Bilanz – Kölsche Ziege https://koelsche-ziege.de Eine weitere WordPress-Seite Sat, 30 Jan 2021 16:03:20 +0000 de hourly 1 Bereit für den nächsten Schritt https://koelsche-ziege.de/bereit-fuer-den-naechsten-schritt/ https://koelsche-ziege.de/bereit-fuer-den-naechsten-schritt/#comments Sat, 11 Jun 2016 13:21:15 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3685

Es widerstrebt mir eine reine Bilanz auf die Saison 2015/16 zu ziehen, weil diese in ihrer Aussagekraft nicht nur ansatzweise wiedergeben könnte, was sich in den letzten Jahren in Köln entwickelt hat. Taktisch gesehen agiert unser FC trotz der Fortschritte gegenüber 2014/15 eher unflexibel. Getreu dem Motto „lieber den Spatz in der Hand, als die [...]

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Es widerstrebt mir eine reine Bilanz auf die Saison 2015/16 zu ziehen, weil diese in ihrer Aussagekraft nicht nur ansatzweise wiedergeben könnte, was sich in den letzten Jahren in Köln entwickelt hat. Taktisch gesehen agiert unser FC trotz der Fortschritte gegenüber 2014/15 eher unflexibel. Getreu dem Motto „lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach“ konzentriert sich der FC auf das was es kann in der Hoffnung die Fehlerquote auf ein Minimum zu reduzieren und wagt sich eher selten an neue taktische Varianten, die zwangsläufig zu einer höheren Fehlerquote führen, da neue Varianten eben nicht eingespielt sind. Andere Teams sind da durchaus mutiger und versuchen sich durch taktische Variabilität einerseits besser auf die Gegner einzustellen und selbst andererseits unberechenbarer zu bleiben. Unser FC dagegen nimmt es in kauf berechenbar zu sein und versucht von vornherein über die mannschaftliche Geschlossenheit und Kompaktheit auf dem Platz diese Berechenbarkeit auszugleichen. Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn es funktioniert und im Moment funktioniert es. Das Trainerteam um Stöger wird die kommende Vorbereitung jedoch sicher auch dazu nutzen, sich taktisch weiter zu entwickeln und was Neues einstudieren. Man darf gespannt sein…

Die positive Entwicklung der letzten Jahren sind ein Hauptverdienst von Werner Spinner, Jörg Schmadtke, Jörg Jakobs, Alexander Wehrle und Peter Stöger (Reihenfolge zufällig gewählt!). Diese Personen sind hauptverantwortlich für die sportliche und finanzielle Stabilität der letzten Jahre. In dieser Phase der sportlichen und finanziellen Konsolidierung stechen besonders vier Merkmale hervor, die die positive Entwicklung unseres FC´s möglicherweise am besten begründen:

  1. Beständigkeit

Der Blick auf 3 Aufstellungen der letzten 3 Jahre zeigt eindrucksvoll, dass die Söldnerjahre beim  FC vorbei sind. Es wird auf Beständigkeit gesetzt. Der FC hat wieder ein Gerüst, um welches Saison für Saison an einer Mannschaft gebastelt wird, die unseren FC auch sportlich weiterbringt.

3 Aufstellungen der letzten Jahre

2. Bundesliga, 1. Spieltag (20.07.2013)
Dynamo Dresden-1. FC Köln  1:1
Horn, Brecko, Maroh, Golobart, Hector, Matuschyk, Risse, Jajalo (77. Lehmann), Gerhardt (68. Halfar), Bröker, Ujah (83. Exslager).
1. Bundesliga, 1. Spieltag (23.08.2014)
1. FC Köln-Hamburger SV  0:0
Horn, Brecko, Maroh, Wimmer, Hector, Matuschyk, Lehmann, Risse (79. Olkowski), Osako (62. Vogt), Halfar, Ujah.
1. Bundesliga, 31. Spieltag (23.04.2016)
1. FC Köln-SV Darmstadt 98  4:1
Horn, Sörensen (79. Olkowski), Maroh, Mavraj, Mladenovic (46. Heintz), Lehmann, Hector, Risse, Gerhardt (70. Jojic), Osako, Modeste.

