Kölsche Ziege [philtek] – Kölsche Ziege https://koelsche-ziege.de Eine weitere WordPress-Seite Sat, 30 Jan 2021 16:03:20 +0000 de hourly 1 Hätte, hätte. Oder: Irgendwie ist alles Fahrradkette. https://koelsche-ziege.de/haette-haette-oder-irgendwie-ist-alles-fahrradkette/ https://koelsche-ziege.de/haette-haette-oder-irgendwie-ist-alles-fahrradkette/#comments Thu, 03 Oct 2019 16:48:26 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=4062

Viel zu lange habe ich hier nichts geschrieben. Das hat viele Gründe. Unter anderem, dass mich das Jahr zweite Liga so angekotzt hat, dass mich nicht mal der Aufstieg in irgendeiner Weise euphorisieren konnte. Und die erste Liga? Tja… Tja… Tja… Ganz offensichtlich auch nicht. Das begann schon mit den Neuzugängen. Ich gestehe offen ein, [...]

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Viel zu lange habe ich hier nichts geschrieben. Das hat viele Gründe. Unter anderem, dass mich das Jahr zweite Liga so angekotzt hat, dass mich nicht mal der Aufstieg in irgendeiner Weise euphorisieren konnte. Und die erste Liga?

Tja…

Tja…

Tja…

Ganz offensichtlich auch nicht. Das begann schon mit den Neuzugängen. Ich gestehe offen ein, dass ich nicht genug Kenntnisse über die neuen Spieler hatte, um diese konkret zu kritisieren. Es geht auch nicht um die einzelnen Spieler. Es geht mehr ums Konzept. Natürlich ist bei allen Neuzugängen ordentlich Potential vorhanden. Das konnten sie in den bisherigen Spielen auch schon andeuten. Ein gestandener Bundesligaspieler (oder auch aus einer anderen Topliga) ist allerdings nicht dabei. Alles in allem eine bunte gemischte Tüte. Perfekt dazu geeignet, eine bestehende Mannschaft mit einem Kern aus gestandenen Profis zu ergänzen und auf lange Sicht besser zu machen.

Was allerdings fehlt ist dieser funktionierende Kern. Theoretisch sollte er da sein. Doch die Europahelden wie Marcel Risse und Marco Höger haben schon in der vergangenen Saison gezeigt, dass sie aufgrund von Alter und Verletzungen ihren Zenit überschritten haben. Ebenfalls schon in der letzten Saison schwach waren eigentliche Leistungsträger wie Jonas Hector und insbesondere Timo Horn. Die haben allerdings keine Verletzungen oder ihr Alter als Ausrede. Anthony Modeste konnte nach seiner Rückkehr aus China auch nicht annähernd an seine fantastischen Leistungen aus der Zeit davor anknüpfen.

Also konnten diese Spieler den Neuzugängen auch kein funktionierendes Gerüst bieten, in das diese sich einfügen konnten. Die aus meiner Sicht einzigen Lichtblicke der letzten Saison nämlich Meré, Schaub und Terodde scheinen in den Planungen von Achim Beierlorzer irgendwie keine Rolle zu spielen. Warum, weiß der Achim?

Dazu kam dann noch die legendäre Fahrradkette. Hätten wir mehr Glück mit der Auslosung der ersten Spieltage gehabt, hätten wir die Leistungen gegen Dortmund oder die Bayern auch gegen Gladbach oder die Hertha gezeigt, hätte Cordoba den Kopfball gegen Berlin reingemacht. Hätten die Berliner danach nicht so einen Sonntagsschuss ausgepackt. Hätte Horn Topform gehabt und den Sonntagschuss gehalten. Hätte Meré mehr Spielpraxis gehabt und sich nicht so übermotiviert eine rote Karte abgeholt.

Wie gesagt. Am Ende ist das alles Fahrradkette. Und dafür kann man sich in der Bundesliga nichts kaufen. Und so wie sich unser FC aktuell präsentiert, hat er in der Bundesliga auch nichts verloren. Das tut weh zu denken und zu schreiben. Und wie so oft in meiner langen Geschichte als Fan des 1. FC Köln würde ich mich sehr freuen, in diesem Sinne unrecht zu haben.

Bitte lieber FC. Belehrt mich eines Besseren. Am besten schon am Wochenende auf Schalke,

Kein hätte, hätte, Fahrradkette mehr.

Sondern zieht frei nach Loddar aus

Wäre, wäre, Eure Lehre!.

Damit ich nicht wieder den Drang verspüre, meine Zähne wie der Junge auf dem Bild in die Absperrung zu beißen.

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Sorry Jhon! Lo siento! https://koelsche-ziege.de/sorry-jhon-lo-siento/ https://koelsche-ziege.de/sorry-jhon-lo-siento/#comments Sat, 09 Feb 2019 11:58:24 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=4048

Ich habe es ja immer gesagt. Würde ich gerne sagen können. Stimmt aber nicht. Ich habe Jhon Córdoba nicht so schlecht gemacht wie manch anderer. Aber das der Kerl in der Lage sein würde, so eine Saison zu spielen hätte ich nicht gedacht. Und noch weniger so ein Spiel wie gegen Pauli. Da stimme wirklich [...]

