Teams der zweiten Liga zu nennen. Von deren Spielern ganz zu schweigen. Letztlich auch egal. Die erste Liga war tatsächlich nicht das, was ich 2018 am meisten vermisst habe.

2018 war auch das Jahr eins nach Schmadtke und Stöger. Man hört ja einige unschöne Gerüchte was zwischen den beiden vorgefallen sein soll, aber das möchte ich hier nicht thematisieren. Eines möchte ich aber festhalten. Ich vermisse die beiden immer noch. Es liegt nicht an der Arbeit von Armin Veh und Markus Anfang. Damit bin ich größtenteils zufrieden. Aber ich werde mit den beiden einfach nicht warm. Schmaddi und Stöger haben dem Verein die Wärme und Herzlichkeit gegeben, die dem Verein vorher lange und leider auch danach wieder fehlte. Ein Verein, den selbst Fans anderer Mannschaften sympathisch finden konnten. Mein Verein war, wie der Tünn so gerne sagt endlich wieder ein feiner Club.

Möge er wieder dazu werden. 2019 scheint doch das perfekte Jahr dafür zu sein. Den Aufstieg setze ich jetzt einfach mal voraus. Als Fan darf ich so arrogant sein.

In diesem Sinne:

Möge 2019 besser werden als 2018!

Foto: Eduard Bopp / fotobopp.de

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Markus wurde am Anfang kritisiert. Ist er jetzt auf dem richtigen Weg? https://koelsche-ziege.de/markus-wurde-am-anfang-kritisiert-ist-er-jetzt-auf-dem-richtigen-weg/ https://koelsche-ziege.de/markus-wurde-am-anfang-kritisiert-ist-er-jetzt-auf-dem-richtigen-weg/#comments Fri, 30 Nov 2018 13:00:26 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=4038

Frage: Was haben Football Leaks und Markus Anfangs Spielsysteme miteinander zu tun? Auf dem ersten Blick nicht viel, auf dem zweiten Blick erhalten wir jedoch eine andere Perspektive auf die Gegenwart und relativiert jede bislang geäußerte Kritik in Richtung Markus Anfang. Aber später mehr… Markus Anfang ist in Köln angetreten mit der Absicht eine Mannschaft [...]

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Frage: Was haben Football Leaks und Markus Anfangs Spielsysteme miteinander zu tun? Auf dem ersten Blick nicht viel, auf dem zweiten Blick erhalten wir jedoch eine andere Perspektive auf die Gegenwart und relativiert jede bislang geäußerte Kritik in Richtung Markus Anfang. Aber später mehr…

Markus Anfang ist in Köln angetreten mit der Absicht eine Mannschaft zu formen, die im 4-1-4-1 ihre Gegner dominiert. Darüber hinaus sollte sie erfolgreich und attraktiv in ihrer Spielweise für den Zuschauer sein. Nehmen wir es vorweg: 12 Spieltage lang (bis zum Spiel beim HSV) ist dies nicht aufgegangen und erst durch den Wechsel in ein 3-5-2 wurde es zuletzt besser.

In Anfangs favorisiertem 4-1-4-1 war unser FC unterm Strich überfordert, die Spieler hatten genug mit sich selbst zu tun gehabt, eine Dominanz auf den Gegner auszuüben war schlichtweg unrealistisch. Im Gegenteil. Die Gegner hatten im Grunde leichtes Spiel mit dem FC. Ohne echten Spielmacher und ohne echte Idee im Spielaufbau war es leicht für den jeweiligen Gegner, dem FC die Räume zu verschließen. Hinzu kamen technische Mängel bei vielen Spielern hinzu, wodurch in den Aktionen das dringend benötigte Tempo gegen tiefstehende Gegner verloren ging. Und obwohl auf dem Papier nahezu jeder Gegner weniger Qualität besitzt als unser FC, war es für diese leicht, unser Mittelfeld zu überbrücken. Entweder wurde dieses mit einem langen Ball direkt überspielt oder es entstand im Zentrum ein Überzahlspiel für die Gegner.

