Pierre Littbarski – Kölsche Ziege https://koelsche-ziege.de Eine weitere WordPress-Seite Sat, 30 Jan 2021 16:03:20 +0000 de hourly 1 Ecke Litti, Volley Icke, Tor – Kleine Helden, große Momente https://koelsche-ziege.de/ecke-litti-volley-icke-tor-kleine-helden-grosse-momente/ https://koelsche-ziege.de/ecke-litti-volley-icke-tor-kleine-helden-grosse-momente/#comments Tue, 13 Jun 2017 08:51:26 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3920

Es war einmal Ende der Achtziger oder Anfang der Neunziger. Meine Erinnerung ist da etwas vage und eine kurze Internetrecherche half auch nicht weiter. Zeit und Ort sind aber auch völlig irrelevant. Es geht um das, was passierte. Was passierte? Zwei kleine Männer leisteten Großes! Pierre Littbarski steht bereit, um die Ecke von der linken [...]

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Es war einmal Ende der Achtziger oder Anfang der Neunziger.

Meine Erinnerung ist da etwas vage und eine kurze Internetrecherche half auch nicht weiter. Zeit und Ort sind aber auch völlig irrelevant. Es geht um das, was passierte.
Was passierte?
Zwei kleine Männer leisteten Großes!

Pierre Littbarski steht bereit, um die Ecke von der linken Seite treten. Thomas Häßler lauert an der rechten Strafraumgrenze.

Litti flankt,
Häßler nimmt ihn volley und knallt ihn ins Tor.

Das war nicht mehr einfach nur Fußball. Das war Poesie auf Rasen, Kunst am Ball. Für mich neben Dribblings von Maradona damals das Größte was es im Fußball gab. Geschaffen von zwei kleinen Männern, die für den tollsten Verein der Welt aufliefen. Meinen Verein.
Und diese wundervolle Ecke war kein Zufall, sondern genauso geplant. Denn es geschah nicht nur einmal, sondern mehrfach. Wenn auch vermutlich nicht so oft, wie es mir meine begeisterten Kindheitserinnerungen vorgaukeln. Bei uns hieß das nur die Häßler-Litti-Ecke und wir verbrachten ganze Nachmittage mehr oder weniger erfolgreich damit, das Ganze auf dem Bolzplatz nachzustellen.

Die jüngere Fangeneration mag denken, Thomas „Icke“ Hässler sei nur ein Teilnehmer des Dschungelcamps und Pierre „Litti“ Littbarski ein nicht besonders erfolgreicher Trainer bzw. Scout.
Doch für meine Generation sind die Kleinen die Größten.
Helden!

Wer wissen will warum, der möge sich diese Videos anschauen. Und wer schon weiß warum, der sollte sie erst recht ansehen. Weil es einfach immer wieder schön ist.

Starten wir mit Icke. Da gibt es am Anfang auch ein paar der Ecken, die ich erwähnt habe. Aber auch der Rest des Videos ist lohnenswert.
YouTube Video

Mein noch größerer kleiner Held war damals aber Litti. Deswegen darf auch ein Video von ihm nicht fehlen.

YouTube Video

Foto: © Herbert Bucco / upgradecologne.de

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Hennes Weisweiler vor der Verpflichtung von Pierre Littbarski https://koelsche-ziege.de/hennes-weisweiler-vor-der-verpflichtung-von-pierre-littbarski/ https://koelsche-ziege.de/hennes-weisweiler-vor-der-verpflichtung-von-pierre-littbarski/#comments Thu, 11 Jun 2015 10:30:47 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=1110

Nach den Abgängen von Anthony Ujah und Kevin Wimmer kümmert sich Jörg Schmadtke momentan um Ersatz beziehungsweise Verstärkungen für unseren 1. FC Köln. Das bedeutet jede Menge Scouting, Spielerbeobachtung und vor allem intensive Absprachen mit Trainer Peter Stöger. Auch früher in der guten alten Zeit wurden solche Transfers natürlich zwischen Trainer und Manager besprochen. Wenn [...]

