Kaiserslautern – Kölsche Ziege https://koelsche-ziege.de Eine weitere WordPress-Seite Sat, 30 Jan 2021 16:03:20 +0000 de hourly 1 Als Fohlen geboren. Zum Geißbock geworden. https://koelsche-ziege.de/als-fohlen-geboren-zum-geissbock-geworden/ https://koelsche-ziege.de/als-fohlen-geboren-zum-geissbock-geworden/#comments Thu, 17 Sep 2015 07:57:07 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3329

Viele von Euch kennen Alex vom offenen Blog schon von seinen regelmäßigen Kommentaren hier auf der Kölschen Ziege. Im Gegensatz zu uns ist Alex kein Kölner und deswegen nicht durch seine Gene zum FC-Fan geworden. Tatsächlich war er sogar in falscher Hinsicht fußballgenetisch vorbelastet. Wie er trotzdem zum FC-Fan wurde könnt Ihr hier nachlesen. Und [...]

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Viele von Euch kennen Alex vom offenen Blog schon von seinen regelmäßigen Kommentaren hier auf der Kölschen Ziege. Im Gegensatz zu uns ist Alex kein Kölner und deswegen nicht durch seine Gene zum FC-Fan geworden. Tatsächlich war er sogar in falscher Hinsicht fußballgenetisch vorbelastet. Wie er trotzdem zum FC-Fan wurde könnt Ihr hier nachlesen. Und wann würde dieser Beitrag besser passen, als kurz vor dem Derby. Viel Spaß

Geboren als Sohn eines Gladbach-Anhängers, der wiederum durch seinen Vater zum Fohlen-Fan wurde. Somit war auch ich prädestiniert ein solcher zu werden, doch es sollte anders kommen.

Mein erster Besuch in einem Stadion war in der Saison 1990/91 am 34. und letzten Spieltag. Am 15. Juni 1991 um 15:30 war Anpfiff zwischen Köln und Kaiserslautern im legendären Müngersdorfer Stadion. Ein Dankeschön an dieser Stelle an meinen Vater, hätte er mich doch auch zu einem Gladbach-Leverkusen Spiel mitnehmen können.

Meine Erinnerungen an das damalige Spiel sind allerdings vage, da ich damals als kleiner Junge dabei war. Dennoch haben sie mich geprägt. Mit roten Schals am Auto, auf der Rückfahrt mit einer neu gekauften rut-un-wiessen Fahne, auf der alle gewonnenen Pokale und Meisterschaften aufgelistet waren. Die glorreiche Zeit des großen FC.

Doch anstelle in Zeiten zu schwelgen, in denen ich noch nicht einmal geboren war, wieder zurück ins Jahr 1991.

Ich erinnere mich an feiernde Menschen auf den Straßen, Auto-Korso, Gehupe. Es wurde gefeiert, obwohl unser Effzeh gnadenlos mit 2:6 unterging. Während des Spiels kullerten mir Tränen die Wange runter. Wie ich aus Recherchegründen für diesen Artikel rausgefunden habe, waren damals von 55.000 Zuschauern rund 40.000 Gästefans im Stadion – ein Gäste-Zuschauerrekord und somit auch kein Wunder, dass die Stimmung außerhalb vom Stadion nach dem Spiel so hervorragend war. Kaiserslautern feierte nämlich die Meisterschaft, Köln landete auf Rang 7.

Und nach noch anfänglichen Tränen im Stadion, feierte auch ich am Ende dann doch noch auf der Straße und im Auto mit, samt FC-Fahne und Schal. Stolz bei einem Stadionbesuch dabei gewesen zu sein. Auf dem Platz Idole wie Illgner, Littbarski, Mucki Banach und andere gesehen. Ein Erlebnis das hängengeblieben ist. Genauso wie ich am FC. Unserem Effzeh.

Zurück in der Heimat habe ich in meiner Schulzeit die Jungs um mich herum ebenfalls mit dem FC-Virus infiziert. Dies jedenfalls bekam ich in einem Abschlussklassen-Konveniat dieses Jahr, 24 Jahre nach und fast 200km von meinem ersten Stadionerlebnis entfernt, von drei alten Schulkameraden mit auf den Weg:

Wegen dir sind wir FC Fans!“

Schön, wenn man auch andere um einen herum für einen solch tollen Verein begeistern kann. Einem von den besagten drei Kumpels habe ich letztes Jahr sogar noch die FC-Mitgliedschaft zum Geburtstag geschenkt. Dieses Jahr bekam ich als Retourkutsche das Heimat-Trikot geschenkt.

So liegt ein Werdegang hinter mir, den man so nicht hätte erahnen können:

Als Fohlen geboren. Zum Geißbock geworden.

Im Laufe der Zeit kamen dann noch etliche andere Besuche – mittlerweile im Rhein Energie Stadion – hinzu, wie auch unzählige Accessoires, für’s Heim, das Auto, Shirts, Schals, Kappen, Kinderspielzeug… und neben vielem weiteren auch eine Familien-Mitgliedschaft.