So war unser FC vorne nicht dominant und hinten jederzeit anfällig.

Der Gegner wiederum konnte unseren FC leicht verteidigen und für sich selbst immer dann für Entlastung sorgen, wenn der FC mal im Ansatz so etwas wie Druck aufgebaut bekam. Es lag an der individuellen Qualität einzelner Spieler, dass unser FC viele Resultate positiv – wenn auch glücklich – gestalten konnte. Stellvertretend hierfür die Siege in Bochum (2:0) und St. Pauli (5:3). Es war einfach kein Zufall, dass in den Spielen gegen die weniger glamourösen Paderborner (3:5), Duisburger (1:2) und Heidenheimer (1:1) zu Hause ein einziger Punkt ergattert werden konnte; in keines dieser Spiele war die Favoritenrolle unseres FC erkennbar, geschweige denn die höhere Kaderqualität.

Am Mittwoch vor dem Spiel gegen Dynamo Dresden saß ich mit Philipp, dem Chefredakteur dieses Magazins, zusammen. Wir unterhielten uns natürlich primär über unseren FC und ich stellte mir dabei wiederholt die Frage, wieso Markus Anfang so stur an seinem 4-1-4-1 festhält, obwohl der Kader in dieser Grundformation auf dem Spielfeld derzeit schlichtweg überfordert ist. Ich fragte, wieso er noch nicht in ein 3-5-2 gewechselt ist, was für diesen Kader logischer ist. „Mensch, das muss er doch als Trainer erkennen!“ waren meine verzweifelten Worte und Gedanken. Und als hätte er unsere Diskussion an jenem Abend mitverfolgt, beschloss Anfang zum Dresden-Spiel seine Grundformation in ein 3-5-2 zu verändern.

Spielsysteme sind relativ. Es ist immer entscheidend, wie ein System auf dem Feld interpretiert wird.

Anfang möchte Dominanz aufbauen, möchte dabei die Flügel nicht hergeben. Im 4-1-4-1 hatte der Gegner jedoch leichtes Spiel diesen Plan zu unterwandern. Der FC stand breit, war im Zentrum jedoch häufig in Unterzahl, da die Mannschaftsteile zum Teil zu weit auseinander standen, und so – wie oben bereits beschrieben, konnte der Gegner sich sehr schnell von den Angriffsversuchen unseres FC befreien. Die technischen Mängel und die fehlenden Ideen im Spielaufbau taten ihr Übriges. Da die Gegner in Liga 2 jedoch regelmäßig über geringere Qualitäten verfügen als unser FC, war es leicht die Schlussfolgerung zu ziehen, dass das 3-5-2 für mehr Stabilität und vielleicht sogar für so was wie Dominanz führen würde.

Die Gegner unseres FC greifen regelmäßig mit sehr wenigen Spielern an. Ein vierter Mann in der Defensivreihe ist vom Grundsatz daher eine Verschwendung. Eine Dreierkette hat zudem den Vorteil, dass die Spieler darin näher zueinanderstehen. Die vom Gegner oftmals gespielten langen Bälle zur Überbrückung des Mittelfeldes können so leichter verteidigt werden.

Ein Fünfermittelfeld dagegen ermöglicht es auch weiterhin breit zu stehen und die Flügel besetzt zu lassen, verengt durch den hinzugekommenen Mann jedoch das Mittelfeldzentrum. Für die Gegner ist es hierdurch schwieriger Überzahl zu erzeugen, erst recht, wenn die Angriffe vorsichtig mit wenig aufrückenden Spielern vorgetragen werden. Da es dem Gegner dann nicht mehr allzu häufig gelingen wird, sich durch Vorstöße in der Defensive zu entlasten, wird dieser in der Regel sich sogar einige Meter tiefer in die eigene Hälfte fallen lassen, um wenigstens die Räume so eng wie möglich zu machen. Das Fünfermittelfeld bietet dann die Chance den Gegner in seiner Hälfte „einzukesseln“. Im 4-1-4-1 wird die Dominanz in der Regel spielerisch, mit Tempo, mit Präzision und mit Wucht in den eigenen Aktionen erzeugt. Im Fünfermittelfeld erzeugt man bei tiefstehenden Gegner Dominanz über die Raumaufteilung, die eigenen Schwächen im Aufbauspiel können so gegen qualitativ schwächere Gegner kaschiert werden.

