Fans – Kölsche Ziege https://koelsche-ziege.de Eine weitere WordPress-Seite Sat, 30 Jan 2021 16:03:20 +0000 de hourly 1 Stöger raus? Nazipisserschande? Beste Stimmung ever? Spielwiederholung? https://koelsche-ziege.de/stoeger-raus-nazipisserschande-beste-stimmung-ever-spielwiederholung/ https://koelsche-ziege.de/stoeger-raus-nazipisserschande-beste-stimmung-ever-spielwiederholung/#comments Tue, 19 Sep 2017 08:47:36 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3958

Oder: Wenn ich Euch mal eine Woche allein lasse. Ja ich gebe zu, meine Urlaubsplanung war wieder einmal etwas ungeschickt. Andererseits konnten wir bei der Buchung ja nicht ahnen, dass der FC wieder im Europapokal spielen würde. Unser Timing war jedenfalls überragend schlecht Während des Hinflugs verlor der 1. FC Köln in Augsburg, was mir [...]

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Oder: Wenn ich Euch mal eine Woche allein lasse.

Ja ich gebe zu, meine Urlaubsplanung war wieder einmal etwas ungeschickt. Andererseits konnten wir bei der Buchung ja nicht ahnen, dass der FC wieder im Europapokal spielen würde. Unser Timing war jedenfalls überragend schlecht

Während des Hinflugs verlor der 1. FC Köln in Augsburg, was mir dann den Start in den Urlaub etwas vermieste.

Doch das war auf Teneriffa schnell vergessen. Auch weil der FC in London endlich ebenfalls wieder international unterwegs war.

Nun ist man in heutigen Zeiten dank moderner Technik nicht mehr komplett fernab jeglicher Informationen. Aber eben auch nicht mitten drin. Die Kneipe in der ich gucken wollte hatte nur Sky und kein Sport1, weswegen es keinerlei Vorberichte zu sehen gab. Das versuchte ich über Twitter etc. nachzuholen.

Meine Informationskette und die daraus resultierenden Emotionen verliefen wie folgt.

20.000 Kölner in London. Geil!

Video vom Fanmarsch gesehen. Gänsehaut pur. Stolz! Zum ersten Mal in meinem Leben wäre ich lieber in London als auf Teneriffa. DU BIST MEIN VEREIN, ICH LIEBE DICH!

Versuchter Blocksturm, je nach Quelle bis zu tausende randalierende Kölner. Angeblich wird der Nazigruß gezeigt und überall ins Stadion gepinkelt. Die Schande von London eben. Und schon ist das tolle Gefühl vorbei. Scham, Wut.

Verschiebung um eine Stunde. Angeblich steht das Spiel kurz vor der Absage. Warum machen diese Idioten alles kaputt?

Das Spiel beginnt dann doch. Man hört nur Kölner. Aus gefühlt allen Blöcken, Kurven, Ecken und Kanten des Stadions. Das tolle Gefühl ist wieder da. Gänsehaut und Pipi in den Augen!

Jhon Cordoba, ja genau der, schießt den FC in Führung. Und wie! Totale Eskalation. Ok, wir sind nur drei Kölner in der Kneipe aber der Laden bebt.

Gegentore und der Rest des Spiels. Selten war mir ein Ergebnis so egal wie dieses. Ich genieße wie die Fans den Europapokal und sich selbst feiern und tue das Gleiche.

Am nächsten Tag relativiert sich dann die Schande von London Schritt für Schritt. Am Ende sagten sogar die Engländer, dass es noch nie eine so fantastische Stimmung im Emirates Stadium gegeben hat. Punkte haben wir zwar nicht geholt. Aber was bleibt, sind die Emotionen und das Wissen. Europa – Wir sind wieder da!
Fußballerisch wie erwartet unterlegen, fantechnisch bis auf ein paar Ausnahmen auf Champions League Niveau. Also eigentlich auch wie erwartet.

So konnte ich mich entspannt und zufrieden zurücklehnen und weiter meinen Urlaub genießen. Jetzt musste der 1. FC Köln nur noch in der Liga wieder in die Spur kommen.
Wo sollte das besser klappen als bei einem unserer Lieblingsgegner der letzten Jahre. Die Dortmunder liegen uns einfach.

Ich sitze mit dem Smartphone im Flieger. Da dieser etwas Verspätung hat, bekomme ich noch die ersten paar Minuten über den Ticker mit. Nach dem schnellen Gegentor dachte ich noch:

Jetzt kann es eigentlich nur noch besser werden.

Dann schaltete ich in den Flugmodus. Und den hätte ich besser nicht mehr verlassen. Denn zurück in Deutschland und in der Realität teilt mir Twitter als erstes mit, dass wir in Dortmund nicht nur verloren, sondern eine bittere Packung bekommen haben. Soviel zum Thema Lieblingsgegner.

Zweifacher Videobeweis und eventuellem offiziellen Protest um eine Spielwiederholung zu erzwingen inklusive. Damit (ich gehe davon aus, dass der Protest falls er kommt scheitert) ist der schlechteste Saisonstart aller Zeiten perfekt oder eben gerade nicht. Bei Facebook und in diversen Foren las ich sogar schon Sätze wie Stöger raus oder Schmadtke macht den Verein kaputt. Ernsthaft?

Das ist mir alles ein bisschen viel Drama und Probleme. Ich war doch nur acht Tage weg. Könnte ich bitte den 1. FC Köln wiederhaben, der mir in den letzten Jahren so viel Freude bereitet hat.

Auch wenn es dann langweiliger wäre.

Foto: Eduard Bopp / upgradecologne.de

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Attraktiv wie schon lange nicht mehr! https://koelsche-ziege.de/attraktiv-wie-schon-lange-nicht-mehr/ https://koelsche-ziege.de/attraktiv-wie-schon-lange-nicht-mehr/#comments Tue, 28 Mar 2017 11:23:56 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3854

Oder: Warum wird man als zehnjähriger Wolfsburger FC-Fan? Von meinem Vater habe ich es nicht geerbt, das FC-Gen! Der ist zwar Zeit seines Lebens Sympathisant dieses Clubs mit dem Geißbock gewesen, aber mit ins Stadion hat er mich als Kind nie genommen. Bei den anderen Mitgliedern meiner Familie verhielt es sich ganz ähnlich. Bruder, Schwester, [...]

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Oder: Warum wird man als zehnjähriger Wolfsburger FC-Fan?

Von meinem Vater habe ich es nicht geerbt, das FC-Gen! Der ist zwar Zeit seines Lebens Sympathisant dieses Clubs mit dem Geißbock gewesen, aber mit ins Stadion hat er mich als Kind nie genommen. Bei den anderen Mitgliedern meiner Familie verhielt es sich ganz ähnlich. Bruder, Schwester, Onkel und Tanten hatten wenig FC im Blut. Selbst meine Freunde waren zumindest im Grundschulalter noch weit entfernt von einer innigen Beziehung zu diesem Fußballverein, der in meiner Wahrnehmung momentan weit über die Grenzen dieser verrückten Stadt hinaus beginnt, sich immer mehr Freunde zu machen. Aber irgendwo her muss sie doch kommen, diese unbeschreibliche Zuneigung, die man diesem Fußballverein entgegen jeglicher Logik erweist, selbst dann, wenn es einmal nicht so gut läuft. Wie wird also diese Liebe geboren und vor allem, ab wann wird man mit dem FC-Virus infiziert? Der Auslöser für mich, diesen Fragen nachzugehen waren zwei Ereignisse in den letzten Monaten:

In meiner Ballsportgruppe, in der Kinder im KiTa-Alter zwischen vier und sechs Jahren erste Versuche unternehmen, das Runde zumindest in die Richtung des richtigen Eckigen zu befördern, fiel mir ein Kind auf. Es nahm äußerst verschüchtert vor ungefähr zwei Monaten das erste Mal an unserem „Training“ teil. Ich werde jedoch nie vergessen, wie mein Sohn, selber Mitglied der Ballsportgruppe, auf mich zukam und mir ins Ohr flüsterte:

„Ihhh, Papa, guck mal, was der für ein Trikot anhat!“

Nun ist das mit dem Flüstern bei fünfjährigen Kindern so eine Sache und es passierte natürlich, was passieren musste. Der ohnehin schon eingeschüchterte Junge verließ weinend die Halle und trotz intensiver Bemühungen meinerseits konnte ich die völlig hysterische Mutter in der Umkleidekabine nicht davon überzeugen, dass ihr Sohn in Bezug auf motorische Frühförderung und aus pädagogischer Sicht bei mir in den besten Händen sei. Vielleicht lag der Misserfolg meiner Überzeugungsarbeit aber auch daran, dass ich – wie bei jedem Ballsporttraining – ein FC-Trikot trug und so höchstwahrscheinlich in den Augen der Mutter ein ideales Feindbild verkörperte. Nach einer kurzen Phase der Enttäuschung darüber, die Mutter nicht zum Verbleib ihres Sohnes bewegt haben zu können, gab ich den Erziehungsberechtigten des weinend abgezogenen Kindes zumindest eine Teilschuld an der (zugegeben wenig toleranten) Reaktion meines Sohnes. Warum schicken diese Rabeneltern ihr Kind auch mit einem Trikot von Bayer Leverkusen in eine Kölner Ballsportgruppe? Als Schalke-Fan stellt man sich ja auch nicht eine blau-weiße Fahne schwenkend in die Dortmunder Südkurve und singt das Steigerlied. Oder?

Zurück in der Halle fällt mir das erste Mal auf, dass sechs der Jungen mit einem FC-Trikot über das Feld flitzen. Es war mir die ganze Zeit nicht aufgefallen, da es für mich völlig normal ist, wenn Kinder solche Devotionalien zum Sport tragen. Aber ist es das wirklich? Habe ich durch das Tragen des Geißbock-Trikots einen solchen Einfluss auf die Kids oder sind es andere Einflüsse, die bereits in jungen Jahren dafür sorgen, dass Kinder sich für den einen, einzig wahren Fußballverein entscheiden, dem sie dann auf ewig treu bleiben?

Beim Heimspiel gegen Wolfsburg kam ich vor dem Spiel mit einem Vater und seinem Sohn ins Gespräch. Auf der Suche nach Antworten fielen mir die beiden an einer der Würstchenbuden auf, da der Vater mit einem Wolfsburg-Trikot ausgestattet war, der etwa zehnjährige Sohn jedoch ein schwarzes Auswärtstrikot des 1.FC Köln trug.

Ich fragte den Mann, ob er seinem Sohn das Trikot verpasst habe, um vor der Südkurve entspannt eine Wurst essen zu können, ohne dabei von gemütsfreundlichen FC-Fans angefeindet oder angepöbelt zu werden. Nicht der Vater, sondern der Sohn antwortete mit erstaunlicher Klarheit:

„Nein, das Trikot ist ein Geburtstagsgeschenk, das ich mir gewünscht habe!“

Ich kam ins Grübeln!

Vielleicht war der Vater VW-Mitarbeiter und wurde von seinem Arbeitgeber zu diesem Auswärtsspiel unter Androhung der Kündigung zwangsrekrutiert! Ähnliche Szenarien finden ja bekanntlich beim Chemieriesen aus dem Kölner Vorort rheinabwärts vor jedem Heimspiel des ansässigen Fußballvereins mit dem Erfolg statt, dass die Spiele statt 15.000 Zuschauern knappe zehntausend mehr besuchen, jedoch die Produktion kopfschmerzlindernder Medikamente kurzzeitig zum Erliegen kommt. In Düsseldorf war man da kreativer und hat kunterbunte Sitzschalen aufhängen lassen, sodass es nur bei genauerem Hinsehen auffällt, dass keiner im Stadion ist. Dafür machen die, die live im Station sind, soviel Lärm, wie die Leverkusener Stadionregie vom Band gar nicht aus ihren Sourroundsystemen pusten kann. Aber lassen wird das.

Der Vater und sein Sohn hätten auch gebürtige Kölner sein können und der Mann hatte einfach nur am Tresen eine Wette verloren und musste deshalb einer von 400 Wolfsburgern im Stadion sein! Dumm gelaufen!

All diese Eventualitäten veranlassten mich, genauer nachzufragen!

„Warum hast du dir ein Trikot vom 1.FC Köln zum Geburtstag gewünscht?“,

fragte ich den Kleinen. Die Antwort kam ebenso schnell wie überraschend!

„Der FC ist ein cooler Verein, im Stadion ist es immer laut und er hat einen Spieler, der aus über 30 Metern Freistöße ins Tor schießen kann – zweimal hintereinander!“

Völlig baff ob der klaren Argumentationslinie des Zehnjährigen begann ich, die ausgeführten Gründe für den Trikotwunsch mit dem Verein abzugleichen, für den offensichtlich das Herz des Vaters zu schlagen schien. „Cooler Verein, im Stadion immer laut, Marcel Risse…!

Ich begann den Kleinen zu verstehen und hätte mir an seiner Stelle auch zumindest ein anderes Trikot gewünscht, als das des VfL Wolfsburg. Nach längerem Überlegen fielen mir aber auch nicht allzu viele Vereine ein, die sowohl cool, deren Fans laut und die im Besitz solch begnadeter Spieler wie Marcel Risse sind. Und ich begann zu verstehen…

Mein Verein, der 1. FC Köln, wird wieder als der Verein wahrgenommen, der er schon eine gefühlte Ewigkeit wieder sein möchte. Er kann –  sogar über die Tore der einzig wahren Stadt Köln hinaus – wieder durch seiner Art, Fußball zu spielen, durch seine sachliche, unaufgeregte Art geführt zu werden und durch das Verhalten der meisten Fans punkten. Er wird wieder positiv wahrgenommen. Vorbei scheinen die Zeiten, als wir Fans bundesweit belächelt, ja sogar bemitleidet wurden, dass wir Anhänger dieses Vereins sind.
Ein gutes Gefühl!
Sowohl die Jungs meiner Ballsportgruppe (vielleicht mit Ausnahme des weiter oben Beschriebenen) als auch der zehnjährige Wolfsburger im FC Trikot haben sich diesen Start in ihre Fankarriere so was von verdient. Denn vor ein paar Jahren noch hätte man als Vater zumindest noch darüber nachdenken müssen, ob man seine Kinder rechtzeitig mit dem FC-Virus infiziert oder ob man ihnen den Kummer und Schmerz, den viele Jungen und Mädchen meiner Generation erleben mussten, erspart.

Blieb nur, diese These zu überprüfen. In meiner Jugend – ich kann dies hier berichten, da die Taten mittlerweile deutlich verjährt sind – sind wir manchmal über die Stadtgrenze in den Kölner Vorort geradelt, um dort – nach Einsetzen der Dunkelheit – Vereinswappen von Bayer Leverkusen auf Autos zu entfernen. Das war viel Arbeit, denn nicht nur in Leverkusen, sondern auch in meiner Heimatstadt gab es viele Sympathisanten der Werkself.