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Ich habe es ja immer gesagt.

Würde ich gerne sagen können. Stimmt aber nicht. Ich habe Jhon Córdoba nicht so schlecht gemacht wie manch anderer. Aber das der Kerl in der Lage sein würde, so eine Saison zu spielen hätte ich nicht gedacht. Und noch weniger so ein Spiel wie gegen Pauli.

Da stimme wirklich alles. Laufbereitschaft, Laufwege, Kampfgeist, Körpersprache, Übersicht…

Ach ja. Drei Tore hat er auch noch gemacht.

Cococordoba……..!

Was natürlich die Kirschen auf der Torte sind. Aber diese Torte wäre auch ohne Kirschen schon fantastisch gewesen.

Ich gönne es ihm von Herzen. Denn bei alter Kritik, die ich an ihm übte. Seine Einstellung schien mir nie das Problem. Er beschwerte sich nie, stecke die Demütigungen ein und machte weiter wie ein Profi. Bis der Knoten endlich platzte.

Dieser Knoten platzte endgültig gestern beim zweiten Tor gegen den Stadtteilclub aus Hamburg. Und wenn sich jetzt noch einer wegen der gelben Karte nach dem Torjubel beschwert, gibt es auf die Mütze. Nach der Vorgeschichte ist es bewundernswert, dass er die Hose anbehalten hat.

Fantastisch. Mir bleibt nur noch zu sagen.

Sorry Jhon. Ich habe dich unterschätzt. Du hast mich eines besseren belehrt. Und das freut mich sehr.

Lo siento Jhon. Te subestime. Pero tu me probaste lo contrario. Eso me alegra mucho.

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2019: Neues Jahr, endlich wieder neues Glück? https://koelsche-ziege.de/2019-neues-jahr-endlich-wieder-neues-glueck/ https://koelsche-ziege.de/2019-neues-jahr-endlich-wieder-neues-glueck/#comments Thu, 03 Jan 2019 14:41:29 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=4042

2018 war für FC-Fans ein Jahr zum… Zum was? Gute Frage. Das Jahr ist vorbei und ich kann es immer noch nicht genau sagen. 2018 war ein seltsames Jahr. Die Europapokalhymne noch im Ohr starteten wir als quasi feststehender Absteiger. Nach anfänglich kurz (wirklich sehr kurz) wieder aufkeimender Hoffnung blieb dann genug Zeit, um sich [...]

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2018 war für FC-Fans ein Jahr zum…

Zum was? Gute Frage. Das Jahr ist vorbei und ich kann es immer noch nicht genau sagen. 2018 war ein seltsames Jahr. Die Europapokalhymne noch im Ohr starteten wir als quasi feststehender Absteiger. Nach anfänglich kurz (wirklich sehr kurz) wieder aufkeimender Hoffnung blieb dann genug Zeit, um sich auf die zweite Liga vorzubereiten.

Schöner wurde es dadurch nicht. Man konnte den Aufschlag zwar absehen, aber er wurde dadurch kein bisschen angenehmer. Von London nach Sandhausen in weniger als einem Jahr. Da musste selbst die leidgeplagte FC-Fanseele mehr als einmal kräftig schlucken. Eine Wahl hatten wir natürlich nicht, also hieß es

#durchetfuer

Wir hakten den Abstieg also als eine Art Betriebsunfall ab. Umso mehr als Spieler wie Hector, Horn, Risse & Co beschlossen, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen in den sie ihn versenkt hatten. Das war Balsam für die kölsche Seele in einem wichtigen Moment.

Zweite Liga bleibt allerdings zweite Liga. Ehrlich gesagt müsste ich mich schon anstrengen, spontan aus dem Kopf sämtliche Teams der zweiten Liga zu nennen. Von deren Spielern ganz zu schweigen. Letztlich auch egal. Die erste Liga war tatsächlich nicht das, was ich 2018 am meisten vermisst habe.

2018 war auch das Jahr eins nach Schmadtke und Stöger. Man hört ja einige unschöne Gerüchte was zwischen den beiden vorgefallen sein soll, aber das möchte ich hier nicht thematisieren. Eines möchte ich aber festhalten. Ich vermisse die beiden immer noch. Es liegt nicht an der Arbeit von Armin Veh und Markus Anfang. Damit bin ich größtenteils zufrieden. Aber ich werde mit den beiden einfach nicht warm. Schmaddi und Stöger haben dem Verein die Wärme und Herzlichkeit gegeben, die dem Verein vorher lange und leider auch danach wieder fehlte. Ein Verein, den selbst Fans anderer Mannschaften sympathisch finden konnten. Mein Verein war, wie der Tünn so gerne sagt endlich wieder ein feiner Club.