Da der Gegner tiefer stehen und umso bemühter sein wird die Räume eng zu halten, ist ein zweiter Angreifer erforderlich. Im besten Fall ergänzen sich beide Angreifer derart, dass sie sich gegenseitig regelmäßig die Räume öffnen, indem sie für die gegnerische Defensive durch rotierendes Spiel untereinander und durch die Unterstützung der dann offensiv agierenden Außen im Mittelfeld nicht greifbar sind.

Dass die Spiele gegen Dresden (8:1) und in Darmstadt (3:0) dann klar gewonnen werden, war trotz Systemwechsel dennoch nicht zu erwarten, bestätigt jedoch, dass der aktuelle Kader zu diesem System derzeit besser passt.

Und was hat das jetzt mit Football Leaks zu tun?

Markus Anfang wurde zeitweise trotz Tabellenführung zum Teil stark kritisiert. Armin Veh beschrieb die Stimmung im Umfeld so, als wäre man Zehnter in der Tabelle und nicht Erster. Für mich war es ebenfalls unverständlich, wieso Anfang so lange an einem weniger vorteilhaften System festhielt, so dass auch ich die Entwicklung kritisch verfolgt habe. Die Kritik – egal wie berechtigt oder unberechtigt diese auch sein mag – muss jedoch zwingend relativiert werden. Zum Einen ist Anfang noch nicht allzu lange Profitrainer, so dass man ihm auch zugestehen muss Fehler machen zu dürfen. Lernt er hieraus und zieht die richtigen Schlüsse ist doch alles gut, anders funktioniert das nicht. Auch Guardiola hat einst Fehler gemacht, aus denen er dann seine Schlüsse gezogen hat, auch wenn es dabei nicht um Aufstiege ging, sondern gleich um Meisterschaften. Zum Anderen – und jetzt sind wir endlich bei den Lehren aus Football Leaks – der Fußball ist in den letzten Jahrzehnten um ein vielfaches kommerzieller geworden, als wir bislang hätten vermuten können.

Ein Blick in unseren Ligen zeigt, dass die sogenannten Traditionsmannschaften auf einen stark absteigenden Ast sind. Ob Eintracht Braunschweig, TSV 1860 München, Karlsruher SC, 1. FC Kaiserslautern (jetzt alle 3. Liga) oder der ehemals „unabsteigbare“ HSV und nicht zuletzt unser FC (während der HSV erstmals in Liga 2 ist, sind für unseren FC in den letzten Jahren die Auf- und Abstiege leider zu einer Gewohnheit geworden), all diese Traditionsmannschaften leiden unter der starken Kommerzialisierung des Fußballs. Durch die fehlende Öffnung bzgl. des 50+1-Konstrukts (dies spiegelt jetzt nicht meine Meinung wieder, sondern ist ein Fakt, den es festzuhalten gilt) ist es für neue und alte Investoren leichter „Nicht-Traditionsvereine“ neu zu strukturieren und nach oben zu finanzieren (die bislang erfolgreichsten sind RB Leipzig und TSG 1899 Hoffenheim), als sich in Traditionsvereinen zu engagieren, wo die bereits existierenden Strukturen (und an denen traditionell gehalten wird) für einen Investor eher ein Hindernis als eine Chance darstellen (siehe auch die Schwierigkeiten Kühnes beim HSV).

