Man schrieb die 77. Minute in Müngersdorf. Werders Levent Öztunali lief im Strafraum Richtung FC-Keeper Timo Horn, Wimmer sprintete hinterher und traf nicht den Ball, aber dafür jenen Öztunali. Der strauchelte und fiel, doch Schiedsrichter Robert Hartmann zeigte nicht auf den Punkt. Zum Glück, denn den Elfmeter hätte man vielleicht nicht geben müssen, aber durchaus können.

Elf Minuten später pfiff der Schiedsrichter dann auf der anderen Seite Elfmeter. Vollkommen berechtigt, denn Bremens Garcia hatte Bard Finne ganz offensichtlich im Strafraum von den Beinen geholt. Matze Lehmann bleibt so cool, dass er die Polkappen wieder zufrieren könnte und haut das Ding oben links ins Tor.

Ein berechtigter Elfmeter, ein souveräner Schütze und der nach dem Spielverlauf verdiente Ausgleich. Aber trotzdem sowas von glücklich.

Nicht nur weil es kurz zuvor Elfmeter gegen Köln hätte geben können.
Nicht nur, weil es kurz vor dem Schlusspfiff geschah.
Vor allem, weil es der wohl unnötigste Elfmeter war, den ich jemals gesehen habe.

Halfar lupfte den Ball in den Strafraum in Richtung Bard Finne.
Hört sich gut an, doch tatsächlich hatte die Situation das Gefahrenpotential des Dalai Lama im Boxrings.

Denn Finne hätte den Ball niemals erreicht. Und selbst wenn, hätte er aus dieser Position niemals eine realistische Torchance gehabt. Dass er aus meiner Sicht auch noch im Abseits stand, sei dabei jetzt mal völlig außer Acht gelassen. Vermutlich hatte das sogar Garcia kapiert, denn ich glaube nicht, dass er Finne wirklich foulen wollte. Er tat es trotzdem.

Wie gesagt: Der wohl unnötigste Elfmeter war, den ich jemals gesehen habe.

Außerdem ein ganz wichtiger Punktgewinn. Und dafür sollten wir Santiago Garcia und Schiedsrichter Robert Hartmann dankbar sein.
In unserer Situation brauchen wir eben manchmal auch das nötige Glück des Tüchtigen. Und gerne auch einmal ein Geschenk des Schiedsrichters und oder unserer Gegner. Denn wie sagt das alte Sprichwort.

Einem geschenkten Punkt schaut man nicht ins Maul!

Foto: © Herbert Bucco / upgradecologne.de

2 Kommentare

  1. Alex

    Japp. Finne war unterwegs und zwar weg vom Tor. Der Ball lief Richtung Toraus und… wir bekommen einen Elfer. Mehr Glück geht kaum, aber da wir schon oft genug benachteiligt wurden, hat man dann doch irgendwann auch mal wieder das Glück auf seiner Seite. Jetzt eine Woche verschnaufen, dann geht’s ins so wichtige Freiburg Spiel. Gewinnen wir, sollte es durch sein. Verlieren wir’s… sind wir mittendrin statt nur dabei.
    Man darf gespannt sein…

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Über den Autor

Philipp Tekampe (philtek): Elf Tage älter als Ronaldo (der echte, nicht Cristiano) und sogar 15 Tage älter als Michael Ballack aber dafür auf den Tag genau 31 Jahre jünger als der Kaiser Franz Beckenbauer. Damit im perfekten Alter, um das Geschehen nicht mehr aktiv zu bestreiten, sondern vom Seitenrand zu kommentieren. Als Blogger, Schriftsteller und PR-Texter gibt er seinen Senf auch zu anderen Themen ab.

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