Möge er wieder dazu werden. 2019 scheint doch das perfekte Jahr dafür zu sein. Den Aufstieg setze ich jetzt einfach mal voraus. Als Fan darf ich so arrogant sein.

In diesem Sinne:

Möge 2019 besser werden als 2018!

Foto: Eduard Bopp / fotobopp.de

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Wer ist heute der Special Guest? Anthony Modeste! https://koelsche-ziege.de/wer-ist-heute-der-special-guest-anthony-modeste/ https://koelsche-ziege.de/wer-ist-heute-der-special-guest-anthony-modeste/#comments Mon, 19 Nov 2018 14:22:08 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=4031

Anthony Modeste ist zurück beim Fc. Freude? Entsetzen? Wut oder einfach nur Erstaunen? Ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll. Doch das Ganze erinnert mich stark an eine Romantikkomödie. Was für ein Drehbuch. Und zwar kein moralüberfrachteter Arthouse-Film mit langatmigen bedeutungsschwangeren Dialogen, bei denen der Kopf viel stärker als das Herz gefordert wird. [...]

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Anthony Modeste ist zurück beim Fc.

Freude?
Entsetzen?
Wut oder einfach nur Erstaunen?

Ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll. Doch das Ganze erinnert mich stark an eine Romantikkomödie. Was für ein Drehbuch. Und zwar kein moralüberfrachteter Arthouse-Film mit langatmigen bedeutungsschwangeren Dialogen, bei denen der Kopf viel stärker als das Herz gefordert wird. Nein, ein herrlich leichter Hollywood-Blockbuster. Tony alias Anthony Modeste (30) und der viel ältere Effzeh (70) lernen sich im Sommer kennen. Trotz der augenscheinlichen Unterschiede passt es. Auch wenn es keine Liebe auf den ersten Kick ist, wird doch nach und nach etwas Ernstes daraus. Sie lernen sich kennen und werden ein eingespieltes Team.

Dann der Bruch.

Auf dem emotionalen Höhepunkt verdreht ihm eine reiche Schönheit aus China den Kopf, wackelt verführerisch mit der Brieftasche und lockt mit ihren Reizen. Tony hört auf falsche Freunde, stürzt sich in eine heiße Affaire. Es fallen unschöne Worte, Autotüren knallen und er lässt den FC allein zurück. Das Ende?

Nein, nicht in Hollywood. Nicht in Köln. Hennes heult sich die Augen aus, lässt sich gehen – und zwar bis in die 2. Liga. Es scheint alles verloren. Doch da merkt Tony, was er an ihm hatte. Es war spürbar anders. Demütig kommt er zurück und nach ersten zarten Annäherungsversuchen, fasst er sich schließlich ein Herz. Der Showdown: Tony geht am großen Abend des FC vor aller Augen auf die Bühne, schnappt sich das Mikrofon und gesteht seine Liebe. Verwunderte Blicke, dann aufbrandender Applaus. Die Kamera fährt über das glückliche Paar, das mit glasigen Augen eng beieinander steht und sich schwört
„mir schwöre dir he op treu und op lier, mir stonn zu dir FC Köööölle“.
Ende.

Soweit der Film, doch wie gehen solche Romanzen nach dem Abspann weiter? Was wird aus dem wieder vereinten Paar? Gipfelt es in einer vertrauensvollen Ehe oder kracht es wieder?

Was mich angeht, ich wünsche den beiden nur das Beste. Auch wenn Tony für einen echten Traumprinz die Aufrichtigkeit fehlt. Mein Herz hängt nun mal am FC und wenn der glücklich ist, bin ich es auch.

„Auf das er Tore sprechen lässt – Anthony Modeste!“

Das ist übrigens ein Gastbeitrag von meinem Kumpel Rene, der irgendwie beim Thema Modeste gerne eskaliert und seinen Senf dazu abgeben muss. Mich stört es nicht 🙂

Foto: Eduard Bopp / fotobopp.de

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Zu schön, um schön zu sein https://koelsche-ziege.de/zu-schoen-um-schoen-zu-sein/ https://koelsche-ziege.de/zu-schoen-um-schoen-zu-sein/#comments Tue, 13 Nov 2018 09:41:30 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=4027

In den letzten Wochen war ja beim FC die Stimmung eher mau. Genau wie meine Meinung über das, was beim FC geschah. Dann war es auf einmal Samstag, Müngersdorf, 13:00 Uhr Irgendjemand hatte behauptet, gegen Dresden gäbe es nur alkoholfreies Bier. Deswegen hatten wir vorgeglüht. Was letztlich nicht notwendig war, die Stimmung aber in keinster [...]

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In den letzten Wochen war ja beim FC die Stimmung eher mau. Genau wie meine Meinung über das, was beim FC geschah.

