Gestern stand für den 1.FC Köln das Spitzenspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth an. Die Chance, in einem sogenannten Sechspunktespiel den Abstand auf den aktuell härtesten Verfolger zu vergrößern. Big Points waren angesagt.

Und alles sprach für den EFFZEH. Unsere Mannschaft hatte es nach der Auftaktniederlage gegen Paderborn geschafft, wieder einigermaßen in die Spur zu kommen. Und während unsere Sieggarantie früher Nova hieß, sollte es jetzt der Noro richten. Der sogenannte Norovirus hatte nämlich in Fürth zugeschlagen. Die tz München die am Freitag komplett auf Bairisch erschien, beschrieb die Folgen für Greuther Fürth wie folgt.

13 Spieler und Trainer bei Greuther Fürth ham d Scheißerei. A Training hods gestern koans gebn. Wohers kimmt, woaß koana. Fürth spuit am Montag in Köln. tz München, 21.02.2014

Die Kölsche Ziege sagt: Erst wurde gespäut, dann wurde gspuit.

Jeder, der schon einmal einen viralen Brechdurchfall überstanden hat, weiß dass man danach aufgrund der ganzen Scheißerei ziemlich am Arsch ist. Und abgesehen von den körperlichen Folgen, war es für die Fürther natürlich auch fast unmöglich sich normal auf dieses Spiel vorzubereiten.

Und trotzdem hat es für den 1.FC Köln nicht gereicht. Ich erspare mir eine Spielzusammenfassung und auch Klagen über die zumindest zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen vor dem Tor und Timo Horns viel zu zaghaftes Einschreiten bei dem selbigen. Sowas ist bitter, kann aber in jedem Spiel passieren.

Aber in einem solchen Spiel darf das keine derartigen Konsequenzen haben. Da müsste der Sack längst zu sein und ein unnötiges Gegentor wäre eben kein Verlust von zwei Punkten, sondern eben nur ein unnötiges Gegentor. Aber dafür muss der 1.FC Köln mehr tun. Kampf ist nicht alles, aber wie kann es sein, dass ich gegen Ende des Spiels vom Reporter hören muss, dass die Kölner Mannschaft fünf Kilometer weniger gelaufen ist als ein Gegner, der geschwächt angereist war.

Klar hat Köln das Spiel kontrolliert und es sah ja auch lange so aus, als würde das zu einem glücklichen wenn auch glanzlosen Ende führen. Allerdings sah es auch nicht zwingend so aus, als wäre das zweite und wohl entscheidende Tor nur eine Frage der Zeit. Und ich finde, dass sollte man vom auch selbsternannten Aufstiegskandidaten Nummer eins erwarten können. Aber irgendwas fehlt dafür offensichtlich momentan in der Mannschaft. Und da dies zumindest meiner Meinung nach in diesem Kader keine Frage der Qualität ist, frage ich mich, was es ist. Peter Stöger fragt sich vermutlich genau dasselbe und findet hoffentlich bald die Antwort darauf.

Denn auch wenn es in der Tabelle fast ein wenig so aussieht, als wäre der 1.FC Köln das Bayern München der zweiten Liga, liegt das vor allem daran, das sich alle anderen noch dümmer anstellen.

Foto: Eduard Bopp / upgradecologne.de

2 Kommentare

  1. Alex

    Danke für das tz München Zitat, herrlich! 😀
    Ja, leider hat es nicht gereicht. Und dennoch stehen wir mehr oder minder genauso gut da wie vor dem Spiel. Vielleicht tut es ja im Endeffekt auch gut, denn nicht dass einige nach einem 9-Punkte-Vorsprung schon einen Gang rausgenommen hätten. Unsere Kerls müssen noch ranklotzen, damit das mit dem Aufstieg klappt. Und genau das müssen sie nun auch nach dem gestrigen Unentschieden.
    Und ja, die Kölner bekamen 2x „keine“ Gelbe Karte. Der Freistoß vor dem Fürth-Tor war keiner und dann gab es ja auch noch in der gleichen Szene Abseits… tja, schade. Aber so kann es gehen. Wäre es für uns so glücklich ausgegangen, hätten wir des Schiris Entscheidung dankend angenommen. So aber… schade eben, aber dennoch sollte es kein Beinbruch sein in Richtung Oberhaus!

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    • Kölsche Ziege [philtek]

      Bayern sind schon ein seltsames Völkchen 🙂
      Was das Spiel angeht, hat es der effzeh ja leider umgekehrt gegen Aue wiederholt.
      Aber dann muss es eben drei Punkte für den Aufstieg geben.
      Gruß
      philtek

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Über den Autor

Philipp Tekampe (philtek): Elf Tage älter als Ronaldo (der echte, nicht Cristiano) und sogar 15 Tage älter als Michael Ballack aber dafür auf den Tag genau 31 Jahre jünger als der Kaiser Franz Beckenbauer. Damit im perfekten Alter, um das Geschehen nicht mehr aktiv zu bestreiten, sondern vom Seitenrand zu kommentieren. Als Blogger, Schriftsteller und PR-Texter gibt er seinen Senf auch zu anderen Themen ab.

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