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Nach den Abgängen von Anthony Ujah und Kevin Wimmer kümmert sich Jörg Schmadtke momentan um Ersatz beziehungsweise Verstärkungen für unseren 1. FC Köln. Das bedeutet jede Menge Scouting, Spielerbeobachtung und vor allem intensive Absprachen mit Trainer Peter Stöger.
Auch früher in der guten alten Zeit wurden solche Transfers natürlich zwischen Trainer und Manager besprochen.
Wenn auch offensichtlich nicht so intensiv.

So soll Hennes Weisweiler folgendes geantwortet haben, als ihm sein Manager Karl-Heinz Thielen von einem aufstrebenden Berliner Talent namens Pierre Littbarski erzählte.

Is ett´ wenigstens ne Stürmer – dann nemme m´r der!Hennes Weisweiler, 1978

Und was für ein Stürmer der kleine Mann war.
So ein Talent kann Schmadtke auch gerne aus dem Hut zaubern.
Wir sind gespannt.

Grafik: © Kölsche Ziege [wenty]

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Mein erstes Mal https://koelsche-ziege.de/mein-erstes-mal/ https://koelsche-ziege.de/mein-erstes-mal/#comments Sun, 19 Apr 2015 15:30:52 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3018

In mancher Hinsicht ist es schön, nicht mehr so jung zu sein. Denn als ich das erste Mal ein Spiel des 1. FC Köln live im Stadion erlebte, hieß dieses noch Müngersdorfer Stadion, war ein weites Rund und kein eckiges Schmuckkästchen. Und der Effzeh war eine der Topmannschaften Deutschlands. Unser Trainer war niemand anders als [...]

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In mancher Hinsicht ist es schön, nicht mehr so jung zu sein. Denn als ich das erste Mal ein Spiel des 1. FC Köln live im Stadion erlebte, hieß dieses noch Müngersdorfer Stadion, war ein weites Rund und kein eckiges Schmuckkästchen. Und der Effzeh war eine der Topmannschaften Deutschlands.
Unser Trainer war niemand anders als Christoph Daum, der damals seinen Beinamen „Messias“ noch völlig zu Recht trug und ich glaubte tatsächlich noch, er würde uns und den Effzeh ins Paradies zu führen. Die Jünger beziehungsweise Spieler hatte er dafür.

Bodo Illgner stand im Tor und widerlegte immer wieder den Begriff „unhaltbar“.

Unsere Abwehrrecken Paul Steiner und Jürgen Kohler hätten mit Ihren Schienbeinen Stahlplatten zertrümmern können, setzten ihre Superkräfte aber für das Gute ein. An Ihnen kam entweder der Gegner vorbei, oder der Ball. Aber niemals beide.

Im Mittelfeld zauberten Pierre Littbarski und Icke Häßler ihren Gegnern Knoten in die Beine. Wenn sie nicht gerade durch diese Beine hindurchliefen. Wahrscheinlich fand ich die beiden auch deshalb so toll, weil nicht größer waren als ich damals als Kind.

Im Sturm hatten wir Kaliber wie Falko Götz und Flemming Povlsen. Der Falko war zwar schöner, den Flemming mochte ich irgendwie lieber. Tore schießen konnten sie beide. Am Ende getroffen hat aber Thomas Allofs, doch dazu später.

plakat_1_fc_koeln_vfl_bochum_bundesliga_1988

Gegner bei meinem ersten Mal war übrigens der VFL Bochum und ich muss ungefähr zehn Jahre alt gewesen sein. Tatsächlich fand das Spiel am Dienstag den 16.08.1988 statt. Gut, dass im Internet weniger verloren geht, als in meinem Gedächtnis.
Ich war also, wie ich es damals wohl bezeichnet hätte „schon fast zwölf“.