Es ist daher fast schon unerheblich in was für Spielsysteme sich Traditionsvereine bewegen, die kommerziell nicht hinterherkommen, da der sportliche Niedergang letztlich nur verlangsamt wird. Es fehlt schlichtweg am Geld, um sich qualitativ wieder nach vorn zu entwickeln und wieder konkurrenzfähig auf höchstem Niveau zu werden und es dann auch zu bleiben. Und fehlt die benötigte Qualität, kann auch ein noch so guter Trainer wenig ausrichten. Werden wir uns dieser Entwicklungen nicht bewusst, dann wird ein Trainer stets den Preis dafür zahlen, dass in Traditionsvereinen Anspruch und Wirklichkeit immer mehr auseinanderdriften und die Entwicklung würde durch häufige Trainerwechsel auch nicht unbedingt gefördert werden. Wenn ein Trainer, ein Management also nicht klar ein unlösbares Problem darstellen, dann muss die Antwort von daher Beständigkeit heißen. In diesem Sinne

Come on FC!

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Wer ist heute der Special Guest? Anthony Modeste! https://koelsche-ziege.de/wer-ist-heute-der-special-guest-anthony-modeste/ https://koelsche-ziege.de/wer-ist-heute-der-special-guest-anthony-modeste/#comments Mon, 19 Nov 2018 14:22:08 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=4031

Anthony Modeste ist zurück beim Fc. Freude? Entsetzen? Wut oder einfach nur Erstaunen? Ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll. Doch das Ganze erinnert mich stark an eine Romantikkomödie. Was für ein Drehbuch. Und zwar kein moralüberfrachteter Arthouse-Film mit langatmigen bedeutungsschwangeren Dialogen, bei denen der Kopf viel stärker als das Herz gefordert wird. [...]

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Anthony Modeste ist zurück beim Fc.

Freude?
Entsetzen?
Wut oder einfach nur Erstaunen?

Ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll. Doch das Ganze erinnert mich stark an eine Romantikkomödie. Was für ein Drehbuch. Und zwar kein moralüberfrachteter Arthouse-Film mit langatmigen bedeutungsschwangeren Dialogen, bei denen der Kopf viel stärker als das Herz gefordert wird. Nein, ein herrlich leichter Hollywood-Blockbuster. Tony alias Anthony Modeste (30) und der viel ältere Effzeh (70) lernen sich im Sommer kennen. Trotz der augenscheinlichen Unterschiede passt es. Auch wenn es keine Liebe auf den ersten Kick ist, wird doch nach und nach etwas Ernstes daraus. Sie lernen sich kennen und werden ein eingespieltes Team.

Dann der Bruch.

Auf dem emotionalen Höhepunkt verdreht ihm eine reiche Schönheit aus China den Kopf, wackelt verführerisch mit der Brieftasche und lockt mit ihren Reizen. Tony hört auf falsche Freunde, stürzt sich in eine heiße Affaire. Es fallen unschöne Worte, Autotüren knallen und er lässt den FC allein zurück. Das Ende?

Nein, nicht in Hollywood. Nicht in Köln. Hennes heult sich die Augen aus, lässt sich gehen – und zwar bis in die 2. Liga. Es scheint alles verloren. Doch da merkt Tony, was er an ihm hatte. Es war spürbar anders. Demütig kommt er zurück und nach ersten zarten Annäherungsversuchen, fasst er sich schließlich ein Herz. Der Showdown: Tony geht am großen Abend des FC vor aller Augen auf die Bühne, schnappt sich das Mikrofon und gesteht seine Liebe. Verwunderte Blicke, dann aufbrandender Applaus. Die Kamera fährt über das glückliche Paar, das mit glasigen Augen eng beieinander steht und sich schwört
„mir schwöre dir he op treu und op lier, mir stonn zu dir FC Köööölle“.
Ende.

Soweit der Film, doch wie gehen solche Romanzen nach dem Abspann weiter? Was wird aus dem wieder vereinten Paar? Gipfelt es in einer vertrauensvollen Ehe oder kracht es wieder?

Was mich angeht, ich wünsche den beiden nur das Beste. Auch wenn Tony für einen echten Traumprinz die Aufrichtigkeit fehlt. Mein Herz hängt nun mal am FC und wenn der glücklich ist, bin ich es auch.