Dann war es auf einmal Samstag, Müngersdorf, 13:00 Uhr

Irgendjemand hatte behauptet, gegen Dresden gäbe es nur alkoholfreies Bier. Deswegen hatten wir vorgeglüht. Was letztlich nicht notwendig war, die Stimmung aber in keinster Weise negativ beeinflusste. Auch nicht, dass die KVB uns zügig und völlig entspannt nach Müngersdorf brachte. Beim Bier vorm Kuckuck dann noch die Mannschaftsaufstellung. Doppelspitze. Genauso so, wie wir es uns  schon länger gewünscht hatten. Die Hymne verursachte wie gewohnt Gänsehaut. Alles war also gut. Doch wie wir wissen kann der 1. FC Köln aus einem guten Tag ganz schnell einen beschissenen Tag machen. Tatsächlich kann der FC das sogar verdammt gut.

Nicht an diesem Samstag. Die Hymne ist gerade erst verhallt, als das Trömmelche zum ersten Mal ertönte. Wer hatte getroffen. Cordoba natürlich. Auf der Tribüne um uns herum ertönen die ersten. „Ich hab es ja immer gesagt!“ Sicher.

Dann passierte erst einmal nichts, was in Führung liegend gar nicht so verkehrt ist. Und dann traf Simon Terodde. Das hatten in der Tat einige vorher gesagt.

Denn wenn et Trömmelche jeht

Danach ging es entspannt in die Pause. Ein schönes, wenn auch ungewohntes Gefühl.

Die zweite Halbzeit beginnt mit gelb/schwarzem Rauch. Habemus Dresden. Ist zwar verboten, sieht aber sehr geil aus. Als sich der Rauch eine Minute später verzogen hat, nutzt Terodde die freie Sicht für seinen zweiten Treffer.

dann stonn mer all parat

Kurze Zeit später trifft – Wir hatten es ja immer gesagt – wieder Jhon Cordoba.

Cococordoba Cordoba Cococordoba!

Ein klarer Ohrwurm, den ich gerne noch viel öfter hören würde.

Wiederum fünf Minuten schlägt dann unser Kapitän zu.

un mer trecke durch die Stadt

Nochmal fünf Minuten später trifft dann wieder Terodde. (16 Tore am 13. Spieltag sind jetzt echt nicht ganz scheiße. Wollte ich nur mal erwähnen.)

un jeder hätt jesaat

In der 72. Minute beschließt dann Baris Atik.

„Wenn wir hier schon abgeschossen werden, dann schieße ich wenigstens das geilste Tor des Tages!“

Für genau sechs Minuten stimmt das auch, doch dann denkt sich Louis Schaub. „NÖ!“

Sein traumhafter Schlenzer von der Strafraumgrenze bringt den FC auch in dieser Hinsicht wieder in Front.

Kölle Alaaf, Alaaf

Und kurz vor Schluss darf auch Hector noch einmal ran.

Kölle Alaaf

8:1 in Worten acht zu eins und in D-Mark umgerechnet 16:2 hat unser FC Dynamo Dresden verprügelt. Und das nach den traurigen Auftritten der letzten Wochen. Das ist natürlich schön. Wunderschön. Irgendwie sogar zu schön. Zumindest für mich.

Am Ende taten mir die Dresdner leid. Vor allem der arme Torhüter und die Fans. Zugegebenermaßen hatte ich vor dem Spiel keine hohe Meinung von den Dresdner Fans und bin da immer noch kritisch. Aber was die über mehr als 90 Minuten an Support abgeliefert haben war beeindruckend. Vor allem in Anbetracht des Spielstands. Ganz großen Respekt dafür.

Vielleicht wäre mir deshalb ein 6:1 mit dem schönsten Tor für Dresden als Ergebnis lieber gewesen.

Aber wenn sowas in Zukunft meine größten Sorgen in Bezug auf unseren 1. FC Köln sein sollten, könnte ich vermutlich damit leben.

Foto: Eduard Bopp / fotobopp.de

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Systemfehler oder nur ANFANGsschwierigkeiten? https://koelsche-ziege.de/systemfehler-oder-nur-anfangsschwierigkeiten/ https://koelsche-ziege.de/systemfehler-oder-nur-anfangsschwierigkeiten/#comments Wed, 19 Sep 2018 16:38:36 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=4018

Was ich bei Peter Stöger gegen Ende am meisten vermisst habe war ein zu erkennendes Konzept auf dem Platz. Ein Spielsystem mit der man zumindest gegen schwächere Gegner auch mal das Spiel dominieren und kontrollieren kann. Jetzt haben wir Markus Anfang und ein System. Dominanz, Ballbesitz und attraktiven Fußball soll es uns bringen. Also alles [...]

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Was ich bei Peter Stöger gegen Ende am meisten vermisst habe war ein zu erkennendes Konzept auf dem Platz. Ein Spielsystem mit der man zumindest gegen schwächere Gegner auch mal das Spiel dominieren und kontrollieren kann. Jetzt haben wir Markus Anfang und ein System. Dominanz, Ballbesitz und attraktiven Fußball soll es uns bringen. Also alles das, was uns in der letzten Saison fehlte. Das hört sich erst einmal gut an.