Ich ging also auf die Suche, aber es dauerte eine geschlagene halbe Stunde bis ich das erste Wappen des nicht sonderlich geschätzten Vereins entdeckte. Doch das Auto, auf dem ich es sah, stand an einer stark befahrenen Straße und schied somit als Versuchsobjekt aus. Während meiner Suche fielen mir aber etliche Fahrzeuge mit dem Nummernschild LEV-FC oder mit dem Geißbock auf dem Kofferraum auf.

Doch nach langer, erfolgloser Suche fand ich dann doch noch einen alten Volvo, auf dessen Stoßstange ein vergilbtes, teilweise in Fetzen hängendes Vereinslogo mit dem Bayerkreuz zu erahnen war. Ich stieg aus, vergewisserte mich, ob ich beobachtet würde, sortierte meine Finger und…

…stieg wieder in mein Auto und beschloss, das traurige Wappen als Mahnmahl bestehen zu lassen und es der finalen Verwitterung auszusetzen.

Bei einem der nächsten Heimspiele werde ich mit beiden Söhnen auf der Südtribüne sitzen und mich darüber freuen, dass meine Erziehung zumindest in dieser Hinsicht offensichtlich erfolgreich war und dass mich mein Verein momentan sehr dabei unterstützt!

Come on FC!

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Express als Ladenhüter https://koelsche-ziege.de/express-als-ladenhueter/ https://koelsche-ziege.de/express-als-ladenhueter/#comments Thu, 24 Mar 2016 14:49:29 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3624

Oder: Die FC-Welt noch einmal mit Kinderaugen sehen können… Da ist es wieder! Dieses Kribbeln im Bauch, diese unbeschreibliche Vorfreude auf das, was sich am Nachmittag in Köln Müngersdorf ereignen wird. Es wird ein Festtag! Es wird emotional, es wird spannend, vielleicht sogar dramatisch! Es ist Heimspielsamstag und schon der gesamte Vormittag ist darauf ausgerichtet, [...]

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Oder: Die FC-Welt noch einmal mit Kinderaugen sehen können…

Da ist es wieder! Dieses Kribbeln im Bauch, diese unbeschreibliche Vorfreude auf das, was sich am Nachmittag in Köln Müngersdorf ereignen wird. Es wird ein Festtag! Es wird emotional, es wird spannend, vielleicht sogar dramatisch! Es ist Heimspielsamstag und schon der gesamte Vormittag ist darauf ausgerichtet, dass es endlich losgehen kann! Mein vierjähriger Sohn bekommt natürlich mit, dass Papa mal wieder völlig durch den Wind, ja sogar ein wenig nervös scheint und fragt mich: „Papa, spielt der Ziebock heute?“ Ich kann es ihm nicht abgewöhnen! Der Ziebock! Ich gebe ihm erneut zu verstehen, dass es sich beim Maskottchen unseres Vereins um einen Geißbock handelt! Ja zugegeben, es ähnelt einer Ziege, ist aber eben keine! Auch egal! Er interessiert sich für meinen Verein und der Club meines Herzens ist dank der geschickten Indoktrination meinerseits auf dem besten Weg dahin, auch seiner zu werden! Viel habe ich dafür schon in den ersten Monaten seines noch jungen Lebens getan. Mitgliedschaft, diverse Devotionalien mit Vereinssymbolen und –farben, Hymnesingen zum Einschlafen, Schoßkarten auf meinem Dauerkartensitz…

Es scheint funktioniert zu haben. Apropos Schoßkarte: „Nimmst du mich mit, Papa?“

Ich denke kurz darüber nach und entscheide mich dagegen, es ist kalt draußen und es regnet und außerdem würde das Bierchen vor, während und vor allem nach dem Spiel ausfallen müssen. Ich versuche es ihm zu erklären – er fängt an zu weinen! Meine Frau eilt mir zur Hilfe und unterbreitet ein nicht unattraktives Alternativangebot – er willigt ein. Auch meine Frau weiß um die Besonderheiten eines Heimspielsamstags und wie es innerlich in mir aussieht. Danke!

Die Autofahrt zum Stadion ist bereits ein Highlight! Mein Schwiegervater fährt, der Rest der Autobelegschaft kann also das erste Bierchen trinken und über die Eventualitäten des Spieltags und den Ausgang des Spiels und die damit verbundenen möglichen Szenarien im Spannungsfeld Punktepolster zu den Abstiegsrängen und Abstand zu den europäischen Rängen diskutieren. Gut durchgekommen, Gott sei Dank keine verlängerten Geschäftszeiten auf der Dürener Straße, vorbei am Kiosk eines Kumpels, der es also auch pünktlich zum Spiel zumindest auf seine Couch schaffen sollte. Auto parken, die letzten 1500 Meter zu Fuß durch den Wald und dann sieht man sie auf einmal: Die vier Türme des Stadions. Die Vorfreude auf das Spiel wird noch einmal kurz durch das lästige Anstehen vor dem Einlass etwas gebremst, dann aber rechtzeitig auf den Plätzen, Cheerleader schon wieder verpasst (egal), Hymne singen, Anstoß! Es geht los! Adrenalin pur!
An dieser Stelle kürze ich diesen Artikel ein wenig ab, da ich ja irgendwann auch einmal auf die Überschrift zu sprechen kommen sollte. Also denn…

Abpfiff! Scheiße. Chance verpasst, sich oben näher heranzuspielen – wie immer eigentlich, wenn diese Chance besteht.

Bleibt nur der nüchterne Blick auf die Tabelle und die sagt, es ist noch genügend Abstand nach unten! Und trotzdem! Es geht mir nicht gut! Es geht mir überhaupt nicht gut! Ich sage zu meinem Schwiegervater: „Lass uns schnell nach Hause gehen!“ Er sagt: Keine Wurst? Kein Bierchen mehr auf dem Balkon?“ Ich antworte nur wortkarg: „Nein!“
Die Heimfahrt ist von großem Schweigen geprägt. Von Zeit zu Zeit wirft einer der auf dem Hinweg noch sehr diskussionsfreudigen Mitfahrer ein „Hätte…!“ oder „Wäre…!“ ein, aber das bekomme ich nur in einer Art Trancezustand mit!

Ich komme zu Hause an, schließe die Türe auf, lege Schal und Trikot in die dafür vorgesehene Schublade des Garderobenschranks und schleiche die Treppe hoch. Mein Sohn kommt freudestrahlend angerannt und fragt mich: „Papa, wie hat der Ziebock gespielt?“ Ich nuschele mir etwas in den Bart, was er nicht versteht. Er weiß es aber trotzdem und ist alt genug zu wissen, dass er besser nicht nachbohrt. Meine Frau weiß auch, was jetzt kommt, nimmt die Kinder und sich aus der Schusslinie und lässt mir meinen Frieden, den ich nur zu gerne mit mir, meinem Verein und diesem verflucht beschissenen Fußballspiel schließen würde. Aber es gelingt mir nicht!

Meine Vorfreude auf die Sportschau, die ich mir jeden Samstag programmiere, um bei verspäteter Ankunft zu Hause auf die Konserve zurückgreifen zu können, ist verflogen. Wieder ein Titel auf der Festplatte, der in ein paar Monaten ungesehen als Datenmüll entsorgt werden wird. Ich habe keine Lust zu gar nichts. Ich versuche dies zu verstehen, es gelingt mir aber nicht! Meinen Sohn höre ich aus der Ferne weinen, weil er realisiert hat, dass er heute aufgrund des Spielausgangs wie gewohnt nicht in den Genuss des Sportschauspielberichts kommen wird. Das ist die ganz harte Schule, denn ich weiß, er sieht die FC-Welt mit seinen Kinderaugen noch ganz anders! Er sieht sie so, wir ich sie gerne sehen würde! Aber etwas hindert mich!
Und im Gegensatz zu Jörg Schmadke, der im Sportstudio unlängst gesagt hat, dass ihn FC-Niederlagen auch immer ziemlich mitnehmen würden, das aber dann spätestens am Sonntag Morgen alles wieder relativiert wäre und es weiter geht, geht es das bei mir eben leider nicht!