„Auf das er Tore sprechen lässt – Anthony Modeste!“

Das ist übrigens ein Gastbeitrag von meinem Kumpel Rene, der irgendwie beim Thema Modeste gerne eskaliert und seinen Senf dazu abgeben muss. Mich stört es nicht 🙂

Foto: Eduard Bopp / fotobopp.de

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Zu schön, um schön zu sein https://koelsche-ziege.de/zu-schoen-um-schoen-zu-sein/ https://koelsche-ziege.de/zu-schoen-um-schoen-zu-sein/#comments Tue, 13 Nov 2018 09:41:30 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=4027

In den letzten Wochen war ja beim FC die Stimmung eher mau. Genau wie meine Meinung über das, was beim FC geschah. Dann war es auf einmal Samstag, Müngersdorf, 13:00 Uhr Irgendjemand hatte behauptet, gegen Dresden gäbe es nur alkoholfreies Bier. Deswegen hatten wir vorgeglüht. Was letztlich nicht notwendig war, die Stimmung aber in keinster [...]

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In den letzten Wochen war ja beim FC die Stimmung eher mau. Genau wie meine Meinung über das, was beim FC geschah.

Dann war es auf einmal Samstag, Müngersdorf, 13:00 Uhr

Irgendjemand hatte behauptet, gegen Dresden gäbe es nur alkoholfreies Bier. Deswegen hatten wir vorgeglüht. Was letztlich nicht notwendig war, die Stimmung aber in keinster Weise negativ beeinflusste. Auch nicht, dass die KVB uns zügig und völlig entspannt nach Müngersdorf brachte. Beim Bier vorm Kuckuck dann noch die Mannschaftsaufstellung. Doppelspitze. Genauso so, wie wir es uns  schon länger gewünscht hatten. Die Hymne verursachte wie gewohnt Gänsehaut. Alles war also gut. Doch wie wir wissen kann der 1. FC Köln aus einem guten Tag ganz schnell einen beschissenen Tag machen. Tatsächlich kann der FC das sogar verdammt gut.

Nicht an diesem Samstag. Die Hymne ist gerade erst verhallt, als das Trömmelche zum ersten Mal ertönte. Wer hatte getroffen. Cordoba natürlich. Auf der Tribüne um uns herum ertönen die ersten. „Ich hab es ja immer gesagt!“ Sicher.

Dann passierte erst einmal nichts, was in Führung liegend gar nicht so verkehrt ist. Und dann traf Simon Terodde. Das hatten in der Tat einige vorher gesagt.

Denn wenn et Trömmelche jeht

Danach ging es entspannt in die Pause. Ein schönes, wenn auch ungewohntes Gefühl.

Die zweite Halbzeit beginnt mit gelb/schwarzem Rauch. Habemus Dresden. Ist zwar verboten, sieht aber sehr geil aus. Als sich der Rauch eine Minute später verzogen hat, nutzt Terodde die freie Sicht für seinen zweiten Treffer.

dann stonn mer all parat

Kurze Zeit später trifft – Wir hatten es ja immer gesagt – wieder Jhon Cordoba.

Cococordoba Cordoba Cococordoba!

Ein klarer Ohrwurm, den ich gerne noch viel öfter hören würde.

Wiederum fünf Minuten schlägt dann unser Kapitän zu.

un mer trecke durch die Stadt

Nochmal fünf Minuten später trifft dann wieder Terodde. (16 Tore am 13. Spieltag sind jetzt echt nicht ganz scheiße. Wollte ich nur mal erwähnen.)

un jeder hätt jesaat

In der 72. Minute beschließt dann Baris Atik.

„Wenn wir hier schon abgeschossen werden, dann schieße ich wenigstens das geilste Tor des Tages!“

Für genau sechs Minuten stimmt das auch, doch dann denkt sich Louis Schaub. „NÖ!“

Sein traumhafter Schlenzer von der Strafraumgrenze bringt den FC auch in dieser Hinsicht wieder in Front.

Kölle Alaaf, Alaaf

Und kurz vor Schluss darf auch Hector noch einmal ran.