Andererseits habe ich zum Thema Spielsystem und Konzepttrainer eigentlich nur zwei Worte zu sagen.

Stale Solbakken

Klar ist es gut alles auf ein Konzept zu setzen, wenn das Konzept aufgeht. Genauso wie es richtig ist, als auf rot zu setzen, wenn dann tatsächlich rot kommt.

Was mich an Solbakken an meisten gestört hat, war gar nicht sein Konzept. Das hörte sich wie bei Markus Anfang in der Theorie sogar ziemlich gut an und er hatte es ja auch bei einem kleineren Verein in einer kleineren Liga bereits erfolgreich umgesetzt. Was mich gestört hat war das absolute Fehlen eines Plan B. Ehrlich gesagt habe ich nie verstanden, ob es diesen aus Arroganz oder mangelnder Kompetenz nicht gegeben hat.

Aber ich weiß noch, wie der FC seine Gegner immer und immer wieder völlig frei flanken ließ. Immer und immer wieder.

Es ist ja nicht so, dass ich Markus Anfang und seinem System keinen Erfolg gönne. Ich fände es sogar fantastisch, wenn es klappen würde. Allerdings gibt mir der Saisonbeginn nicht allzu viel Hoffnung. Von dem groß angekündigten System habe ich nämlich noch nicht viel erkennen können. Was ich aber gesehen habe, waren viele Gegner, die viel zu frei flanken konnten. Und gegnerische Stürmer, die sich in unserem Strafraum viel zu frei bewegen konnten.

Vor allem die Verbindung zwischen Abwehr und dem Rest der Mannschaft scheint überhaupt nicht zu funktionieren. Zehn Gegentore nach fünf Spielen sprechen da eine deutliche Sprache. Sogar der MSV Duisburg auf dem letzten Platz hat weniger Tore kassiert. Klar haben wir auch die meisten Tore geschossen. Aber hier gilt wie auf dem Platz. Das Gesamtbild passt (noch?) nicht. Das sollte sich schleunigst ändern. Doch wie gesagt. Ich habe da meine Zweifel.

Hoffentlich irre ich mich und Markus Anfang belehrt mich eines Besseren. Falls nicht hat er hoffentlich einen vernünftigen Plan B und ist auch bereit, notfalls darauf umzuschwenken. Wobei. Wenn ich noch einmal darüber nachdenke, dann hoffe ich sogar ein bisschen mehr auf Plan B. Denn selbst wenn der Plan funktioniert, die Mannschaft das System verinnerlicht und die zweite Liga dominiert, bleibt es eben die zweite Liga. In welcher Köln ohne jeden Zweifel eine der Topmannschaften ist. Und für Topmannschaften scheint mir dieses System durchaus geeignet. Diese zweite Liga würden und wollen wir dann aber verlassen.

Wir würden uns also in der Bundesliga wiederfinden. Mit einer Mannschaft, die ein System verinnerlicht hat, um schwächere Gegner zu dominieren. Wer soll das in der ersten Liga sein? Und ich mag mir auch gar nicht vorstellen, wie es ausgehen würde, wenn wir es mit diesem System und unserem Kader gegen die Bayern probieren.

Deswegen bin ich gegen ein striktes System und für mehr Flexibilität.

Foto: Eduard Bopp / fotobopp.de

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In Kölle we call it a Neuanfang https://koelsche-ziege.de/in-koelle-we-call-it-a-neuanfang/ https://koelsche-ziege.de/in-koelle-we-call-it-a-neuanfang/#comments Fri, 06 Jul 2018 16:16:31 +0000 https://koelsche-ziege.de/?p=3997

Die kölsche Ziege war eine Weile offline. Das lag zum Teil an den neuen Datenschutzbestimmungen. Zu einem nicht unerheblichen Teil aber auch an mangelnder Motivation. Ihr versteht sicher, warum. Vor vielen Jahren schrieb ich mal einen Beitrag mit dem Titel. Warum der Kölner keine Domina braucht. Damals hatten wir uns fast schon gewöhnt an das [...]

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Die kölsche Ziege war eine Weile offline. Das lag zum Teil an den neuen Datenschutzbestimmungen. Zu einem nicht unerheblichen Teil aber auch an mangelnder Motivation. Ihr versteht sicher, warum.

Vor vielen Jahren schrieb ich mal einen Beitrag mit dem Titel.

Warum der Kölner keine Domina braucht.

Damals hatten wir uns fast schon gewöhnt an das permanente Leiden. Abstieg, Aufstieg und dann das Ganze wieder von vorn. Wir litten, aber wir wussten, worauf wir uns einließen. Eben wie bei einer Domina. Doch dann wurde die Domina #effzeh lieb und schlug uns nicht mehr. Stattdessen gab sie uns Liebe. Nicht nur für ein Jahr wie in der schlechten alten Zeit. Stattdessen schien der 1. FC Köln endlich wieder eine längerfristige Beziehung mit der ersten Bundesliga einzugehen. Eben wie in der guten alten Zeit.

