Es war der beste Saisonstart seit 19 Jahren. Also eigentlich kein Grund, sich Sorgen zu machen, oder? Um besser einschätzen zu können, wo sich der FC nach vier Pflichtspielen in der neuen Saison befindet, ist ein Vergleich zur Vorsaison vielleicht ganz interessant! Hier ein paar Facts, die die Entwicklung des Teams, aber auch die neue Ausrichtung des Spielsystems verdeutlichen sollen.

Punktausbeute:
Nach vier Pflichtspielen der neuen Saison hat der FC schon sieben Punkte auf seinem Konto, ist ungeschlagen und souverän in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen.
Zum selben Zeitpunkt der letzten Saison waren es zwar auch fünf Punkte, aber die wurden eher über eine stabile Defensive erkämpft. Im DFB-Pokal kam der FC ebenso wie in diesem Jahr in Meppen über ein 4-0 ( FT Braunschweig) in die nächste Pokalrunde.

Torausbeute:
In den ersten drei Pflichtspielen der letzten Saison bleib der FC ohne Gegentor. Er schoss aber auch nur zwei Tore (2-0 in Stuttgart). Nach drei Saisonspielen in der laufenden Saison hat der Effzeh bereits sechs Saisontore vorzuweisen. Erstaunlich dabei ist, dass alle Tore von den drei Stürmern erzielt wurden und dass der FC in der aktuellen Spielzeit anscheinend weniger Chancen für einem Torerfolg benötigt. Zwar kassierte der FC im Vergleich zur Vorsaison auch schon drei Gegentreffer (in jedem Spiel jeweils eins), aber dies ist ein deutliches Indiz für die offensivere Spielweise in dieser Saison getreu dem Motto: ¨Wer vorne trifft, kann auch hinten ruhig mal kassieren!¨

Elfmeter:
In der letzten Saison bekam der FC am 13. Spieltag (beim 1-5 in Leverkusen) den ersten Elfmeter zugesprochen. Insgesamt waren es in der kompletten Saison 4 Elfmeter, die Matthes Lehmann alle verwandeln konnte. In dieser Saison sind es nach drei Spieltagen bereits 2 Elfmeter. Der Schütze hieß beide Male Tony Modeste. Wer offensiv spielt und oft im gegenrischen Strafraum Ballbesitz hat, erarbeitet sich Elfmeter. Kann gerne so weitergehen, wobei die Ausführung der Elfmeter eher glücklich war. Hier sollte Modeste souveräner werden, sonst kommt der erste Fehlschuss vom Punkt schneller, als uns das lieb ist.

Faktor Glück:
Die Spiele in Stuttgart und zu Hause gegen den HSV wurden eher glücklich als souverän gewonnen. Zahlreiche Alu-Treffer der Gegner, aber auch starke Leistungen von Timo Horn und das Unvermögen der gegnerischen Stürmer haben in Kombination mit dem Glück, das der FC in zahlreichen Spielen der Vorsaison mit nicht gegebenen Elfmetern und eigenen Latten- und Pfostenschüssen nicht hatte, zu den 6 Punkten geführt. Anscheinend hat der FC im Moment die fragwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter eher auf seiner Seite, als gegen sich. Aber man sollte sein Glück nicht überstrapazieren. Irgendwann schlägt das Pendel auf die andere Seite um. Wenn der FC dann schon eine gute Punktausbeute haben sollte, kann uns allen das dann aber herzlich egal sein!

Spielplan:
In dieser, aber auch in der letzten Saison hatte der FC ein ¨machbares¨ Auftaktprogramm. Die Gegner hießen auch HSV und Vfb, nur Paderborn wurde durch die starken Wolfsburger ersetzt. Günstig war jedoch, dass der FC seine ab der Rückrunde der Vorsaison neugewonnene Heimstärke in zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen ausspielen konnte. Hinzu kommt die Länderspielpause, in der man nach sieben Punkten und der Erkenntnis, an guten Tagen auch mit Spitzenteams wie Wolfsburg mithalten und an schlechten gegen potentielle Abstiegskonkurrenten wie Stuttgart und Hamburg sogar gewinnen zu können, Zeit hatte, die Schwächen zu analysieren und an der neuen taktischen Ausrichtung zu arbeiten. In der abgelaufenen Saison 20114/2015 wurden Spiele gegen vermeintliche Gegner auf Augenhöhe (beispielsweise die beiden Heimspiele gegen Hertha und Freiburg) gerne einmal verloren.