Horn, Maroh, Hector, Lehmann und Risse standen in allen 3 Partien auf dem Platz und bildeten letzten Endes auch das Gerüst der letzten Jahre. Um diese Spieler herum wurden zumeist junge und entwicklungsfähige Spieler geholt und eingesetzt, was uns zu Punkt zwei bringt…

  1. Transferpolitik

Junge und entwicklungsfähige Spieler wurden nicht nur mit dem Ziel geholt den FC sportlich weiterzubringen; diese Spieler sollten bestenfalls über die Weiterentwicklung Ihre Marktwerte steigern und dem FC bedeutende Gewinne aus Transfererlösen bringen, was uns zu Punkt 3 bringt…

  1. Finanzielle Gesundung

Neben den Maßnahmen im Hintergrund (Umschuldung, Sponsorenverträge u.a.), ist der sportliche Bereich ein wichtiger Faktor, um den Verein finanziell wieder gesunden zu lassen. Hierfür sind im Moment (und sicher auch noch auf Jahre hinaus) Einnahmen aus dem internationalen Geschäft nicht von Bedeutung, so dass eine Teilnahme am internationalen Geschäft höchstens ein „Extra“ darstellen würde. Die Teilnahme an einem internationalen Geschäft lässt sich nicht beliebig planen und beeinflussen. Ein viel wichtigerer Bestandteil finanziell zu gesunden ist jedoch das Vorhandene zu optimieren und dazu gehört nun mal auch, die Marktwerte der Spieler zu optimieren und diese Spieler dann im Interesse des Vereins gewinnbringend zu verkaufen. Das hierzu höchste sportliche Kompetenz Voraussetzung ist, liegt auf der Hand, aber diese Kompetenz haben Schmadtke, Stöger und Jakobs durchweg durch Ihre Handlungen bestätigt, was uns zu Punkt 4 bringt…

  1. Ruhe im Umfeld

Die Zeiten, in denen Medien und Fans bei kleinsten Erfolgen in Euphorie verfallen oder andersherum bei kleinsten Misserfolgen in Panik geraten sind vorbei. Die o.g. Personen haben sich durch die Emotionen im Umfeld nicht beirren lassen und haben mit ihrer konstruktiven Art und ihren kompetenten Handlungen es geschafft Vertrauen bei Medien und Fans aufzubauen, was zu einer schon vergessenen Ruhe in Köln geführt hat. Und diese Ruhe sorgt letzten Endes dafür, dass alle handelnden Personen, ob Spieler oder Funktionäre, effektiv an ihrer eigenen und/oder an der Weiterentwicklung des Vereins arbeiten können, was uns wieder zu Punkt 1 bringt und so den Kreis schließt.