Beim Einschlafen geht mir diese Szene im Strafraum nicht aus dem Kopf. Der Schiedsrichter hätte hier auch gut und gerne…

Als ich wieder aufwache realisiere ich ziemlich schnell, dass das Spiel gestern nicht sehr erfolgreich war und meine schlechte Laune ist zurück. Ich versuche mein Verhalten von gestern Abend meiner Familie gegenüber dadurch ein wenig wieder gut zu machen, indem ich mich aufs Rad setze, zur Bäckerei meines Vertrauens fahre und Brötchen hole. Nachdem ich die Brötchen in einer viel zu kleinen Tüte von der mir sehr gut bekannten Bäckereifachverkäuferin erhalten habe fragt diese mich mit einem grenzdebilen Grinsen: „Heute keine Express?“
Ich fasse es nicht. Sie hat es getan! Sie versucht mir, der mit FC-Jacke und –Mütze vor ihr steht, eine Express am Tag nach einer Heimniederlage anzudrehen! Dieses Verhalten ist an Grausamkeit nicht zu überbieten und schreit nach Vergeltung. An meiner sich spontan ändernden Gesichtsfarbe erkennt sie, dass sie besser nicht hätte fragen sollen und begeht in ihrer spontanen Panik Fehler Nummer zwei! Sie fragt nach: „Sie nehmen doch sonst immer eine Express…!
Ich bin perplex und verlasse wort- und grußlos das Ladenlokal und lasse eine verwirrt und verängstigt dreinschauende Bäckereifachverkäuferin zurück. Am Rad angekommen bemerke ich, dass ich in meiner Wut die Tüte mit den Brötchen vergessen habe. Ich bin hin- und hergerissen zwischen „Papa, wo sind die Brötchen?“ und „Warum sind Sie so unfreundlich zu mir?!

Als ich mich umdrehe, steht die unverschämte Frau mit meiner Brötchentüte auf dem Treppenabsatz, reicht mir die Tüte und sagt, während sie deutlich das FC-Wappen auf ihrem T-Shirt unter dem Verkaufskittel in mein Blickfeld rückt: „Das mit der Express tut mir leid! Mir geht es immer genau so wie Ihnen nach so einem Spiel. Aber es ist mein Job, freundlich zu sein. Aber wenn ich nachher nach Hause komme, dann wollen Sie nicht in meiner Nähe sein!“ Sie zwinkert mit aufmunternd zu und geht zurück hinter ihre Verkaufstheke. Während des Heimwegs ertappe ich mich des Öfteren dabei, wie mir ein Lächeln über das Gesicht huscht. Es gibt sie also! Es gibt Menschen, die genau so leiden wie ich! Diese Erkenntnis macht die Situation ein wenig erträglicher, aber nur genau so lange, bis ich zu hause mit der Brötchentüte am Frühstückstisch ankomme.

Da sitzt mein Sohn, begrüßt mich herzlich mit einem „Guten Morgen Papa!“ und gibt mir einen Kuss auf die Backe. Er fragt: „Wie hat denn der Ziebock jetzt gespielt, Papa?“ Ich überlege kurz und beschließe, es ihm zu sagen! „Wir haben 1-3 gegen Stuttgart verloren!“ Mein Sohn verzieht keine Miene, löffelt weiter in seinem viel zu weichen Ei herum und sagt: „Na dann freuen sich wenigstens die Stuttgart-Fans!“
Mit so viel Ignoranz meiner ganz persönlichen Situation hatte ich nicht gerechnet! Ich schwanke zwischen einer schallenden Ohrfeige und einem „Ab in dein Zimmer!“. Dann aber beginne ich darüber nachzudenken, wie schön es wäre, die FC-Welt noch einmal mit Kinderaugen sehen zu können. Ich beuge mich vor, klatsche mich mit meinem Sohn ab und beginne mich auf das nächste Spiel zu freuen! Und ganz langsam beginnt die Vorfreude auf dieses Spiel zu wachsen…

Foto: © Eduard Bopp / upgradecologne.de

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Das Herz des FC schlägt um Köln herum! https://koelsche-ziege.de/das-herz-des-fc-schlaegt-um-koeln-herum/ https://koelsche-ziege.de/das-herz-des-fc-schlaegt-um-koeln-herum/#comments Fri, 18 Mar 2016 13:43:54 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3630

Ode an das Kölner Umland Letzte Woche traf ich meinen Freund Phil zum Frühstück an der „Mülheimer Freiheit“. Bei leckeren Baguettes wurden mal wieder die wesentlichen Themen des FC abgearbeitet. Selbstverständlich die aktuelle sportliche Situation, die Leistungen diverser Spieler, etc. Aber ein Thema ist mir besonders im Gedächtnis hängen geblieben. Die Umfrage des FC welche [...]

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Ode an das Kölner Umland

Letzte Woche traf ich meinen Freund Phil zum Frühstück an der „Mülheimer Freiheit“. Bei leckeren Baguettes wurden mal wieder die wesentlichen Themen des FC abgearbeitet. Selbstverständlich die aktuelle sportliche Situation, die Leistungen diverser Spieler, etc. Aber ein Thema ist mir besonders im Gedächtnis hängen geblieben. Die Umfrage des FC welche ergab, dass weniger als 20.000 der mehr als 70.000 Mitglieder direkt aus Köln kommen. Für mich, als Junge vom Land, natürlich ein innerer Vorbeimarsch. Grund genug, meine Gedanken noch einmal über das Thema schweifen zu lassen. Um mir Inspiration zu holen, begebe ich mich wieder mal zu einer Fahrt, zu den heiligen Stätten, des FC, dem Geißbockheim!
Während der Fahrt erinnere ich einen tollen Artikel Hans Reski´s, einem der größten FC-Literaten, der das ganze bereits in den 80ern an Hennes Weisweiler festmachte. Genau wie der alte Hennes stamme ich aus Erftstadt, dem Fußballkreis Euskirchen anhängig. Aber ich denke, ich spreche hier auch für die Siegburger, die Dürener, die Hürther, „Gläbbisch, Prüm un´Habbelrather“, welche sich damit identifizieren können sollten. Wir aus den Randgebieten nennen uns meistens auch „Kölner“, wenn ein „Nicht-Rheinländer“ fragt, wo wir denn her kommen. Was dann gegebenenfalls anwesende Kölner immer wieder zu Spott treibt:

„Du bist kein Kölner. Du wohnst nicht in Köln. Ihr seid „die Buure“!“
mussten wir uns seit Ewigkeiten anhören.

