Leverkusen – Kölsche Ziege https://koelsche-ziege.de Eine weitere WordPress-Seite Sat, 30 Jan 2021 16:03:20 +0000 de hourly 1 Derbysieg! Derbysieg? Derbysieg! https://koelsche-ziege.de/derbysieg-derbysieg-derbysieg/ https://koelsche-ziege.de/derbysieg-derbysieg-derbysieg/#comments Mon, 09 Nov 2015 08:00:25 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3454

Roger Schmidt sieht so aus, als würde er am liebsten weinend zu seiner Mama rennen, weil ihn der gemeine Nachbarspeter schon wieder beim Spielen besiegt hat. Tante Käthe kann sich nur durch das Betatschen hilfloser Frauenarme von einer inneren Kernschmelze abhalten. Und Jörg Schmadtke erzählt ganz entspannt, als wäre er als Kind in den Kölschtopf [...]

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Roger Schmidt sieht so aus, als würde er am liebsten weinend zu seiner Mama rennen, weil ihn der gemeine Nachbarspeter schon wieder beim Spielen besiegt hat.

Tante Käthe kann sich nur durch das Betatschen hilfloser Frauenarme von einer inneren Kernschmelze abhalten.

Und Jörg Schmadtke erzählt ganz entspannt, als wäre er als Kind in den Kölschtopf gefallen, dass ein Sieg letztlich vor allem drei Punkte bedeutet.

Im Leverkusener Spielzeugstadion hört man auch nach dem Spiel nur die Fans des 1. FC Köln.

Ne, was kann die Welt schön sein. Vor allem nach einem Derbysieg.

Derbysieg! Derby? Gegen Leverkusen?

Viele sagen ja, ein Spiel gegen die Pillen wäre gar kein echtes Derby. Aus meiner Sicht ist es eins und die gezeigten Emotionen nach dem Sieg haben gezeigt, dass ich mit dieser Einschätzung nicht alleine bin.

Also ein Derbysieg. Ein verdienter noch dazu.

Mit Dominic Maroh als ungewohnten Doppeltorschützen. Man hätte es anhand der Aufstellung ahnen können. In der Innenverteidigung: Ein DOMinic neben einem DOMinique.

Was könnte die albernen Ritter des Bayerkreuzes besser stoppen als ein doppelter Kölner Dom?

Und sie stoppten die Leverkusener nicht nur. Denn unser Kölner DOMinic Maroh schoss auch noch zwei Tore. Nach Standards! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Was ich getan habe. Live vor der Großleinwand, noch einmal in der Sportschau, danach im Sportstudio und weil es so schön war auch noch einmal auf Youtube und in diversen Mediatheken. Wie gesagt, lasst es Euch auf der Zunge zergehen. Es lohnt sich, denn der Geschmack auf der Zunge ist verdammt gut.

Es schmeckt nach Derbysieg!
Und was twitterte ich vor dem Spiel

Also ich bin im Happyland angekommen.

Danke an Dominic Maroh, danke an Peter Stöger, danke an den 1. FC Köln!

Foto: © Eduard Bopp / www.ligafoto.de

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Auswärtspunkt in Unterzahl https://koelsche-ziege.de/auswaertspunkt-in-unterzahl/ https://koelsche-ziege.de/auswaertspunkt-in-unterzahl/#comments Mon, 27 Apr 2015 09:02:58 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3037

Auswärtspunkt? Unterzahl? Nicht für den 1. FC Köln, aber für mich. Im Selbstexperiment habe ich das Spiel nämlich in Leverkusen gesehen. Also auswärts. Und zwar nicht allein, sondern mit Leverkusenfans. Die gibt es tatsächlich und sind eigentlich ziemlich nett. Wir sitzen zu dritt auf dem Sofa. Die Stimmung ist also vergleichbar mit der in der [...]

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Auswärtspunkt? Unterzahl? Nicht für den 1. FC Köln, aber für mich.
Im Selbstexperiment habe ich das Spiel nämlich in Leverkusen gesehen. Also auswärts. Und zwar nicht allein, sondern mit Leverkusenfans. Die gibt es tatsächlich und sind eigentlich ziemlich nett.

Wir sitzen zu dritt auf dem Sofa. Die Stimmung ist also vergleichbar mit der in der Bye-Bye-Arena.

Die beiden anderen sind Fans der Pillen, daher bin ich in Unterzahl.