Denn auch wenn mein Vater vielleicht lieber einen Fohlen in mir gesehen hätte, so lag auch irgendwo vor mir bereits die FC-DNA in der Familie. Gibt es unter meinen Onkels und Cousins ebenfalls Effzeh-Anhänger. Und so soll es auch bleiben. Nicht dass es irgendwann einmal heißt: Als Geißbock geboren. Zum Fohlen geworden.

Und dennoch ist es interessant zu sehen, dass trotz aller Rivalität und Macht-am-Rhein-Anspruch, es auch ohne Beleidigungen, Aggression und Beschimpfungen geht. Denn egal ob auf der Couch, im Stadion oder der Kneipe – es muss selbstverständlich nicht immer ein miteinander sein, kann jedoch ohne weiteres ein nebeneinander sein.

Doch schließen wir diese kleine Reise hier wieder mit unserem Effzeh ab. Denn es war, ist und wird sets mein Verein bleiben und dazu werde ich mich in naher Zukunft auch ganz offiziell bekennen:

FC – E Levve lang!

Foto: © Eduard Bopp / www.ligafoto.de

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Geldstrafen für Bengalos, Steine auf gegnerische Fanbusse, Schläge gegen Polizisten und Ordner und zum krönenden Abschluss: Die schwarze Wand und der Platzsturm beim letzten Heimspiel gegen die Bayern! So glorreich präsentierten sich die FC-Fans Fußballdeutschland in der letzten Saison! Zugegebenermaßen nicht alle Fans unseres Vereins, sondern nur einige unbelehrbare Idioten! Und zugegebenermaßen war es in [...]

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Geldstrafen für Bengalos, Steine auf gegnerische Fanbusse, Schläge gegen Polizisten und Ordner und zum krönenden Abschluss: Die schwarze Wand und der Platzsturm beim letzten Heimspiel gegen die Bayern!

So glorreich präsentierten sich die FC-Fans Fußballdeutschland in der letzten Saison! Zugegebenermaßen nicht alle Fans unseres Vereins, sondern nur einige unbelehrbare Idioten! Und zugegebenermaßen war es in der letzten Saison einmal mehr nicht erfreulich, den Geißbock in und auf dem Herzen zu tragen. Trotzdem war der Gesamteindruck beschämend und traurig!

Und es war eigentlich nicht davon auszugehen, dass die Fans diesen Eindruck in der abgelaufenen Saison entscheidend verändern würden.

Aber wir schreiben ja über die Fans des 1.FC Köln und bei diesem Verein trifft selten das ein, was man erwartet.

So auch in diesem Fall. Um es vorwegzunehmen: Selten waren die FC-Fans so oft in den positiven Schlagzeilen wie in dieser Saison. Und das tat gut.

Die Heimspiele:

Ein Schnitt von über 40.000 Zuschauern im Rheinenergiestadion ist zwar für den 1.FC Köln auch in Liga zwei normal. Und das ein fast ausverkauftes Kölner Stadion bei einer Führung gegen die Bayern seine Mannschaft pausenlos anfeuert ist auch normal. Selbst die fantastischen Choreos auf der Südtribüne kann man in Köln mittlerweile schon fast als normal bezeichnen.
Nicht normal hingegen war in der abgelaufenen Saison die bedingungslose Unterstützung auch in schwierigen Phasen.
Man nehme nur den Saisonbeginn. Der EFFZEH steht im unteren Tabellendrittel, der wohlgemerkt zweiten Liga, und wird von den Fans trotzdem angefeuert.
Oder den vorletzten Spieltag. Die Kölner haben gerade mit einer schwachen Leistung gegen die alte Dame aus Berlin jegliche Chance auf die Relegation verspielt. Und was macht die Südkurve? Sie feiert die Mannschaft frenetisch.
Das ist nicht selbstverständlich, aber toll und die Reaktionen der Spieler machen deutlich, dass wir mit dieser Meinung nicht alleine dastehen.

Nicht zu vergessen. Die Auswärtsspiele:

Wenn 4.000 Kölner Fans das Dorfstadion von Ingolstadt trotz verpasster Aufstiegschancen und noch nicht verdautem Trainerrücktritt in eine Karnevalsparty verwandeln oder beim Spiel in Bochum für Verkehrschaos auf der A3 und Heimspielatmosphäre sorgen, dann ist das – sagen wir mal – trotz zweiter Liga mindestens erstligareif!

Folgendes Zitat steht letztlich exemplarisch für den überragenden Auswärtssupport in dieser Saison:

Wie die Fans ihre Mannschaft trotz der Niederlage angefeuert haben, war überwältigend
Franco Foda, 5. April 2013

Dieses Zitat gewinnt noch an Gewicht, weil es nicht von einem Kölner, sondern von Franco Foda stammt, der als Trainer des FCK durchaus guten Fansupport gewohnt ist.

Dem ist höchstens noch hinzuzufügen, dass es in diesem Jahr auch ohne den erhofften sportlichen Erfolg Spaß gemacht hat, Fan des ersten Fußballclubs Köln zu sein – das war nicht immer so!