Erstaunlicherweise begann das Spiel in der Woche um 20:00 Uhr und meine Eltern erlaubten mir den Stadionbesuch trotzdem.
(kurzes googlen ergab: es waren Sommerferien. Alles andere hätte mich bei meinen Eltern auch gewundert.)
Weder den späten Termin noch die Ferien hatte ich noch auf dem Schirm. Was vermutlich daran liegt, dass es schon über 25 Jahre her ist. Auch sonst stimmen meine Erinnerung und die Fakten nur bedingt überein.

In meiner Erinnerung hatten sich ungefähr vier Millionen Zuschauer ins Müngersdorfer Stadion gequetscht. Unglaubliche Menschenmassen jedenfalls. Nicht wie bei den ASV-Sportfesten, die ich als Kind im Stadion besucht hatte. An jenem Dienstag im Jahr 1988 merkte ich, wem dieses Stadion wirklich gehörte. Dem einzigartigen 1. FC Köln. Da war kein freundlicher respektvoller Applaus wie bei der Leichtathletik. Das waren echte Emotionen. Das Stadion kochte, war bis zum letzten Platz gefüllt und stand wie ein Mann hinter seinem Team.
In meiner Erinnerung.

In der Realität verirrten sich laut Internet gerade einmal 18.000 Zuschauer ins weite Rund des damals noch über 60.000 Fans fassenden Müngersdorfer Stadion. Ich bin mir aber sicher, dass der vier Meter große Hooligan hinter uns auch in der Realität mit ungefähr 400 Schals behangen war und Tim Wiese gegen ihn wie eine Primaballerina ausgesehen hätte. Von diesem Ungetüm lernte ich viele neue Schimpfwörter und dass grundsätzlich jede Mutter eines Spielers der gegnerischen Mannschaft im horizontalen Gewerbe tätig war. Was das tatsächlich bedeutete, würde ich erst später in meinem Leben wirklich verstehen. Aber ich lernte an diesem Tag außer unflätigen Ausdrücken auch etwas sehr wichtiges.

Steh zu 100 Prozent hinter Deiner Mannschaft! 

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Pierre Littbarski und die Fremdwörter https://koelsche-ziege.de/pierre-littbarski-und-die-fremdwoerter/ https://koelsche-ziege.de/pierre-littbarski-und-die-fremdwoerter/#comments Thu, 15 Aug 2013 07:19:03 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=773

Pierre „Litti“ Littbarski hatte abgesehen von seinen legendären O-Beinen zwar den Körperbau eines Einlaufkindes, war aber trotzdem ein ganz Großer. Nicht umsonst wurde er bei Switch mit der legendären Pierre Littbarski Berufsschule verewigt. Nur mit den Fremdwörtern hatte es unser Litti offensichtlich nicht so. In der ersten Halbzeit haben wir ganz gut gespielt, in der [...]

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Pierre „Litti“ Littbarski hatte abgesehen von seinen legendären O-Beinen zwar den Körperbau eines Einlaufkindes, war aber trotzdem ein ganz Großer. Nicht umsonst wurde er bei Switch mit der legendären Pierre Littbarski Berufsschule verewigt. Nur mit den Fremdwörtern hatte es unser Litti offensichtlich nicht so.

In der ersten Halbzeit haben wir ganz gut gespielt, in der zweiten fehlte uns die Kontinu… äh, die Kontuni… ach scheiß Fremdwörter: Wir waren nicht beständig genug.
Pierre Littbarski

Doch was interessieren mich seine rhetorischen Fähigkeiten.

Wichtig ist und war auffem Platz.

Und genau dort hat der kleine Mann nicht nur unzählige Gegner schwindelig gespielt, sondern auch jede Menge Tore geschossen. Also genau das was heute fehlt.

Allein der Gedanke an Litti und seinen kongenialen Zwergenpartner Icke Häßler erscheint mir gerade wie ein perfektes Sinnbild für den Ausspruch.

Die gute alte Zeit

Grafik: © Kölsche Ziege [wenty]

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