Die Qualifikation für Europa setzte dem Ganzen dann die Krone auf und versetzte uns auf Wolke sieben. Es war Liebe, es war Glückseligkeit, es war einfach nur schön. All das wurde dann mit einem brutalen und kompromisslosen Tritt in die Eier beendet. Und nachdem ich mich schon so an Kuscheln statt Sado-Maso gewöhnt hatte, musste ich damit erst einmal klarkommen.

Weh tut es immer noch und ich bin auch sicher noch nicht darüber hinweg. Aber ich habe es akzeptiert. Und ich weiß, dass solche Höhen und Tiefen zum 1. FC Köln dazugehören. Denn Durchschnitt zu sein liegt dem Kölner und insbesondere dem FC überhaupt nicht. Das ist mit ein wenig Abstand betrachtet zwar immer noch schmerzhaft aber immer noch besser als ein langweiliger 08/15 Club zu sein.

Deswegen geht die Ziege jetzt auch wieder online und der FC macht einen Neustart in der zweiten Liga. Eines macht mir dabei Hoffnung.

Als wir mit der Kölschen Ziege im Jahr 2012 zum ersten Mal online gingen, war der #effzeh auch gerade in die zweite Bundesliga abgestiegen. Sechs Jahre später spielten wir in London.

Freuen wir uns also auf das Jahr 2024.
Dann sehen wir uns in Mailand.  

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Wer? Wie? Was? Wieso? Weshalb? Warum? Egal, 2018 ist ein neues Jahr! https://koelsche-ziege.de/wer-wie-was-wieso-weshalb-warum-egal-2018-ist-ein-neues-jahr/ https://koelsche-ziege.de/wer-wie-was-wieso-weshalb-warum-egal-2018-ist-ein-neues-jahr/#comments Mon, 08 Jan 2018 14:39:16 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3985

Schon lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Das liegt neben meiner Faulheit vor allem am 1. FC Köln. Meinem Verein, dem besten Verein der Welt. Einem Verein, dem ich jetzt seit mehr als 30 Jahren als Fan die Treue halte. Ich erinnere mich an Spieler wie Ilgner, Litti und Icke genauso wie an Donkov, [...]

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Schon lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Das liegt neben meiner Faulheit vor allem am 1. FC Köln.

Meinem Verein, dem besten Verein der Welt.

Einem Verein, dem ich jetzt seit mehr als 30 Jahren als Fan die Treue halte. Ich erinnere mich an Spieler wie Ilgner, Litti und Icke genauso wie an Donkov, Voigt und Cichon.

In den letzten 30 Jahren hat der 1. FC Köln wenige Höhen und viele Tiefen durchschritten.

Es gab Vizemeisterschaften, DFB-Pokalfinale, Halbfinale im Uefa-Cup, Abstiege, Aufstiege, Sandhausen und Meppen, München und Turin. In 30 Jahren passiert halt eine ganze Menge und bei einem Verein wie dem 1. FC Köln eben noch viel mehr.

Gefühlt war das Jahr 2017 ungefähr wie 30 Jahre FC-Fan sein.

Da war ja alles drin. Wir starten als solider, seriöser Verein, der sich ein ganz kleines bisschen Hoffnung machte, vielleicht bald wieder international zu spielen. Verdient hätten wir es nach der Rückrunde nicht, aber sonst wollte ja keiner.

Bähm! Platz fünf! Europa! Euphorie! Eskalation! Womit? Mit Recht!

Natürlich bin ich auch eskaliert. Aber kaum dass ich ein paar Tage später wieder nüchtern war, wurde mir etwas klar.
Europa war nur eine Momentaufnahme. Viel wichtiger war, dass der 1.FC Köln wieder ein feiner Club geworden war, wie der Tünn immer so schön sagt. Alles schien zu passen. Sportlicher Erfolg, dazu fantastische Stimmung. Ob bei den Fans, innerhalb der Mannschaft, zwischen Team und Trainer, zwischen Trainer und Manager…

Man kam sich schon fast vor wie im Li-La-Laune-Land. Mir war schon klar, dass dies nicht ewig so weitergehen würde.

Aber ich war mir zwei Dinge sicher.
Erstens: Der FC steigt nicht ab
Zweitens: Dieser Verein fällt so schnell nicht auseinander!

Ich befürchte, ich habe mich in beiden Punkten getäuscht. Und noch etwas ist mir klar geworden. Der zeigte Punkt trifft mich härter. Schmadtkes Abgang war schon hart, hatte aber wohl seine Gründe. Aber die Entlassung von Peter Stöger hat in mir und dem Verein etwas kaputt gemacht. Die Art, der Zeitpunkt. Da stimmte nix. Momentan ist der 1.FC Köln jedenfalls kein feiner Club mehr und das stimmt mich noch trauriger als der sportliche Misserfolg.