Der erste Sieg geht trotzdem an mich. Es gibt Kölsch. Was auch sonst? Etwa Leverkusenerisch?

Bald geht es los.
Die Hymne wirkt erstaunlich leise, die Leverkusener Fans erstaunlich laut.
Liegt das an den Mikrofonen von Sky oder an den leeren Blöcken der Südtribüne und der fehlenden Ultraunterstützung? Was es auch ist, mir ist es vor den Leverkusenern peinlich. Muss man doch realistisch zugeben, dass der Effzeh den Pillen momentan vor allem außerhalb des Platzes Paroli bieten kann. Oder zumindest sollten wir das können.

Dann wird gespielt.
Leverkusen spielt nicht gut, wirkt aber überlegen. Trotzdem passiert erst einmal nicht viel. Erste Aufregung bei uns in der 25 Minute. Son fällt im Strafraum und der Schiri pfeift. Nur was? Wir haben alle nicht hingeschaut, aber unparteiisch wie wir sind, fordern zwei sofort Elfmeter, während ich mich sicher bin, dass es eine Schwalbe war. Ich habe Recht und nach der Zeitlupe gibt es keine Gegenmeinung. Dann kehrt wieder Ruhe ein.

Bis zur 41. Minute. Diesmal waren wir alle aufmerksam. Und wir sind uns alle sicher.
Zwei schreien: Klarer Elfer!
Einer: Schwalbe, aber sowas von!

Wieder behalte ich recht, was die beiden anderen nach der Zeitlupe auch ohne zu zögern zugeben. Schiedsrichter Aytekin hat keine Zeitlupe und entscheidet wie ein Leverkusener. Nach dem nicht gegebenen Elfer im Hinspiel jetzt das?

Egal, Leverkusen hat die Schiedsrichter und wir Timo Horn. Klasse Parade, auch wenn man zugeben muss, dass Hakan Calhanoglu einen ruhenden Ball wohl nur ins Tor kriegt, wenn mindestens eine Mauer im Weg steht. Pause, Mundabwischen und neues Kölsch holen.

In der zweiten Hälfte erstmal nichts Neues. Beim Effzeh probiert es immer wieder Risse, Leverkusen zeigt nicht gerade ernsthaften Drang und Qualität, sich für die Champions League zu qualifizieren. Dann trifft auf einmal der eingewechselte Julian Brandt. Nicht direkt aus dem Nichts, aber auch kein Tor, das sich angebahnt hatte. Einfach gut gemacht. Meine zwei fehlgeleiteten Sofanachbarn jubeln, sind aber aus mir unerklärlichen Gründen pessimistisch. Bald merke ich warum.

Der 1. FC Köln drückt. Zählbares kommt nicht dabei herum, dafür Konterchancen für die Pillen. Zum Glück haben sowohl Bellarabi als auch Calhanoglu einen rabenschwarzen Tag erwischt. Und dann hilft erstaunlicherweise auch noch Aytekin. Das war niemals ein Stürmerfoul von Bellarabi an Brecko in der 69. Minute. Kann man natürlich trotzdem pfeifen, weil es gegen Leverkusen geht. Sehen zwei andere auf dem Sofa erstaunlicherweise nicht so unparteiisch wie ich. Wichtig ist, dass kein Tor fällt. Denn ein null zu zwei, und da sind wir uns ausnahmsweise einig, würde das Spiel entscheiden.
Stattdessen in der 83. Minute Risse (wer sonst) auf Ujah, der leitet per Kopf weiter auf El Barto Finne und der vollstreckt so kühl wie sein Heimatland. Ganz großes Kino. Schweigen neben mir auf dem Sofa. Erstaunlicherweise will niemand mit mir abklatschen.
Ebenfalls überraschend. Scheinbar ist der 1. FC Köln jetzt mehr am Sieg interessiert als Bayer Leverkusen. Vor allem Risse, der es sogar mal von der Mittellinie probiert.

Doch es bleibt beim Unentschieden. Damit haben die Pillen Platz vier sicher und wir wohl nur noch rechnerisch mit dem Abstieg zu tun.
Zumindest auf dem Kölner Platz und dem Leverkusener Sofa endet das Spiel also schiedlich und friedlich unentschieden. Das fühlt sich zumindest für mich fast wie ein Sieg an. Beim nächsten Mal möchte ich das aber wieder mit jemandem genießen, der sich mit mir freut.

Foto: © Herbert Bucco / upgradecologne.de

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