Kölle Alaaf

8:1 in Worten acht zu eins und in D-Mark umgerechnet 16:2 hat unser FC Dynamo Dresden verprügelt. Und das nach den traurigen Auftritten der letzten Wochen. Das ist natürlich schön. Wunderschön. Irgendwie sogar zu schön. Zumindest für mich.

Am Ende taten mir die Dresdner leid. Vor allem der arme Torhüter und die Fans. Zugegebenermaßen hatte ich vor dem Spiel keine hohe Meinung von den Dresdner Fans und bin da immer noch kritisch. Aber was die über mehr als 90 Minuten an Support abgeliefert haben war beeindruckend. Vor allem in Anbetracht des Spielstands. Ganz großen Respekt dafür.

Vielleicht wäre mir deshalb ein 6:1 mit dem schönsten Tor für Dresden als Ergebnis lieber gewesen.

Aber wenn sowas in Zukunft meine größten Sorgen in Bezug auf unseren 1. FC Köln sein sollten, könnte ich vermutlich damit leben.

Foto: Eduard Bopp / fotobopp.de

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Systemfehler oder nur ANFANGsschwierigkeiten? https://koelsche-ziege.de/systemfehler-oder-nur-anfangsschwierigkeiten/ https://koelsche-ziege.de/systemfehler-oder-nur-anfangsschwierigkeiten/#comments Wed, 19 Sep 2018 16:38:36 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=4018

Was ich bei Peter Stöger gegen Ende am meisten vermisst habe war ein zu erkennendes Konzept auf dem Platz. Ein Spielsystem mit der man zumindest gegen schwächere Gegner auch mal das Spiel dominieren und kontrollieren kann. Jetzt haben wir Markus Anfang und ein System. Dominanz, Ballbesitz und attraktiven Fußball soll es uns bringen. Also alles [...]

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Was ich bei Peter Stöger gegen Ende am meisten vermisst habe war ein zu erkennendes Konzept auf dem Platz. Ein Spielsystem mit der man zumindest gegen schwächere Gegner auch mal das Spiel dominieren und kontrollieren kann. Jetzt haben wir Markus Anfang und ein System. Dominanz, Ballbesitz und attraktiven Fußball soll es uns bringen. Also alles das, was uns in der letzten Saison fehlte. Das hört sich erst einmal gut an.

Andererseits habe ich zum Thema Spielsystem und Konzepttrainer eigentlich nur zwei Worte zu sagen.

Stale Solbakken

Klar ist es gut alles auf ein Konzept zu setzen, wenn das Konzept aufgeht. Genauso wie es richtig ist, als auf rot zu setzen, wenn dann tatsächlich rot kommt.

Was mich an Solbakken an meisten gestört hat, war gar nicht sein Konzept. Das hörte sich wie bei Markus Anfang in der Theorie sogar ziemlich gut an und er hatte es ja auch bei einem kleineren Verein in einer kleineren Liga bereits erfolgreich umgesetzt. Was mich gestört hat war das absolute Fehlen eines Plan B. Ehrlich gesagt habe ich nie verstanden, ob es diesen aus Arroganz oder mangelnder Kompetenz nicht gegeben hat.

Aber ich weiß noch, wie der FC seine Gegner immer und immer wieder völlig frei flanken ließ. Immer und immer wieder.

Es ist ja nicht so, dass ich Markus Anfang und seinem System keinen Erfolg gönne. Ich fände es sogar fantastisch, wenn es klappen würde. Allerdings gibt mir der Saisonbeginn nicht allzu viel Hoffnung. Von dem groß angekündigten System habe ich nämlich noch nicht viel erkennen können. Was ich aber gesehen habe, waren viele Gegner, die viel zu frei flanken konnten. Und gegnerische Stürmer, die sich in unserem Strafraum viel zu frei bewegen konnten.