Dabei ist die Identifikation mit der kölschen Kultur, der kölschen Tradition und eben dem FC nirgendwo größer als unmittelbar vor den Stadttoren der „heiligen Stadt“! Schon als Kind wächst man mit diesem Club auf. Egal ob zu Hause, bei Tante, Oma und Opa, wenn ich morgens aufwachte, mich für die Schule fertig machte, lag auf dem Frühstückstisch der druckfrische Express. Der „ungelesene, unbefleckte“ Sportteil lag brav auf meinem Platz. Klar, wen interessiert in jungen Jahren schon die Kommunalpolitik und Gedöns? Zweiter Teil, erste Seite, alles Neue zum FC! Und so begannen die ersten Gespräche des Tages immer mit dem Thema FC! Nach der Schule und den Hausaufgaben ging es auf den Sportplatz. Jeder in unseren Dörfchen hat in seinem Verein gespielt. Ohne hatte man wenig Freunde und war etwas isoliert. Wir spielten natürlich alle für den großen Traum. Alle wollten irgendwann mal Profi beim FC werden! Das schien unser Lebenszweck zu sein. Wir spielten um uns aneinander zu messen und die beste Auslese für den großen Club aus der großen Stadt zu erzielen. Es schien eine kollektive Philosophie in unserem Leben zu herrschen, deren Fixpunkt immer wieder Köln war.
Warum? Die meisten arbeiteten in der Umgebung. Wir hatten fließend Wasser, Strom, Farbfernsehen und galten gemeinhin als zivilisiert. Warum diese Stadt?
Auch jetzt, da ich meinen Golf über die Luxemburger jage, kommt mir keine plausible Antwort. Köln hat auf uns eine magische Aura. Schon immer gehabt. Wenn sich morgens der Tau und der Dunst von den Kappes-Feldern erheben, wird wie durch Zauberhand am Horizont die Skyline der großen Stadt sichtbar. Es hatte schon immer etwas Erhabenes. Man wollte sein Dörfchen nicht missen oder eintauschen. Es genügte die räumliche Nähe. Die Stadt Köln war nur unser Tor zur großen weiten Welt. Als Kind liebte ich es, wenn mich Oma und Opa einmal im Quartal zum Großeinkauf mit in die Stadt nahmen. Feldhaus, eine Art antiquiertes Toys´r´us, bot alles, was das Spielwarenherz höher schlagen ließ. Bei den Klamotten, für die die Erwachsenen zuständig waren, galt wohl ähnliches:

„Datt jitt ett nur in Kölle“.

Wollte man außer Landes fliegen, ging das nur über den Flughafen in Köln. Und wenn man am ganz großen Fußball teilhaben wollte, dann musste man zum dortigen ersten Fußballclub der Stadt!
Der gemeine Kölner an sich sah das anders. Für ihn waren wir, wie gesagt „die Buure“ oder die „Kappes-Buure“. So eine Art rückständige Eingeborene. Sie lassen es uns mitunter bis heute spüren, dass sie sich als die wahren Kölner sehen. Sie scheinen sich als eine besondere Kaste zu sehen, weil ihre Mütter sie innerhalb der Stadtgrenzen zur Welt brachte. Dass die „Kappes-Buure“, besonders während und nach dem Krieg, existentiell für die Ernährung der Stadt Köln waren und diese über viele Jahrzehnte ernährte, interessierte dort niemanden. Auch nicht die Tatsache, dass die größten Traditionsunternehmen auf die Schaffenskraft der Umgebung angewiesen waren.
Natürlich fanden und finden diese Diskussionen immer noch statt. Zwischen Kollegen, auf der Arbeit, an der Theke, wenn man in Köln ein Bierchen trinkt, oder wo auch immer. Und natürlich ist das immer mit einem Augenzwinkern zu sehen. Aber durch dieses Verhalten der Kölner wuchs bei den „Buuren“ so eine Art „Hassliebe“. Obwohl dieses Wort sehr hart klingt, fällt mir gerade kein besseres ein. Als „Landei“ fühlt man sich immer getrieben, es „diesen arroganten Städtern“ zu beweisen.
Wie eingangs erwähnt, erlebte das keiner so deutlich, wie Hennes Weisweiler. Einer „von uns“, auf den wir sehr stolz sind. Wie auf alle „von uns“, die es in Köln zu Ruhm und Ehre brachten. Die den Club prägten und voran brachten. Flohe aus Euskirchen, Overath aus Siegburg  u.a. und eben „Don Hennes“ aus Erftstadt-Lechenich. Ihn hat man immer wieder seine Herkunft spüren lassen. Und so sehr er die Stadt liebte, so sehr liebte er es, sich an dieser zu reiben. Es ihr zu geben, es ihr zu zeigen.
Es gehört zu den tragischen Teilen der Geschichte des FCs, dass ausgerechnet DER Trainer der Clubgeschichte noch größere Erfolge beim ungeliebten Rivalen am Niederrhein feierte. Böse Zungen behaupten bis heute, dass ihn die Kölner so weit trieben, dass er ihnen über Gladbach eins auswischen wollte. Weil er bei den „Eingeborenen“ eben nie die Akzeptanz fand, die er eigentlich verdiente, während er für uns eine Ikone und Symbolfigur darstellt. Wie eben Flohe oder Overath und Andere.

Während ich nun in die „Hennes-Weisweiler-Allee“ einbiege, muss ich schmunzeln. Ist das heilige Geißbockheim, der Vatikan der FC-Fans, noch „Stadt Köln“? Laut Postadresse schon. Aber gefühlt ist es doch eher Hürth, gell? Passender hätte man das Hauptquartier nicht bauen können. Räumlich außerhalb, aber gefühlt immer noch Köln. Besser könnte man das Gefühl der FC- und Köln-Fans, von außerhalb, nicht beschreiben. Grinsend erlaube ich mir diese Frage bei der Kellnerin, nachdem ich meinen Espresso bestellt habe:
“ Entschuldigung, aber ist das hier schon Köln? Oder bin ich noch in Hürth.“
Ich sehe die Fragezeichen, welche über dem Kopf der Bedienung tanzen.
„Wie meinen Sie das denn?“ fragte sie, scheinbar entsetzt. Ja, so sind sie die Stadtmenschen.
Natürlich hat sich die Bevölkerung in Köln im Laufe der Jahrzehnte gewandelt. Viele Gastarbeiter, viele Studenten, viele Fachkräfte und viele andere, aus allen Teilen der Welt, haben sich im Laufe der Zeit in der heiligen Stadt breit gemacht.
Keine Angst! Das war schon immer so!
Seit den Ubiern, dem Ur-Stamm, der dann durch die Römer „bereichert“ wurde, lebt diese pulsierende Stadt von ihrer eigenen, permanenten Veränderung.
Und das ist gut so!
Heute diskutiert man nicht mehr zwingend mit dem typischen, überheblichen, selbstgefälligen Ur-Kölner, wenn man in Zollstock, Ehrenfeld oder Porz an der Theke steht. Heute diskutiert man dort mit italienische, türkischen, westfälischen, bayrischen FC-Fans, die aus den unterschiedlichsten Gründen in dieser Stadt leben.

Das Urkölsche, die Tradition, das Hochleben der Vergangenheit wird immer noch im Umland Köln´s weiter getragen und ist bis heute die große Konstante im Innenleben des FC. Auch heute noch versammeln sich in allen Dörfchen der Umgebung die Fans, um gemeinsam zum „FC“ zu fahren. Ob Sankt Müngersdorf oder auswärts. FC ist angesagt!
Das Gemeinschaftsgefühl wird nirgendwo sonst so stark geprägt und gelebt, wie in den unzähligen Fan-Clubs, die es hier allenorts gibt. Und nirgendwo sonst werden die „alten Helden“ unseres Clubs noch so gefeiert und geliebt als dort, wo die meisten selbst herkommen!
Lieber Tünn(Schumacher)! Vergesst eure Initiativen. Wir wundern uns, warum Ihr euch so wundert. Kommst Du doch selber aus Düren und bist so sozialisiert wie wir. Du willst die 100.000 Mitglieder? Keine Sorge, Jung. Gib uns 9-18 Monate, und wir sorgen für die nächsten Generationen.

Denn es gibt ein paar Dinge auf diesem Planeten, die sich nie ändern: Der schönste Dom der Welt wird immer in Köln stehen, der Rhein fließt immer flußabwärts.
Und das Herz des FC schlägt um Köln herum!