Lange habe ich überlegt und stehe dazu:
Ich wäre lieber mit Peter Stöger als feiner Club in die zweite Liga gegangen als das.

Aber ich darf weder entscheiden, was beim FC geschieht, noch ob der FC mein Verein bleibt. Beides sind Fakten mit denen ich leben muss. Auch 2018. Mit neuem Trainer und neuem Manager. Die hoffentlich mehr Glück haben, als ihre Vorgänger im letzten halben Jahr.

Möge der FC wieder ein feiner Club werden und vielleicht sogar das Wunder schaffen.

Foto: Herbert Bucco / upgradecologne.de

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Von der Scheiße am Fuß https://koelsche-ziege.de/von-der-scheisse-am-fuss/ https://koelsche-ziege.de/von-der-scheisse-am-fuss/#comments Mon, 16 Oct 2017 14:03:17 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3973

Es war der grosse Denker und Philosoph Andreas Brehme, der einst die weisen Worte sagte. Hast du Scheiße am Fuß, hast du Scheiße am Fuß. Ich dachte ja eigentlich das Zitat handele von Scheiße am Schuh und nicht am Fuß. Doch der große Philosoph sagte Fuß und das trifft es auch besser. Denn einen Schuh [...]

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Es war der grosse Denker und Philosoph Andreas Brehme, der einst die weisen Worte sagte.

Hast du Scheiße am Fuß, hast du Scheiße am Fuß.

Ich dachte ja eigentlich das Zitat handele von Scheiße am Schuh und nicht am Fuß. Doch der große Philosoph sagte Fuß und das trifft es auch besser. Denn einen Schuh kann man ausziehen und wechseln. Mir dem Fuss muss man leben. Und aktuell auch mit der Scheiße daran. Besser als mit diesen Zitat kann man das Spiel in Stuttgart und die aktuelle Situation des FC leider nicht beschreiben.

Die Mannschaft begann gut gegen die Schwaben. In Anbetracht von Tabellenplatz und Stimmungslage sogar sehr gut. Sie zeigten, dass sie wollten und noch wichtiger. Es auch können. Zumindest bis es darum geht, ein Tor zu machen. Und genau da sind wir wieder bei der Scheiße am Fuß. Natürlich fehlt uns Modeste. Ohne jeden Zweifel. Aber in der letzten Saison, also ohne Scheiße am Fuß, hätten wir in der ersten halben Stunde in Stuttgart auch ohne Modeste ein Tor geschossen. Dann wäre Osakos Ding drin gewesen. Oder Lehmanns Fernschuss. Oder irgendwem wäre ein Abpraller zum Abstauben vor die Füsse gefallen. Einfach aus Gründen der Wahrscheinlichkeit.

Doch nicht mit Scheiße am Fuß. Mit Scheiße am Fuß landet dann Özcans Fehlpass dann auch direkt beim Gegner und mit Scheiße am Fuß nutzt der das auch direkt eiskalt aus. Mit Scheiße am Fuß wird dank noch dazu falscher Entscheidung des Videoschiedsrichters (schon bei dem Wort kriege ich mittlerweile die Krise) aus einem Elfer und einem vermeintlichen Sieg innerhalb weniger Minuten eine ganz bittere Niederlage. Doch

Wäre, wäre, Fahrradkette

Wie ein anderer großer Philosoph des Fußballs neulich erklärte.
Machen wir und nichts vor. Dass unser FC so bitter dasteht hat nicht nur mit Pech und Fehlentscheidungen zu tun. Aber auch. Und es würde für den Anfang schon einmal helfen, diese Scheiße vom Fuß loszuwerden.

Denn sonst singen wir bald.

Eines Tages, eines Tages, wird’s geschehen. Dann dann fahren wir nach Sandhausen um…

Noch ist es nicht soweit. Und es soll bitte auch nie wieder soweit kommen. (außer Sandhausen steigt auf)

Darum bitte ich Dich lieber Fußballgott. Nimm die Scheiße von unserem Fuß und gib sie an jemand anders weiter. (es gibt da z.B. so einen Ponyhof)
Den Rest machen dann Stöger und seine Jungs.
Glaube ich, hoffe ich…

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Stöger raus? Nazipisserschande? Beste Stimmung ever? Spielwiederholung? https://koelsche-ziege.de/stoeger-raus-nazipisserschande-beste-stimmung-ever-spielwiederholung/ https://koelsche-ziege.de/stoeger-raus-nazipisserschande-beste-stimmung-ever-spielwiederholung/#comments Tue, 19 Sep 2017 08:47:36 +0000 http://koelsche-ziege.de/?p=3958

Oder: Wenn ich Euch mal eine Woche allein lasse. Ja ich gebe zu, meine Urlaubsplanung war wieder einmal etwas ungeschickt. Andererseits konnten wir bei der Buchung ja nicht ahnen, dass der FC wieder im Europapokal spielen würde. Unser Timing war jedenfalls überragend schlecht Während des Hinflugs verlor der 1. FC Köln in Augsburg, was mir [...]