Vor allem die Verbindung zwischen Abwehr und dem Rest der Mannschaft scheint überhaupt nicht zu funktionieren. Zehn Gegentore nach fünf Spielen sprechen da eine deutliche Sprache. Sogar der MSV Duisburg auf dem letzten Platz hat weniger Tore kassiert. Klar haben wir auch die meisten Tore geschossen. Aber hier gilt wie auf dem Platz. Das Gesamtbild passt (noch?) nicht. Das sollte sich schleunigst ändern. Doch wie gesagt. Ich habe da meine Zweifel.

Hoffentlich irre ich mich und Markus Anfang belehrt mich eines Besseren. Falls nicht hat er hoffentlich einen vernünftigen Plan B und ist auch bereit, notfalls darauf umzuschwenken. Wobei. Wenn ich noch einmal darüber nachdenke, dann hoffe ich sogar ein bisschen mehr auf Plan B. Denn selbst wenn der Plan funktioniert, die Mannschaft das System verinnerlicht und die zweite Liga dominiert, bleibt es eben die zweite Liga. In welcher Köln ohne jeden Zweifel eine der Topmannschaften ist. Und für Topmannschaften scheint mir dieses System durchaus geeignet. Diese zweite Liga würden und wollen wir dann aber verlassen.

Wir würden uns also in der Bundesliga wiederfinden. Mit einer Mannschaft, die ein System verinnerlicht hat, um schwächere Gegner zu dominieren. Wer soll das in der ersten Liga sein? Und ich mag mir auch gar nicht vorstellen, wie es ausgehen würde, wenn wir es mit diesem System und unserem Kader gegen die Bayern probieren.

Deswegen bin ich gegen ein striktes System und für mehr Flexibilität.

Foto: Eduard Bopp / fotobopp.de

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Die kölsche Ziege war eine Weile offline. Das lag zum Teil an den neuen Datenschutzbestimmungen. Zu einem nicht unerheblichen Teil aber auch an mangelnder Motivation. Ihr versteht sicher, warum. Vor vielen Jahren schrieb ich mal einen Beitrag mit dem Titel. Warum der Kölner keine Domina braucht. Damals hatten wir uns fast schon gewöhnt an das [...]

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Die kölsche Ziege war eine Weile offline. Das lag zum Teil an den neuen Datenschutzbestimmungen. Zu einem nicht unerheblichen Teil aber auch an mangelnder Motivation. Ihr versteht sicher, warum.

Vor vielen Jahren schrieb ich mal einen Beitrag mit dem Titel.

Warum der Kölner keine Domina braucht.

Damals hatten wir uns fast schon gewöhnt an das permanente Leiden. Abstieg, Aufstieg und dann das Ganze wieder von vorn. Wir litten, aber wir wussten, worauf wir uns einließen. Eben wie bei einer Domina. Doch dann wurde die Domina #effzeh lieb und schlug uns nicht mehr. Stattdessen gab sie uns Liebe. Nicht nur für ein Jahr wie in der schlechten alten Zeit. Stattdessen schien der 1. FC Köln endlich wieder eine längerfristige Beziehung mit der ersten Bundesliga einzugehen. Eben wie in der guten alten Zeit.

Die Qualifikation für Europa setzte dem Ganzen dann die Krone auf und versetzte uns auf Wolke sieben. Es war Liebe, es war Glückseligkeit, es war einfach nur schön. All das wurde dann mit einem brutalen und kompromisslosen Tritt in die Eier beendet. Und nachdem ich mich schon so an Kuscheln statt Sado-Maso gewöhnt hatte, musste ich damit erst einmal klarkommen.

Weh tut es immer noch und ich bin auch sicher noch nicht darüber hinweg. Aber ich habe es akzeptiert. Und ich weiß, dass solche Höhen und Tiefen zum 1. FC Köln dazugehören. Denn Durchschnitt zu sein liegt dem Kölner und insbesondere dem FC überhaupt nicht. Das ist mit ein wenig Abstand betrachtet zwar immer noch schmerzhaft aber immer noch besser als ein langweiliger 08/15 Club zu sein.

Deswegen geht die Ziege jetzt auch wieder online und der FC macht einen Neustart in der zweiten Liga. Eines macht mir dabei Hoffnung.