Fazit:
Die Ausbeute von sieben Punkten aus drei Spielen und der Einzug in die nächste Runde des DFB-Pokals ist eine optimale Ausbeute für den Effzeh. Mehr konnte und durfte man nicht erwarten. Aber die Tatsache, dass der FC durch sein verändertes Spielsystem, die geschickt ausgewählten Neuzugänge und die dadurch hinzugewonnene Torgefahr nun in der Lage zu sein scheint, in allen Saisonspielen zumindest eine Chance auf Punkte zu haben, stimmmt mich sehr zuversichtlich für die laufende Saison.
Wenn sich die Mannschaft weiter so entwickelt, wie das nach einem solchen Saisonstart zu erwarten ist, dann könnte die Saison 2015/2016 eine ganz entspannte werden.
Mein Tipp (und da teile ich die Meinung des vermeintlichen Express-Experten Felix Magath in keiner Weise):
Bei optimalem Verlauf könnte tatsächlich ein einstelliger Tabellenplatz herauskommen. Aber selbst wenn es Phasen im Saisonverlauf geben sollte, in denen es einmal nicht so günstig laufen sollte, mache ich mir um den FC 2015/2016 keine Sorgen.

COME on FC!

8 Kommentare

  1. Alex

    Ich halte es da mit unserem Herrn Schmadtke. Ein erstes Fazit gibt es erst ab dem 6.-7. Spieltag.
    Nichtsdestotrotz wurden hier im Artikel alle Punkte angeschnitten und ich kann nur beipflichten.
    FC – einfach weiter so! 🙂

    Antworten
    • Kölsche Ziege [buebster]

      Hey Alex!
      Stimme dir voll zu, eine richtige Einschätzung kann man wohl wirklich erst nach 7-8 Spieltagen abgeben!
      Auch da hat der Jörg völlig recht!
      Aber der Vergleich bot sich zu diesem Zeitpunkt einfach an und wesentliche Erkenntnisse bzw. Veränderungen zur letzten Saison lassen sich erahnen!
      Ich bin wirklich sehr zuversichtlich, aber gerade das finde ich ja so beängstigend!
      Vielleicht wird ja wirklich alles endlich gut!
      COME ON FC!

      Antworten
    • Kölsche Ziege [buebster]

      Junge!
      Aus dem Urlaub die Ziege lesen!
      So muss das sein!
      Ich weiß ja, dass du eher der Skeptiker bist, aber es muss einfach in dieser Saison der nächste Schritt gemacht werden. Ob sich das auf die Platzierung auswirken wird, wird sich zeigen!
      Spielerisch sollte es aber aufwärts gehen und da sieht man schon jetzt zumindest die Tendenz, dass ein attraktiverer Fußball gespielt werden soll!
      Joot so!

      Antworten
  2. Alex

    Zitat:“Ich bin wirklich sehr zuversichtlich, aber gerade das finde ich ja so beängstigend!“ Genauso ist es und deshalb ist es fast schon krank, da ich hoffe, dass irgendwann ein Rückschlag kommt und man wieder auf dem Boden angelangt. Denn momentan schweben die FC-Fans schon fast wieder alle… 🙂
    Ruhig, ganz ruhig… aber es ist so verdammt schwer! 😀

    Antworten
    • Kölsche Ziege [buebster]

      Yep!
      Ich sehe, wir verstehen uns! Vielleicht wird das mit der Zuversicht ja irgendwann einmal Gelassenheit!
      Freu mich trotzdem auf die Saison, obwohl ich schon wieder bei zwei Heimspielen nicht kann!
      Aber wenn die Borussen kommen…
      Ick freu mir!

      Antworten
  3. Colonia

    Ich bin mir sicher das Peter Stöger auch mal in schlechten Zeiten eine Lösung weiß. Wenn das Glück den Effzeh nicht verlässt werden sie sich im guten Mittelfeld und vielleicht sogar auf den EL Plätzen festsetzen.
    PS : ruhig , ganz ruhig 😉

    Antworten

Gib einen Kommentar ab

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

Über den Autor

Christoph Braunisch (buebster): Geboren genau 14 Jahre und einen Tag nach dem großen Pierre Littbarski und ausgerechnet in dem Jahr, in dem die A-Junioren des 1.FC Köln die erste von insgesamt drei Vizemeisterschaften feiern konnten. Seitdem FC-infiziert und bei fast allen Heimspielen live am Start und bei Auswärtspartien meganervös vor dem Fernseher. Im Übrigen genau wie diverse große FC-Torhüter während des Sportstudiums vom großen Quäler Rolf Herings gepeinigt.

Vielleicht auch interessant