Kölle alaaf
Viele Grüße
„Ich bin ´ne Buur“!!!

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Auf zum Derby! Ins Stadion! https://koelsche-ziege.de/auf-zum-derby-ins-stadion/ https://koelsche-ziege.de/auf-zum-derby-ins-stadion/#comments Wed, 17 Feb 2016 08:40:09 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3586

Das Thema nervt. Daher soll hier kein Wort zuviel geschrieben werden. Es sollte nämlich stattdessen um Fußball gehen. Darum, den FC zu unterstützen. Es sollte darum gehen, den Spielern dabei zu helfen, das gewissermaßen wichtigste Spiel der Saison zu gewinnen: Das Derby in Gladbach. Andere wollen stattdessen demonstrieren gegen Strafen, die der FC, sie – [...]

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Das Thema nervt. Daher soll hier kein Wort zuviel geschrieben werden. Es sollte nämlich stattdessen um Fußball gehen. Darum, den FC zu unterstützen. Es sollte darum gehen, den Spielern dabei zu helfen, das gewissermaßen wichtigste Spiel der Saison zu gewinnen: Das Derby in Gladbach.

Andere wollen stattdessen demonstrieren gegen Strafen, die der FC, sie – und damit wir alle – völlig zurecht bekommen haben. Das ist keine Fankultur.

Fassungslos ist man darüber, dass genau die Leute sich dann noch auf Kosten des Vereins so wichtig nehmen.

Auf zum Derby! Ins Stadion!

Come on FC!

Foto: © Eduard Bopp / upgradecologne.de

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Trauriger Derbysieg https://koelsche-ziege.de/trauriger-derbysieg/ https://koelsche-ziege.de/trauriger-derbysieg/#comments Mon, 21 Sep 2015 09:33:56 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3370

Der 1. FC Köln hat das einzig wahre Derby gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen. Sieben, zehn (ich bin kein Statistiker) gefühlt ungefähr 2436 Jahre mussten wir darauf warten. Jetzt ist es endlich geschehen. Der einzig wahre Geißbock hat das alberne Pony, das Gute hat das Böse gesiegt. Nicht überragend aber letztlich verdient und relativ ungefährdet. Und [...]

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Der 1. FC Köln hat das einzig wahre Derby gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen. Sieben, zehn (ich bin kein Statistiker) gefühlt ungefähr 2436 Jahre mussten wir darauf warten. Jetzt ist es endlich geschehen. Der einzig wahre Geißbock hat das alberne Pony, das Gute hat das Böse gesiegt. Nicht überragend aber letztlich verdient und relativ ungefährdet. Und nicht nur das.
Durch diesen Sieg steht der 1. FC Köln mit zehn Punkten auf dem fünften Tabellenplatz und noch dazu sage und schreibe 10 (in Worten zehn) Punkte und 13 (in Worten dreizehn) Plätze vor der Borussia aus Mönchengladbach.
Denn den Ponyhof findet man aktuell zwar in der Champions League aber auch auf dem letzten Platz der Bundesliga.

Früher wäre aufgrund eines solchen Spiels das Stadion völlig eskaliert. Wir hätten uns die Kehlen heiser geschrien und die Mannschaft mit Humba, Tätärä, La Ola und Döp Dö Dö Dopp zelebriert, bis die Hälfte von ihnen an Tinnitus gelitten hätten. Danach hätten wir den Karneval in den September gelegt, die kölschen Brauhäuser leergesoffen und bis zum Montag nackt auf den Ringen getanzt.

Womit? Mit Recht!

Stattdessen kommt die Mannschaft zum Jubeln nicht einmal in Richtung der Südtribüne und wir machen uns erschreckend emotionslos nach einem traurigen Derbysieg (bis zu diesem Spiel bin ich immer davon ausgegangen, dass man diese beiden Wörter kombinieren kann) auf den Weg nach Hause.

Womit? Mit Recht!

Was war geschehen? Das Derby begann wie gewohnt mit inbrünstig geschmetterter Hymne allerdings ohne Choreo. Gründe dafür sind bekannt. Aus meiner Sicht schade, aber verkraftbar. Dann ging das Spiel los und vom organisierten Unterrang Süd kam stimmungsmäßig nix. Der semiorganisierte Oberrang versuchte es immer mal wieder, schaffte es aber nicht wirklich das Stadion mitzureißen. Komisch eigentlich, schließlich war doch die Stimmung bei den beiden Spielen mit leeren Blöcken ziemlich gut.
Der Unterschied liegt meiner Meinung darin, dass es am Samstag nicht nur einen Stimmungsboykott sondern auch eine Stimmungsblockade gab.

Ich vergleiche die Situation mal mit einer Party. Die Ultras sind der Alleinunterhalter.

Wenn der Alleinunterhalter seine Sache gut macht, sich auch der Stimmung und dem Geschmack der anderen Partygäste und des Gastgebers anpasst, wird die Stimmung während der gesamten Party super sein.

Wenn der Alleinunterhalter die Party hingegen nur dafür nutzt, sich selbst darzustellen und zu präsentieren, ohne die Interessen der Gastgeber oder der anderen Gäste zu berücksichtigen, ist zwar permanent Stimmung vorhanden, auch wenn diese vielen auf die Nerven geht.

Da ist es noch besser…

Wenn der Alleinunterhalter gar nicht auf der Party erscheint. Klar kommt die Party dann nicht so schnell in Gang und zwischendurch gibt es auch mal Pausen, weil sich gerade keiner um die Musik kümmert etc. Aber irgendwann brummt die Party dann doch.

Am Schlimmsten ist aber, wenn der Alleinunterhalter zwar auf der Party erscheint, aber statt guter Stimmung schlechte Laune verbreitet.

Und genau das ist am Samstag passiert. Und immer wenn der Oberrang Süd versuchte Stimmung zu machen, musst diese auf dem Weg ins restliche Stadion erst die schlecht gelaunten Alleinunterhalter überwinden. Was erwartungsgemäß nicht funktionierte. Denn die schmollenden Alleinunterhalter nutzten das Spiel dazu, bockig zu gucken und per Plakaten Kurznachrichten 1.0 in die Welt zu senden. Sie töteten die Stimmung quasi mit dem bösen Blick ab während sie versuchte über den Unterrang Süd hinwegzuschwappen. Und auch wenn ich ein paar der Punkte der Ultras durchaus verstehen kann, ist das der falsche Weg.

Am Falschesten ist aber aus meiner Sicht, dass dabei die eigentliche Aufgabe eines Fans außer acht gelassen wurde. Und das ist nicht, sich selbst zu zelebrieren oder zu schmollen. Sondern den Verein zu unterstützen, was immer auch passiert. Wem das nicht passt, der kann es gerne lassen und Fan von irgendwas anderem werden. Und wer weiter Fan bleiben möchte, der sollte vielleicht mal die Art der Kommunikation überdenken.

Wer glaubt ernsthaft, die Polizei mit Sprüchen wie All Cops are Bastards, den DFB mit Sprüchen wie Hurensöhne DFB oder den Verein mit Angriffen auf den ebenso beliebten wie erfolgreichen Schmadtke zu Zugeständnissen zu bewegen?

Ich jedenfalls nicht.

Auch wenn mir die Selbstdarstellung und die einseitigen Schuldzuweisungen beim Derby auf die Nerven gingen, wäre es mir trotzdem lieber es käme wieder zum Dialog. Der 1. FC Köln scheint trotz der Ereignisse bereit dafür.

In diesem Sinne:

Zurück zum Fußball!