Und schöner, als die Fans selber, kann man es gar nicht zusammenfassen:

FC ist, wenn man trotzdem feiert!

Was bleibt uns auch anderes übrig?

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Auf diesem Wege möchten wir uns auch noch einmal ganz herzlich beim Fan-Projekt des 1.FC Köln 1991 e.V. bedanken. Nicht nur, weil sie einen großen Anteil an der positiven Entwickung der kölschen Fankultur haben, sondern auch, weil sie es uns erlauben, ihre tollen Fotos zu nutzen.

DANKE!

 

Fotos: © Fan-Projekt 1.FC Köln 1991 e.V.

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Die Quälegation hat schon begonnen https://koelsche-ziege.de/die-quaelegation-hat-schon-begonnen/ https://koelsche-ziege.de/die-quaelegation-hat-schon-begonnen/#comments Tue, 16 Apr 2013 12:29:00 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=719

Immer wenn es ernst wird versagt der 1.FC Köln. Das ist für viele Kölner doch so sicher, wie das Amen in der Kirche. Zumindest wenn man den teilweise grenzdebile Kommentaren auf Facebook etc. einiger sogenannter Fans  nach der Niederlage in Lautern glauben darf. Oft die gleichen Idioten, die vorher aufgrund unserer angeblich so überlegenen Mannschaft [...]

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Immer wenn es ernst wird versagt der 1.FC Köln. Das ist für viele Kölner doch so sicher, wie das Amen in der Kirche. Zumindest wenn man den teilweise grenzdebile Kommentaren auf Facebook etc. einiger sogenannter Fans  nach der Niederlage in Lautern glauben darf. Oft die gleichen Idioten, die vorher aufgrund unserer angeblich so überlegenen Mannschaft einen beeindruckenden Sieg gefordert hatten, beschimpften die gleiche Mannschaft danach als Gurkentruppe. Um mal das Harmloseste zu nennen. Das ist natürlich dummes Gelaber.

Fakt ist aber auch. Der 1.FC Köln hat in Kaiserslautern versagt, und zwar gründlich. Allerdings weder weil unsere Jungs eine Übermannschaft, noch weil sie eine Gurkentruppe sind. Versagt haben sie, weil sie nicht das gezeigt haben, was sie können.

Was sie können haben sie im Verlauf der bisherigen Saison gezeigt. Sie haben gezeigt, dass der 1.FC Köln noch nicht reif war für den direkten Aufstieg. Gleichzeitig haben sie aber auch bewiesen, dass der EFFZEH völlig zu Recht eine realistische Chance hat, den Relegationsplatz zu erreichen. Und alleine das ist aufgrund des vorgenommenen Umbruchs bereits als Erfolg zu werten.

Die Niederlage im direkten Duell um den dritten Platz war natürlich ein Rückschlag, doch nach 15 ungeschlagenen Spielen war damit irgendwann zu rechnen. Natürlich besser in einem anderen Spiel, aber was geschehen ist, ist nun mal geschehen. Gut war, dass weder die Mannschaft noch Stani versucht haben, etwas zu beschönigen. Überragend der Support der gigantischen Kölner Auswärtsfandelegation, den sogar Franco Foda völlig zu Recht lobend erwähnte.

Vielleicht ist es auch diese Unterstützung, die unsere Mannschaft dazu bringt, sich selbst und viel zu oft auch uns bis zur buchstäblich letzten Sekunde zu quälen. Denn machen wir uns nichts vor. Bis zum erlösenden Treffer von Pritsche war das Spiel gegen Aalen eine Qual. Den Grad der Erlösung kann man übrigens gut an an der Reaktion von Moderator Guido Ostrowski bei Radio Köln ablesen. Aber am Ende zählen diese drei Punkte genauso, als wären sie triumphierend errungen worden.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass uns auch die nächsten Spiele noch einige Nerven kosten werden. Denn unsere Jungs sind, wie schon erwähnt, leider noch nicht soweit, dass sie jedes Spiel dominieren können. Aber mit vollem Einsatz und unserer Unterstützung ist Platz 3 immer noch möglich. Die roten Teufel haben schließlich erneut Nerven gezeigt und Punkte eingebüßt. An dieser Stelle auch noch einmal Glückwunsch und Dank an Aue für die überragende kämpferische Leistung. Mit neun Mann muss man Kaiserslautern erst einmal ein unentschieden abringen.

Eine Prognose, wie es letztlich ausgeht, kann und will ich nicht treffen. Ich weiß nur eins. Die Quälegation ist bereits im vollen Gange. Und ich freu mich, dass ich statt einem langweiligen Saisonende noch einige Nerven und einiges an Lebenserwartung für den tollsten Club der Welt opfern darf. Ein wenig Qual gehört einfach dazu. Oder, wie ich mal auf meinem anderen Blog schrieb.

Warum Kölner keine Domina brauchen.

Foto: © Fan-Projekt 1.FC Köln

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