Als wir mit der Kölschen Ziege im Jahr 2012 zum ersten Mal online gingen, war der #effzeh auch gerade in die zweite Bundesliga abgestiegen. Sechs Jahre später spielten wir in London.

Freuen wir uns also auf das Jahr 2024.
Dann sehen wir uns in Mailand.  

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Schon lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Das liegt neben meiner Faulheit vor allem am 1. FC Köln. Meinem Verein, dem besten Verein der Welt. Einem Verein, dem ich jetzt seit mehr als 30 Jahren als Fan die Treue halte. Ich erinnere mich an Spieler wie Ilgner, Litti und Icke genauso wie an Donkov, [...]

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Schon lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Das liegt neben meiner Faulheit vor allem am 1. FC Köln.

Meinem Verein, dem besten Verein der Welt.

Einem Verein, dem ich jetzt seit mehr als 30 Jahren als Fan die Treue halte. Ich erinnere mich an Spieler wie Ilgner, Litti und Icke genauso wie an Donkov, Voigt und Cichon.

In den letzten 30 Jahren hat der 1. FC Köln wenige Höhen und viele Tiefen durchschritten.

Es gab Vizemeisterschaften, DFB-Pokalfinale, Halbfinale im Uefa-Cup, Abstiege, Aufstiege, Sandhausen und Meppen, München und Turin. In 30 Jahren passiert halt eine ganze Menge und bei einem Verein wie dem 1. FC Köln eben noch viel mehr.

Gefühlt war das Jahr 2017 ungefähr wie 30 Jahre FC-Fan sein.

Da war ja alles drin. Wir starten als solider, seriöser Verein, der sich ein ganz kleines bisschen Hoffnung machte, vielleicht bald wieder international zu spielen. Verdient hätten wir es nach der Rückrunde nicht, aber sonst wollte ja keiner.

Bähm! Platz fünf! Europa! Euphorie! Eskalation! Womit? Mit Recht!

Natürlich bin ich auch eskaliert. Aber kaum dass ich ein paar Tage später wieder nüchtern war, wurde mir etwas klar.
Europa war nur eine Momentaufnahme. Viel wichtiger war, dass der 1.FC Köln wieder ein feiner Club geworden war, wie der Tünn immer so schön sagt. Alles schien zu passen. Sportlicher Erfolg, dazu fantastische Stimmung. Ob bei den Fans, innerhalb der Mannschaft, zwischen Team und Trainer, zwischen Trainer und Manager…

Man kam sich schon fast vor wie im Li-La-Laune-Land. Mir war schon klar, dass dies nicht ewig so weitergehen würde.

Aber ich war mir zwei Dinge sicher.
Erstens: Der FC steigt nicht ab
Zweitens: Dieser Verein fällt so schnell nicht auseinander!

Ich befürchte, ich habe mich in beiden Punkten getäuscht. Und noch etwas ist mir klar geworden. Der zeigte Punkt trifft mich härter. Schmadtkes Abgang war schon hart, hatte aber wohl seine Gründe. Aber die Entlassung von Peter Stöger hat in mir und dem Verein etwas kaputt gemacht. Die Art, der Zeitpunkt. Da stimmte nix. Momentan ist der 1.FC Köln jedenfalls kein feiner Club mehr und das stimmt mich noch trauriger als der sportliche Misserfolg.

Lange habe ich überlegt und stehe dazu:
Ich wäre lieber mit Peter Stöger als feiner Club in die zweite Liga gegangen als das.

Aber ich darf weder entscheiden, was beim FC geschieht, noch ob der FC mein Verein bleibt. Beides sind Fakten mit denen ich leben muss. Auch 2018. Mit neuem Trainer und neuem Manager. Die hoffentlich mehr Glück haben, als ihre Vorgänger im letzten halben Jahr.

Möge der FC wieder ein feiner Club werden und vielleicht sogar das Wunder schaffen.

Foto: Herbert Bucco / upgradecologne.de

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