In der letzten Saison gab es immer mal wieder Phasen, in denen es nicht so lief. In einigen Medien wurde gleich von „Krise“ gesprochen, doch unser FC war meines Erachtens zu keinem Zeitpunkt in einer „Krise“. Vielmehr wurden viele Spieler „Opfer der Langeweile“. Solange die selbstgesteckten (Etappen-)Zielen nicht erreicht sind, sind innere Anspannung, Aufmerksamkeit und bestenfalls der „Hunger“ nach Erfolg gegeben. Sind die (Etappen-)Ziele jedoch erreicht und werden die weiteren (Etappen-)Ziele nicht nach oben angepasst, so lässt die innere Spannung nach. Dies ist nur allzu menschlich. Die Leistungsbereitschaft ist im Normalfall am höchsten, wenn erreichbare Ziele noch nicht erreicht sind. Denn werden diese Ziele zu schnell und zu leicht erreicht, sinkt die Motivation und mit ihr die Bereitschaft sich zu „quälen“. Denn die Ziele sind eben leicht und man weiss, dass sie irgendwann erreicht werden. Also warum sich selbst mehr stressen als nötig? Diese allzu menschliche Haltung ist jedoch gefährlich und so ist es wenig überraschend, dass in dieser Phase dann selten die Punkte eingefahren werden, die sonst mit der richtigen Motivation und Leistungsbereitschaft eingefahren worden wären. Fußball ist eben auch ein Spiel, das im Kopf entschieden wird. Zufall, dass unser FC in der letzten Saison immer dann positive Resultate eingefahren hat, wenn er „liefern“ musste? Zufall, dass unser FC „den nächsten Schritt“ durch unerwartete Punktverluste verpasst hat? Ich glaube nicht an Zufälle, sondern eher daran, dass der „nächste Schritt“ deshalb ausgeblieben ist, weil die eigenen Ziele im Laufe der Saison nicht angepasst wurden. Möglicherweise wurde dieser „nächste Schritt“ bewusst von den Verantwortlichen nicht eingeleitet, damit im Falle des Misserfolgs die durchweg positive Entwicklung der letzten Jahre nicht zu früh und ohne Not mit einem Mal aufs Spiel gesetzt wird. Dies war daher absolut nachvollziehbar und sicher auch berechtigt, doch die Spieler haben durch Ihre Fähigkeit im richtigen Moment punkten zu können bewiesen, dass sie mit größerem Druck umgehen können. Ich denke, dass diese Spieler es nun verdient haben sich an höheren Zielen messen zu dürfen und dass man ihnen den „nächsten Schritt“ einfach mal zutraut. Wird der Glaube in die Fähigkeiten der eigenen Spieler dagegen nicht gestärkt, droht ein Rückschritt. Für die kommende Saison wird es m. E. daher sehr wichtig sein, den „nächsten Schritt“ zu definieren und einzuleiten. Der nächste Schritt könnte natürlich in Anbetracht des 9. Platzes zuletzt das Anpeilen eines Europa League-Platzes sein, aber davon wäre abzuraten. Die eigenen Ziele sollten nach Möglichkeit nicht von den Investitionen und den Weiterentwicklungen der restlichen Liga-Konkurrenten abhängig sein. Man sollte primär auf sich selbst schauen und so wäre ein möglicher nächster Schritt das Anpeilen einer höheren Punktemarke. Nach 40 Punkten im ersten und 43 Punkten im zweiten Bundesligajahr, könnten für die kommende Saison 50 Punkte ein realistisches Ziel sein (sofern unser FC durch die neue Transferperiode nicht gezwungen wird wieder bei „Null“ anzufangen). Je nachdem was die Konkurrenz macht können diese 50 Punkte dann für einen Europa League-Platz ausreichend sein oder eben nicht. Dies sollte für den nächsten Schritt aber nicht entscheidend sein. Welche Schlüsse nun auch immer am Geißbockheim aus der letzten Saison gezogen werden, die Spieler scheinen jedenfalls bereit zu sein: Bereit für den nächsten Schritt!

In diesem Sinne,

Come on FC!

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Erkenntnisse nach der Hinrunde https://koelsche-ziege.de/erkenntnisse-nach-der-hinrunde/ https://koelsche-ziege.de/erkenntnisse-nach-der-hinrunde/#comments Wed, 07 Jan 2015 10:43:20 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=2829

Zum Ende der Hinrunde hätte man fast den Eindruck bekommen können, dass die Taktik im Fußball nicht ganz so wichtig sei. Für Jürgen Klopp ist die Dortmunder Krise nicht taktischer Natur, Pep Guardiola antwortet auf die Frage nach seinen ständigen Taktikwechseln, dass das System nicht so wichtig ist und Roberto Di Matteo (ja Di wird [...]

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Zum Ende der Hinrunde hätte man fast den Eindruck bekommen können, dass die Taktik im Fußball nicht ganz so wichtig sei. Für Jürgen Klopp ist die Dortmunder Krise nicht taktischer Natur, Pep Guardiola antwortet auf die Frage nach seinen ständigen Taktikwechseln, dass das System nicht so wichtig ist und Roberto Di Matteo (ja Di wird im italienischen groß und nicht klein geschrieben…) weist darauf hin, dass die Gegentore bei der 0:5-Klatsche gegen Chelsea nicht von der Taktik abhingen.