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Oder: Wenn ich Euch mal eine Woche allein lasse.

Ja ich gebe zu, meine Urlaubsplanung war wieder einmal etwas ungeschickt. Andererseits konnten wir bei der Buchung ja nicht ahnen, dass der FC wieder im Europapokal spielen würde. Unser Timing war jedenfalls überragend schlecht

Während des Hinflugs verlor der 1. FC Köln in Augsburg, was mir dann den Start in den Urlaub etwas vermieste.

Doch das war auf Teneriffa schnell vergessen. Auch weil der FC in London endlich ebenfalls wieder international unterwegs war.

Nun ist man in heutigen Zeiten dank moderner Technik nicht mehr komplett fernab jeglicher Informationen. Aber eben auch nicht mitten drin. Die Kneipe in der ich gucken wollte hatte nur Sky und kein Sport1, weswegen es keinerlei Vorberichte zu sehen gab. Das versuchte ich über Twitter etc. nachzuholen.

Meine Informationskette und die daraus resultierenden Emotionen verliefen wie folgt.

20.000 Kölner in London. Geil!

Video vom Fanmarsch gesehen. Gänsehaut pur. Stolz! Zum ersten Mal in meinem Leben wäre ich lieber in London als auf Teneriffa. DU BIST MEIN VEREIN, ICH LIEBE DICH!

Versuchter Blocksturm, je nach Quelle bis zu tausende randalierende Kölner. Angeblich wird der Nazigruß gezeigt und überall ins Stadion gepinkelt. Die Schande von London eben. Und schon ist das tolle Gefühl vorbei. Scham, Wut.

Verschiebung um eine Stunde. Angeblich steht das Spiel kurz vor der Absage. Warum machen diese Idioten alles kaputt?

Das Spiel beginnt dann doch. Man hört nur Kölner. Aus gefühlt allen Blöcken, Kurven, Ecken und Kanten des Stadions. Das tolle Gefühl ist wieder da. Gänsehaut und Pipi in den Augen!

Jhon Cordoba, ja genau der, schießt den FC in Führung. Und wie! Totale Eskalation. Ok, wir sind nur drei Kölner in der Kneipe aber der Laden bebt.

Gegentore und der Rest des Spiels. Selten war mir ein Ergebnis so egal wie dieses. Ich genieße wie die Fans den Europapokal und sich selbst feiern und tue das Gleiche.

Am nächsten Tag relativiert sich dann die Schande von London Schritt für Schritt. Am Ende sagten sogar die Engländer, dass es noch nie eine so fantastische Stimmung im Emirates Stadium gegeben hat. Punkte haben wir zwar nicht geholt. Aber was bleibt, sind die Emotionen und das Wissen. Europa – Wir sind wieder da!
Fußballerisch wie erwartet unterlegen, fantechnisch bis auf ein paar Ausnahmen auf Champions League Niveau. Also eigentlich auch wie erwartet.

So konnte ich mich entspannt und zufrieden zurücklehnen und weiter meinen Urlaub genießen. Jetzt musste der 1. FC Köln nur noch in der Liga wieder in die Spur kommen.
Wo sollte das besser klappen als bei einem unserer Lieblingsgegner der letzten Jahre. Die Dortmunder liegen uns einfach.

Ich sitze mit dem Smartphone im Flieger. Da dieser etwas Verspätung hat, bekomme ich noch die ersten paar Minuten über den Ticker mit. Nach dem schnellen Gegentor dachte ich noch:

Jetzt kann es eigentlich nur noch besser werden.

Dann schaltete ich in den Flugmodus. Und den hätte ich besser nicht mehr verlassen. Denn zurück in Deutschland und in der Realität teilt mir Twitter als erstes mit, dass wir in Dortmund nicht nur verloren, sondern eine bittere Packung bekommen haben. Soviel zum Thema Lieblingsgegner.

Zweifacher Videobeweis und eventuellem offiziellen Protest um eine Spielwiederholung zu erzwingen inklusive. Damit (ich gehe davon aus, dass der Protest falls er kommt scheitert) ist der schlechteste Saisonstart aller Zeiten perfekt oder eben gerade nicht. Bei Facebook und in diversen Foren las ich sogar schon Sätze wie Stöger raus oder Schmadtke macht den Verein kaputt. Ernsthaft?

Das ist mir alles ein bisschen viel Drama und Probleme. Ich war doch nur acht Tage weg. Könnte ich bitte den 1. FC Köln wiederhaben, der mir in den letzten Jahren so viel Freude bereitet hat.

Auch wenn es dann langweiliger wäre.

Foto: Eduard Bopp / upgradecologne.de

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