Foto: © Herbert Bucco / upgradecologne.de

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Ausverkauftes Geisterspiel? Ohne mich! https://koelsche-ziege.de/ausverkauftes-geisterspiel-ohne-mich/ https://koelsche-ziege.de/ausverkauftes-geisterspiel-ohne-mich/#comments Tue, 15 Sep 2015 08:23:07 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3357

Als ich vor eineinhalb Jahren zum Geburtstag von einem Kumpel eine Auswärtsfahrt zu einem FC-Spiel geschenkt bekam, freute ich mich wie Bolle! Früher waren wir oft zusammen unterwegs in den Stadien der Republik, um unseren FC durch all die Höhen und Tiefen der Neunziger Jahre anzufeuern. Wir stiegen also in die Planung ein und da [...]

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Als ich vor eineinhalb Jahren zum Geburtstag von einem Kumpel eine Auswärtsfahrt zu einem FC-Spiel geschenkt bekam, freute ich mich wie Bolle! Früher waren wir oft zusammen unterwegs in den Stadien der Republik, um unseren FC durch all die Höhen und Tiefen der Neunziger Jahre anzufeuern. Wir stiegen also in die Planung ein und da kristallisierte sich schon das erste Problem heraus:

Die Terminierung der Spieltage!

Leider ist der Spieltag ja mittlerweile so „zerpflückt“, dass man zwar weiß, an welchem Wochenende welches Spiel ansteht, aber Tag und die Uhrzeit bleiben bis zur genauen Ansetzung der Spiele das Geheimnis der DFL und daher für die Planung einer Auswärtsfahrt reine Spekulation. Im gesetzten Alter mit Familie und Kindern ist es schwierig, sich ganze Wochenenden freizuschaufeln und Freitagsspiele um 20:30 Uhr oder ein Spiel am späten Sonntagnachmittag scheiden von vorneherein aus. Wie gut, dass zumindest die Anstoßzeiten der letzten beiden Spieltage einer Saison im Voraus bereits feststehen: 15:30 Uhr, Samstagnachmittag! Alles gut! Wie früher!

Mainz 05 sollte der Gegner heißen, wir planten, mit dem Schiff anzureisen und die Fahrt zu einem echten Event werden zu lassen – wie in alten Zeiten! An Karten zu kommen sollte auch kein Problem sein, da zumindest mein Kumpel und auch zahlreiche andere im Bekanntenkreis FC-Mitglied waren und somit Optionen auf Auswärtstickets hatten.

Und dann…
…kam das Spiel in Mönchengladbach und…

damit leider auch das Ende unserer Auswärtsfahrt. Die Auflage des DFB, die Tickets zu personalisieren stellte eine unüberwindbare Hürde dar, denn es war für mich als Nicht-Mitglied unmöglich, an eine Karte für dieses Spiel zu gelangen. Dumm gelaufen, aber leider die logische Konsequenz der unfassbaren Idiotien verirrter und vermummter Dummköpfe im Altbierland!

Nun könnte man also denken, ich hätte genau wie zahlreiche andere Fans, die momentan versuchen, das Derby gegen Mönchengladbach am nächsten Samstag zumindest stimmungsmäßig zu boykottieren, einen Megahals auf den DFB und die verhängten Strafen, weil es mich ja als völlig Unbeteiligten besonders hart traf, wenn man die verpasste Auswärtsfahrt nach Mainz allen Ernstes als Härtefall bezeichnen möchte!

Das ist aber überhaupt nicht der Fall.

express-plakat-schmadtke-ultras

Vielmehr rege ich mich über die Sprecher der so genannten Südkurve e.V. auf, die für das Gladbachspiel dazu aufrufen, auf Zaunfahnen, Doppelhalter, Choreografien in der Kurve und lautstarke Unterstützung wie Vorsänger zu verzichten.
Und dies zu einem Zeitpunkt in der Saison zu fordern, zu dem der FC nach der schmerzhaften Kasperklatsche von Frankfurt alle Unterstützung der rot-weißen Fanwelt gebrauchen kann, damit sich der gute Saisonstart nicht in einen Negativtrend wendet, ist so unnötig wie Gedanken an einen baldigen Stadionausbau.
Hier nehmen sich einige „Fans“ mal wieder viel zu wichtig!

Wenn man völlig größenwahnsinnig am Spieltag nach der Begnadigung einer Gruppierung mit vermeintlich rot-weißem Gedankengut durch den FC (ich halte dies nach wie vor für einen riesengroßen Fehler!) ein großes Banner über der Südkurve prangen sieht, auf dem gleichermaßen selbstverliebt wie provokant zu lesen steht:

„Ohne uns es Kölle nur de Hälfte wäät“

dann ist dies eine schallende Ohrfeige für alle FC-Fans, die mit Randale und niveaulosen Gesängen nichts am Hut haben und während der viel zu kurzen Suspendierung der Boyz für eine andere, aber nicht minder unterstützende Stimmung gesorgt haben. Und nun soll das gekränkte Ego einiger Weniger dazu führen, dass alle anderen auch am Samstag den Mund halten und ein Derby zum Geisterspiel verkommt?

Mein Tipp für all diejenigen, die sich diesen Schwachsinn ausgedacht haben:

Bleibt doch einfach zu Hause und schweigt vor dem Fernseher! Gebt eure Karten ab, damit endlich richtige Fans ins Stadion gehen können, die gerne Fußballspiele sehen wollen und unseren Verein in allen Spielen fernab sämtlicher Nebenkriegsschauplätze wie Jahnwiese, Autobahnraststätte oder Sonderzug anfeuern und bejubeln wollen.

Ich jedenfalls werde oben auf der Südtribüne stehen und lauthals singen – auch wenn ich der einzige sein werde!

In diesem Sinne: COME ON FC!

Foto 1: © Herbert Bucco / upgradecologne.de

Foto 2: © Kölsche Ziege

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Homophobes „Vamos a la playa“ https://koelsche-ziege.de/homophobes-vamos-a-la-playa/ https://koelsche-ziege.de/homophobes-vamos-a-la-playa/#comments Wed, 02 Sep 2015 07:34:34 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3336

Bruno Labbadia war am Wochenende zurück in Müngersdorf. Einst gefeierter FC-Stürmer. Nun Heißsporn auf der HSV-Trainerbank. Am Samstag lieferte sich der unterlegene Gästetrainer heftige Wortduelle mit dem Schiedsrichtergespann. Sowas amüsiert natürlich den gemeinen Heimfan. Mich auch. Das gebe ich gerne zu. Schlechte Verlierer brauchen sich dann auch nicht zu wundern, wenn ihnen dann aus der [...]

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Bruno Labbadia war am Wochenende zurück in Müngersdorf.

Einst gefeierter FC-Stürmer. Nun Heißsporn auf der HSV-Trainerbank. Am Samstag lieferte sich der unterlegene Gästetrainer heftige Wortduelle mit dem Schiedsrichtergespann.

Sowas amüsiert natürlich den gemeinen Heimfan. Mich auch.

Das gebe ich gerne zu. Schlechte Verlierer brauchen sich dann auch nicht zu wundern, wenn ihnen dann aus der Kurve ein Schmähgesang entgegenschallt. Ein Stadion ist nicht der Ort für übertriebene political oder sonstige correctness.

Aber wie daneben ist es denn bitte, die längst vergessen gehoffte „Vamos a la playa“-Umdichtung mit dem Text „schwuler Labbadia“ zu skandieren? Sowas ist geeignet, einem den glücklichsten Sieg zu vermiesen.