Bei genauerer Betrachtung jedoch hat Klopp auf die Misserfolge primär mit Taktikwechseln reagiert, Guardiola rückte die „Spielidee“ in den Vordergrund (fußt die Basis einer Idee nicht auf taktischem Boden?) und Di Matteo kehrte nach der 4er-Abwehrkette im Chelsea-Spiel zurück zu einer 3er-Kette. Ob diese Trainer einfach nur keine Lust auf eine Taktikdebatte mit dem jeweiligen Reporter/Journalisten hatten oder aber ganz einfach nicht kritikfähig sind und so von eigenen Fehlern abzulenken versuchten, bleibt ihr Geheimnis und so zitiere ich zur Wichtigkeit einer Taktik lieber den großen Sepp Herberger der da sagte:

Wer Taktik ablehnt und sie faulen Zauber nennt, hat sie am meisten nötig.Sepp Herberger

Ergänzend sei natürlich erwähnt, dass Taktik natürlich nicht alles ist, aber sie kann sehr viel mehr sein und Schwächen kompensieren, wenn die Einstellung der Mannschaft stimmt und zumindest eine Grundqualität gegeben ist.

Die Hinrunde unseres FC ist durchaus respektabel verlaufen. 19 Punkte sind für einen Aufsteiger absolut ok, aber leider wird der Grat auf den der FC zurzeit wandelt immer schmaler. Denn während man nach den ersten Spielen – ungeachtet der Ergebnisse – den Eindruck haben konnte, dass dieser Kader vieles gut macht und an den Schwachpunkten arbeiten kann, kann man nach nunmehr 17 Spielen ernüchtert feststellen, dass das mit dem Thema „an den Schwachpunkten zu arbeiten“ so eine Sache ist und dieser Kader bereits an vielen Limits gestoßen ist, so dass man auch feststellen muss, dass bereits kurzfristig mehrere personelle Veränderungen zwingend notwendig sind, um sich in der 1. Liga etablieren zu können. Aber der Reihe nach…

FC kann nur 4-2-3-1. 12-mal trat der FC in dieser Grundformation an (u.a. gegen Schalke, Dortmund, M´gladbach, Hoffenheim und Stuttgart) und holte dabei 18 von 19 Punkten. Aus 5 Spielen mit veränderter Grundformation dagegen nur einen Punkt: 2-mal im 4-1-4-1 (gegen Mainz und Augsburg) und je 1-mal im 4-3-2-1 (gegen Bayern), im 4-4-2 (gegen Freiburg) und im 5-4-1 (gegen Leverkusen).

Vogt ist der Schlüsselspieler im 4-2-3-1. Vogt kam in der Hinrunde 16-mal zum Einsatz (gegen Wolfsburg war er gesperrt) und durfte 8-mal im 4-2-3-1 auf der Sechserposition spielen. Dabei holte der FC insgesamt 14 von seinen 19 Punkten und kassierte lediglich 6 von 23 Gegentoren. Ohne Vogt auf der Sechs agierte der FC folglich 9-mal und holte gerade mal 5 von möglichen 27 Punkten und kassierte 17 Gegentore.

FC erspielt die wenigsten Chancen der Liga. Laut Zählung des kicker Sportmagazins hat der FC in der Hinrunde gerade mal 60 Chancen kreiert. Zum Vergleich: Auf den FC folgen Hertha und Mainz mit 69 Chancen; der Liga-Durchschnitt liegt bei ca. 93 Chancen und wird von 11 Mannschaften erfüllt, u.a. auch von Bremen und Stuttgart.

FC tut sich besonders schwer gegen Teams auf „Augenhöhe“. Mainz, Hertha, Freiburg, Bremen, Paderborn, Stuttgart, Hamburg und ja auch Augsburg zähle ich zu den Teams, die auf Augenhöhe mit dem FC sind. Die Interpretation wann ein Team mit einem anderen auf Augenhöhe ist,  ist natürlich rein subjektiv und nicht jeder wird dieselben Teams wählen, erst recht nicht, wenn ein Team sich derzeit auf Rang 6 befindet. Aber ich erachte Augsburg individuell nicht viel besser besetzt als unseren FC, jedoch wird dort seit Jahren einfach nur verdammt gut gearbeitet, was uns eigentlich Hoffnung machen sollte. Hoffnung, dass man durchaus was aufbauen kann, auch wenn man vermeintlich qualitativ schlechter als viele andere in der Liga ist. Wie dem auch sei…es sprangen lediglich Siege in Bremen und Stuttgart raus.

