Während es in Köln den ganzen Tag grau und herbstlich ist, trainiert der 1. FC Köln im Sunshine State Florida. Neid.
Auch wenn Florida seinem Ruf wettermäßig bislang nur bedingt gerecht wurde. Aber schöner als hier ist das Wetter allemal. Kommen wir vom Wetter zum Effzeh.

Beginnen möchte ich mit Glückwünschen an die frisch verheirateten Herren Helmes, Horn, Risse und Kessler sowie natürlich den Frauen, die diese in der Winterpause geheiratet haben. Hochzeiten stehen bei den FC-Kickern momentan hoch im Kurs. Doch wir interessieren uns für Fußball und unser frisch kahlgeschorener Schlüsselspieler Kevin Vogt liefert dafür mit seinem Zitat die perfekte Überleitung.

Nette Schwiegersöhne brauchen wir nicht!Kevin Vogt

In der Rückrunde brauchen wir stattdessen öfter auch mal Typen mit Ecken und Kanten auf dem Platz. Die selbstbewusst voran gehen, notfalls auch mal dahin, wo es weh tut. Die beim entscheidenden Pass und vor dem Tor endlich mal eiskalt und abgeklärt bleiben. Können die aktuellen Spieler das, oder muss das ein Neuzugang richten?

Das ist noch nicht klar. Fakt ist nur: Der Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde soll im Trainingslager in Orlando gelegt werden. Dort ist bisher noch nicht allzuviel passiert. Der 1. FC Köln hat bislang ein paarmal in Florida trainiert und am Wochenende steht der internationale Florida-Cup mit Gegnern wie Bayer Leverkusen (ok, das ist nicht der internationale Part und gegen die werden wir auch gar nicht spielen) und den brasilianischen Teams Fluminense FC und Corinthians Sao Paulo an.
Also Rheinland gegen Brasilien. Mit anderen Worten. Alles unter sieben zu eins wäre enttäuschend.

Bisher wurde aber wie gesagt nur trainiert.
Was dabei auffällt, ist das bisher nichts auffällt. Weder im Guten wie im Schlechten. Keine ernsthaften Verletzungen, kein Ärger und kein neuer Spieler. Zumindest bis jetzt nicht und so wie es aussieht, wird auch kein Neuzugang mehr nach Florida kommen.

Statt einem Neuzugang gibt es eine andere gute Botschaft. Finanzchef Alexander Wehrle hat den Abwerbeversuchen des VFB Stuttgart widerstanden und sich zum einzig wahren 1. FC Köln bekannt. Als Kölner fragt man sich natürlich. Was gab es da überhaupt zu überlegen?

Doch Alex Wehrle ist kein Kölner. Schon sein Dialekt verrät seine schwäbische Herkunft. Und er hat auch nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass auch sein Herz noch am VFB Stuttgart hängt. Umso höher ist sein Bekenntnis zum 1. FC Köln einzuschätzen.

Wir haben noch viel vor in den nächsten Jahren. Wir sind gerade erst am Anfang des Projekts 1. FC Köln. Das wollen das in den nächsten Jahren erfolgreich fortführen.Alexander Wehrle

Die Kölsche Ziege freut sich darauf. Denn wie ich schon twitterte:

Oder eben auch ein Trainingslager in Florida organisieren, dass den 1. FC Köln keinen Cent kostet. Und es hoffentlich auch schafft, Jörg Schmadtke mit ausreichend Geld für eine wirkliche Verstärkung auszustatten. Auf diese Verstärkung sind wir gespannt. Mögen die beiden Jörgs mal wieder richtig was aus aus dem Hut zaubern.

Und bis dahin erfreuen wir uns an den bunten Geschichten des Kollegen Bopp.

Anthony Ujah wird zum AlligaTORJÄGER (ich sollte echt Überschriften für den Boulevard schreiben) der Tünn zum harten Biker und unsere beiden Japaner präsentieren sich als Baseballspieler.

Fotos: © Eduard Bopp / upgradecologne.de

2 Kommentare

  1. Alex

    Da steckt ja mal eine Menge drin im Artikel. Also… die Heiratswelle scheint vor allem Risse gut getan zu haben, denn hatte er gestern anscheinend ein tolles Spiel abgeliefert beim Cup in Florida. Dazu hat unser FC auch noch 1:0 gewonnen. Was will man mehr?
    Richtig, keine Verletzten in der Vorbereitung auf die Rückrunde. Auch das hat bislang geklappt – weiter so! Wurde mir letzte Woche kurzzeitig Angst und Bange, so bin auch ich froh zu lesen, dass sich Wehrle für den FC bekannt hat. Danke!
    Endlich mal Kontinuität im Laden.
    Wünsche unseren Jungs in Florida weiterhin eine gute Vorbereitung, ein weiteres erfolgreiches Spiel und dass die Spieler alle wieder heil und fit zurückkehren, ehe bald die Rückrunde startet.

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Über den Autor

Philipp Tekampe (philtek): Elf Tage älter als Ronaldo (der echte, nicht Cristiano) und sogar 15 Tage älter als Michael Ballack aber dafür auf den Tag genau 31 Jahre jünger als der Kaiser Franz Beckenbauer. Damit im perfekten Alter, um das Geschehen nicht mehr aktiv zu bestreiten, sondern vom Seitenrand zu kommentieren. Als Blogger, Schriftsteller und PR-Texter gibt er seinen Senf auch zu anderen Themen ab.

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