Ob Bruno schwul ist oder nicht, interessiert mich überhaupt nicht. Aber dass es hunderte (vielleicht auch noch mehr) Kölner Fans gibt, die das sehr zu beschäftigen scheint, lässt Zweifel daran aufkommen, dass wir schon nah dran wären an einer Stadionatmosphäre ohne homophobe Sprüche. Sowas ist halt erst dann überwunden, wenn auch im freudetrunkenen Siegestaumel keiner mehr auf die Idee kommt, jemanden als „schwul“ schimpfen zu wollen. Jetzt mag mancher sagen, das sei engstirnig, wenn man ein paar Bier hat, sitze die Zunge lockerer und alles sei nicht so gemeint.

Völlig egal. Ich will ein Stadion haben, in dem auch wenn alle rattenvoll sein sollten, sowas völlig tabu ist. Im ach so weltoffenen Köln sind wir davon leider noch etwas entfernt. Sehr schade.

Aber: Der Tag wird kommen!

Foto: © Herbert Bucco / www.ligafoto.de

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Die immer noch seltsamen Facebook-Likes von Bayer Leverkusen im Vergleich zum 1. FC Köln https://koelsche-ziege.de/die-immer-noch-seltsamen-facebook-likes-von-bayer-leverkusen-im-vergleich-zum-1-fc-koeln/ https://koelsche-ziege.de/die-immer-noch-seltsamen-facebook-likes-von-bayer-leverkusen-im-vergleich-zum-1-fc-koeln/#comments Thu, 30 Apr 2015 09:52:31 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3054

Anfang 2014 nahmen wir schon einmal die Facebook-Likes des 1. FC Köln und von Bayer Leverkusen unter die Lupe. Damals hatte Leverkusen gut 440.000 Facebookfans, der 1.FC Köln ungefähr 10.000 weniger. Zumindest in der Summe. Denn während damals 68 Prozent der kölschen Likes aus Deutschland kommen, waren es in Leverkusen gerade einmal 22 Prozent. In [...]

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Anfang 2014 nahmen wir schon einmal die Facebook-Likes des 1. FC Köln und von Bayer Leverkusen unter die Lupe. Damals hatte Leverkusen gut 440.000 Facebookfans, der 1.FC Köln ungefähr 10.000 weniger. Zumindest in der Summe. Denn während damals 68 Prozent der kölschen Likes aus Deutschland kommen, waren es in Leverkusen gerade einmal 22 Prozent. In Deutschland hatte der 1. FC Köln also deutlich mehr Fans.

Wie sieht das heute aus?

Mittlerweile hat Leverkusen über 1.250.000 „Gefällt mir“ Angaben, hat also in knapp eineinhalb Jahren die Zahl seiner Fans fast verdreifacht. Das bedeuten knapp 2.000 neue Fans pro Tag.
Respekt, könnte man denken.
Muss man aber nicht, denn nicht nur die reine Zahl, sondern auch die internationale Verteilung der Bayerfans bleibt verdächtig.
Aber schaut selbst.
(Zahlen und Grafiken übrigens erstellt mit diesem Tool von Stern-TV)

Verteilung der Facebook Likes Bayer Leverkusen

Kamen Anfang 2014 noch über 20 Prozent der Likes aus Deutschland, sind es jetzt gerade noch 10 Prozent. Damit ist Deutschland nur noch knapp und vermutlich auch nicht mehr lange das Land mit den meisten Likes.

Die anderen kommen aus Ländern, die ich mit einem Zitat beschreiben möchte

Typisch für Fankauf sind zum Beispiel Brasilien, Indonesien, Ägypten, Türkei und Indien.

Aber das kann natürlich auch nur Zufall sein…

Ist es aber wohl eher nicht. Insbesondere da auf der Fanpages der Werkself immer noch deutlich weniger Aktivität durch Likes und Kommentare gibt, als beim 1. FC Köln. Man betrachte nur die Beiträge zum „Derby“ gegen Leverkusen. Während diese auf der Kölner Fanpage mehrere Tausend Likes bekommen, sind es auf Leverkusener Seite gerade einmal ein paar hundert. Kommentare gibt es ebenfalls deutlich weniger, dabei stammen sogar einige der Kommentare von Kölnern und Menschen oder auch menschen, die einfach mal Urlaub in Kroatien bewerben.
Dieser Unterschied in der Aktivität liegt vermutlich daran, dass Köln mit gut 640.000 zwar mittlerweile „nur“ noch halb so viele Likes hat wie der Pillenverein, dafür aber in Deutschland mehr als dreimal soviele. Denn wie man sich das normalerweise so vorstellt, kommen mit 71,5 Prozent die meisten Fans eines deutschen Vereins aus Deutschland. Und bei den vielen Türken, die in Köln wohnen, erscheint mir sogar deren Anteil fast realistisch.
Ganz ehrlich muss ich aber zugeben, dass ich für die Likes aus Algerien und Mexiko keine sinnvolle Erklärung finde. Ohnehin gibt es das Phänomen von Fans aus fremden Ländern bei vielen Vereinen. Trotzdem finde ich, dass das „Fanportfolio“ des 1. FC Köln bei Facebook weitaus realistischer wirkt.

Verteilung der Facebook Likes des 1. FC Köln

Zum Vergleich hier auch einmal die Verteilung der albernen Ponys aus Mönchengladbach.
Man muss sie nicht mögen und noch weniger bei Facebook liken. Aber fairerweise muss man sagen, dass diese Fanverteilung mir am realistischsten erscheint.

Verteilung der Facebook Likes von Borussia Mönchengladbach

Interessant sind die völlig verschiedenen Verteilungen allemal.

Beenden möchte ich das Ganze mit einem leicht abgewandelten Zitat unseres Trainerfuchses Peter Stöger.

Respekt kann man sich bei Facebook eben nicht kaufen

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Titelbild: Screenshot Facebook

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Choreos beim 1. FC Köln https://koelsche-ziege.de/choreos-beim-1-fc-koeln/ https://koelsche-ziege.de/choreos-beim-1-fc-koeln/#comments Wed, 24 Sep 2014 15:30:35 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=2582

Am Sonntag war es wieder mal soweit. Borussia Mönchengladbach zu Gast im RheinEnergieStadion. Derbyzeit und Derbystimmung. Die Hymne ist voller Inbrunst gesungen und danach schwenke ich pflichtgemäß und laut der Anleitung auf meinem Platz ein rotes Plastikfähnchen. Dann kommt irgendwann die Blockfahne von oben und leiste meinen Beitrag, indem ich mit einer Hand den Rand [...]

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Am Sonntag war es wieder mal soweit. Borussia Mönchengladbach zu Gast im RheinEnergieStadion.

Derbyzeit und Derbystimmung.

Die Hymne ist voller Inbrunst gesungen und danach schwenke ich pflichtgemäß und laut der Anleitung auf meinem Platz ein rotes Plastikfähnchen. Dann kommt irgendwann die Blockfahne von oben und leiste meinen Beitrag, indem ich mit einer Hand den Rand derselben hochhalte. Ich bin Teil der Choreo, yeah. Bestimmt eine geile Choreo, aber welche?

Es war eben jene

YouTube Video

Ich war übriges der eine, der von Euch aus gesehen links das letzte Ende des Flügels unseres kölschen Adlers hochhält.
Das ist einer der wenigen Momente in denen ich denke.
Die Nordtribüne hat auch so ihre Vorteile.

Denn dann hätte ich beim letztjährigen Derby gegen Düsseldorf diese Choreo der FC-Fans zu sehen bekommen.

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Mein Wunsch nach der Nordtribüne ist übrigens sofort nach jeder Choreo wieder vorbei.
Auf der Südtribüne ist zwar nicht die Sicht aber dafür die Stimmung am geilsten.
Und darauf kommt es mir bei einem Stadionbesuch an.

Foto: © Herbert Bucco / upgradecologne.de

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