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Fast wie in der schlechten alten Zeit https://koelsche-ziege.de/fast-wie-in-der-schlechten-alten-zeit/ https://koelsche-ziege.de/fast-wie-in-der-schlechten-alten-zeit/#comments Mon, 17 Nov 2014 09:47:38 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=2699

Nach elf Spieltagen ist Länderspielpause und der 1. FC Köln steht auf dem elften Tabellenplatz. Also ungefähr dort, wo ihn die meisten Experten und auch die realistischeren unter uns Fans ungefähr erwartet haben. Es gab keine ernsthaften Skandale, keinerlei Trainerdiskussion, keine finanziellen Hiobsbotschaften, ja nicht einmal eine klitzekleine Eskapade eines Spielers. Die Boulevardmedien behielten genau [...]

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Nach elf Spieltagen ist Länderspielpause und der 1. FC Köln steht auf dem elften Tabellenplatz. Also ungefähr dort, wo ihn die meisten Experten und auch die realistischeren unter uns Fans ungefähr erwartet haben. Es gab keine ernsthaften Skandale, keinerlei Trainerdiskussion, keine finanziellen Hiobsbotschaften, ja nicht einmal eine klitzekleine Eskapade eines Spielers. Die Boulevardmedien behielten genau wie Fans, Mannschaft, Trainerstab und auch die Vereinsführung selbst bei der kleinen Niederlagenserie gegen Hannover, Frankfurt und die ohnehin nur mit Zaubertrank schlagbaren Bayern die Ruhe.

Viele sprechen bereits von einer neuen Ära, dem neuen und offensichtlich besseren 1. FC Köln. Dies scheint berechtigt, denn der Effzeh hat hart und erfolgreich daran gearbeitet, sein Image als Fahrstuhlmannschaft und unberechenbarer Karnevalsverein loszuwerden. Unter anderem dadurch, dass unser schwäbischer Finanzmagier Alex Wehrle das Thema Karneval professionalisiert und mit den Karnevalstrikots (wie wenig sie mir auch gefallen) zu Geld gemacht hat. Tatsächlich haben Werner Spinner und sein Team den Verein und seine Strukturen in nahezu allen Bereichen professioneller gemacht und dafür danken wir aus ganzem Herzen.

Nur eines erinnert mich in diesen Tagen an die schlechte alte Zeit. Also jene Zeit, die nach der guten alten Zeit kam und aus meiner Sicht erst zu Beginn der vorletzten Saison beendet wurde. Jene schlechte alte Zeit, in der der 1. FC Köln fünfmal abstieg, Trainer und Manager häufiger wechselte als Lothar Matthäus seine Ehefrauen und sich durch Abfindungen, Michi Meier Transfers und sonstige Dummheiten finanziell beinahe zugrunde richtete. Nicht zu vergessen die Maulwürfe, Altstars und Egozentriker, die in dieser Zeit das Rückgrat unserer Mannschaft bilden sollten.
All das gibt es zum Glück aktuell nicht. Doch in einem ist sich der 1. FC Köln treu geblieben. Er bleibt unberechenbar. Betrachtet man die Gesamtsituation fällt das gar nicht so auf. Doch im Detail ist dies klar zu erkennen. Besonders deutlich wird das am Spiel in Hoffenheim.

Nach wenigen Minuten ging es schon los. Ausgerechnet Timo Horn,  bisher die unüberwindbare Mauer von Kölle, patzte. Kurz darauf ging es weiter. Pavel Olkowski, der zu Anfang der Saison auf der Bank saß, dann überraschend unseren Miso auf die Bank verdrängt hatte und dann noch überraschender in die Offensive versetzt wurde,  knallte den Ball einfach mal so ins Tor. Und nicht, dass das alles gewesen wäre. Plötzlich wurde Herr Lehmann zum Freistoßkunstschützen wie einst Dirk Lottner und Tony Ujah gelang nach einem Doppeldoppelpass sein vielleicht bestes Tor für den FC. Und als wir gerade von einem sicheren Sieg zu träumen begannen, legte unsere bisher so sichere Abwehr eine verfrühte Halbzeitpause ein und schon begann das Spiel trotz bereits sechs Toren eigentlich wieder bei null. Dann passierte lange nichts und genau aus diesem Nichts heraus haute Olkowski dann plötzlich seinen zweiten Knaller des Tages raus.

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